Marsch für das Leben

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Der Marsch für das Leben ist eine jährlich stattfindende Demonstration der Lebensrechtsbewegung in Berlin. Der Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht. Die Demonstration richtet sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und Praktiken der Sterbehilfe, der Stammzellforschung und der Präimplantationsdiagnostik. Sie fand im Jahre 2002 zum ersten Mal statt. 2016 beteiligten sich nach Polizeiangaben 6.000 Menschen.[1]

Die Demonstration beginnt mit einer Kundgebung vor dem Berliner Reichstag, zieht als Schweigemarsch durch Berlin und endet mit einem ökumenischen Gottesdienst. Die katholische Kirche unterstützt den Marsch. Am 17. September 2016 nahmen mehrere katholische Bischöfe an dem Marsch teil, Grußworte kamen unter anderem von Nuntius Nikola Eterovic und Erzbischof Reinhard Kardinal Marx. Der Berliner Erzbischof Heiner Koch weitete in seinem Grußwort das Anliegen des Lebensschutzes über die Abtreibungsproblematik hinaus auf das gesamte Leben des Menschen aus: „Wir legen nicht fest, welches Leben ab wann lebenswert ist. [...] Wir setzen keine Grenzen, wir errichten keine Mauern des Lebens, nicht an den Grenzen Europas, nicht an den Grenzen der Kulturen und Religionen, nicht an den Grenzen des Alters, der Krankheit, des Behindert-Seins oder des sterbenden Lebens. [...] Wir bitten die Menschen: Lasst einander leben, lasst gerade die Schwachen leben, am Anfang und am Ende des Lebens, die Flüchtlinge und die Leistungsschwachen, die Menschen in Aleppo und in den Todeszellen der Gefängnisse dieser Welt.“[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Tausende Teilnehