Ludwig Schick

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* Wilfried Dettling: Das Feuer entfachen. [[Echter Verlag]] Würzburg 2009 (389 Seiten; ISBN 978-3-429-03191-6).
 
* Wilfried Dettling: Das Feuer entfachen. [[Echter Verlag]] Würzburg 2009 (389 Seiten; ISBN 978-3-429-03191-6).
 
*[http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/erzbistum/erzbischof/schriftenverzeichnis.html Schriftenverzeichnis Erzbischof Dr. Ludwig Schick] Stand: 15. Februar 2010
 
*[http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/erzbistum/erzbischof/schriftenverzeichnis.html Schriftenverzeichnis Erzbischof Dr. Ludwig Schick] Stand: 15. Februar 2010
 
  
 
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Version vom 17. April 2012, 12:08 Uhr

Prof. Dr. Ludwig Schick (* 22. September 1949 in Marburg) ist Erzbischof von Bamberg.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick 2011

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Erzbischof Ludwig Schick wurde am 22. September 1949 als zweites Kind von Josef Schick und seiner Frau Auguste in Marburg geboren. Im wenigen Kilometer entfernten Mardorf wächst Ludwig Schick auf. Er besuchte die Stiftsschule Ämoneburg. 1969 legte er das Abitur ab und studierte Philosophie und Theologie in Fulda und Würzburg. Seine Diplomarbeit verfasste er über die formalen und inhaltlichen Beziehungen von 2 Kor 6, 14-7,1 zu den Qumranschriften.

Am 15. Juni 1975 wurde Erzbischof Schick zum Priester geweiht. Nach einer Kaplanszeit in Neuhof (Kreis Fulda) ging er nach Rom und studierte Kanonistik an der Päpstlichen Universität Gregoriana, die er 1980 mit der Promotion über das Thema "Das dreifache Amt Christi und der Kirche. Zur Entstehen und Entwicklung der Trilogien" abschloss. In Rom war er auch Vizerektor des Priesterkollegs Santa Maria dell' Anima. Von 1979 bis 1981 war Schick Subregens des Priesterseminars Fulda.

Ab 1981 begann Ludwig Schick seine Lehrtätigkeit in Deutschland und lehrte Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Fulda und am Katholischen Seminar an der Philipps-Universität in Marburg. Im Bistum Fulda war der spätere Erzbischof Schick zunächst im Bischöflichen Offizialat und 15 Jahre lang in der Priesterfortbildung tätig. Zusätzlich war er auch noch Ökumenereferent und Vorsitzender der Ökumenischen Kommission des Bistums.

1985 übernahm er den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Fulda, den er bis 2002 inne hatte. Von Papst Johannes Paul II. wurde Schick 1986 zum Päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore) ernannt. 1987 übernahm er die Leitung der Stabsstelle Kirchenrecht im Bischöflichen Generalvikariat. Im gleichen Jahr wurde er ins Domkapitel berufen.

1990 wurde Vikar Schick zuerst stellvertretender Generalvikar und ab 1. September 1995 Generalvikar des Bistums.

Am 20. Mai 1998 ernannte Papst Johannes Paul II. Ludwig Schick zum Titularbischof von Auzia (Algerien) und zum Weihbischof in Fulda. Am 12. Juli erfolgte die feierliche Bischofsweihe durch Erzbischof Johannes Dyba im Fuldaer Dom. Weihbischof Schicks bischöflicher Spruch lautet: "Jesus Christus - die Weisheit uns von Gott gegeben" (vgl. 1 Kor 1,30).

Neben seiner normalen Bistumstätigkeit war Schick in den letzten Jahren auch in der Mission für die Italiener im Bistum Fulda tätig. Das besondere Interesse von Schick ist die Feier der Liturgie und die Hilfe für Menschen in ärmeren Ländern.

Am 28. Juni 2002 ernannte Papst Johannes Paul II. Ludwig Schick zum Erzbischof von Bamberg.

Das Wirken von Ludwig Schick als Erzbischof von Bamberg

Das Jahr 2002

Am 21. September wurde Weihbischof Ludwig Schick von Fulda in einem feierlichen Gottesdienst als Erzbischof von Bamberg im Bamberger Dom vom Apostolischen Nuntius, Giovanni Lajolo, in sein Amt eingeführt.

Das Jahr 2003

Am 3. Mai eröffnete Erzbischof Schick in Bayreuth gemeinsam mit Kardinal Karl Lehmann und dem Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, die bundesweite "Woche für das Leben."

Das Jahr 2005

Am 9. Januar setzte Erzbischof Schick den Pastoralplan in Kraft, der wichtige Impulse für die Seelsorge im Bistum Bamberg geben soll.
Dem Bamberger Erzbischof sind besonders kinderreiche Familien ein Anliegen. Aus diesem Grund gründete er am 30. April die Familienstiftung "Kinderreich".
Anlässlich des Weltjugendtags in Köln sind auch mehrere Tausend Gäste aus insgesamt 36 Ländern aus aller Welt im Erzbistum Bamberg zu Gast. Erzbischof Schick lud zu einer Feier auf dem Domplatz ein.
Am 1. Advent startete der Bamberger Erzbischof die Initiative für Berufungen: "Auf dein Wort hin".

Das Jahr 2006

Generalvikar Alois Albrecht ging in den Ruhestand. Erzbischof Schick ernannte Georg Kestel am 1. April zum neuen Generalvikar.
An Pfingsten (4. Juni) setzte Schick die 96 Seelsorgebereiche in Kraft, in denen die 367 Pfarrgemeinden des Bistums zusammengefasst wurden.
Der Bamberger Erzbischof übernahm im September die Leitung der Kommission X "Weltkirche" der Deutschen Bischofskonferenz.
An Allerheiligen eröffnete er das Jubiläumsjahr "1000 Jahre Bistum Bamberg.

Das Jahr 2007

Höhepunkt des 1000-jährigen Bistumsjubiläums war das Heinrichsfest vom 6. bis 8. Juli, zu dem rund 30000 Gläubige kamen.
Schicks Anliegen, den Menschen in Afrika zu helfen, wird deutlich in einer Diözesanpartnerschaft zwischen dem Erzbistum Bamberg und dem Bistum Thies im Senegal. Am 22. September unterzeichneten Erzbischof Ludwig Schick und Bischof Jacques Sarr in Nürnberg die Partnerschaftsurkunde.
Das Jahr zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum wurde an Allerheiligen mit einem feierlichen Pontifikalamt und einem anschließenden Festakt abgeschlossen.

Das Jahr 2008

Das Paulusjahr wurde im Erzbistum mit Vorträgen und Aktionen begangen. Erzbischof Schick veröffentlichte ein Buch "Paulus. In Christus - für Christus".

Das Jahr 2009

Erzbischof Schick startete am 1. März eine Energie- und Klimaoffensive im Erzbistum. Zunächst wurde ein Grundstock von rund fünf Millionen bereitgestellt.
Am 22. September feierte Schick seinen 60. Geburtstag. Bei einem Pontifikalgottesdienst und einem Festakt wenige Tage später gratulieren ihm mehr als 600 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft.
Als einziger deutscher Bischof nahm Schick im Oktober an der Afrika-Synode in Rom teil.

Das Jahr 2010

Die Freisinger Bischofskonferenz tagte im März im Wallfahrtsort Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein. Dort beschlossen die bayerischen Bischöfe künftig jeden Fall des sexuellen Missbrauchs der Staatsanwaltschaft zu melden.
Erzbischof Schick besuchte den 2. Ökumenischen Kirchentag (12. bis 16. Mai) in München.

Zitate

  • Ludwig Schick nannte den Zölibat einen «Stachel im Fleisch der Menschheit»; er habe den Sinn, dass diese «nicht Gott und den Himmel vergisst und sich um sich selbst dreht».
  • Gottesdienstliche Feiern versteht Erzbischof Schick als wirksamen Heilungsraum, in dem der Mensch mit seinen besten Kräften wieder in Einklang kommen kann. In diesem Rahmen entfaltet laut Schick die Musik eine therapeutische Wirkung, indem sie die Disharmonie der Welt zur Harmonie Gottes führt und so Heilung bewirken kann. Schick betont den missionarischen Charakter der Kirchenmusik, den eine künstlerisch hochwertige Musik zu verwirklichen in der Lage ist. „Kirchenmusik lässt Gott spüren und wahrnehmen, indem sie Stille schafft und in die Tiefen der menschlichen Seele hineinführt.“[1]
  • Als Vorsitzender der Kommission Weltkirche fordert Schick einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, die in der westlichen Welt in unverantwortlicher Weise verschwendet werden. Er bezeichnet den von den Industrienationen verursachten Klimawandel als Hauptursache für den Hunger in den armen Ländern, in denen aufgrund von Dürre oder Überschwemmungen immer geringere Ernten erzielt werden könnten. Deshalb müsse die UN-Klimakonferenz konkrete Ergebnisse gegen den CO2 Ausstoß bringen, die Monopolisierung der Lebensmittel sowie der Ankauf großer Land- und Wasserflächen verhindert werden. Die Menschen in den Industrienationen müssten durch bewusste Ernährung, Energiesparen und Konsumverzicht ihren Beitrag zur Verringerung des Hungers in der Welt leisten. „Wenn Ackerboden, Nahrungsmittel und Wasservorräte zu Spekulationsobjekten der Reichen dieser Welt werden, sind die Armen die Totalverlierer.“[2]

Bücher

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Interview mit Erzbischof Ludwig Schick. In: Musica sacra, 124. Jahrgang Heft 2, Bärenreiter Kassel 2004 S. 10.
  2. In: Heinrichsblatt, Kirchenzeitung des Erzbistums Bamberg 118. Jahrgang Nr. 43. Bamberg 23. Oktober 2011.


Vorgänger
Karl Braun
‡ Erzbischof von Bamberg
2002-
Nachfolger
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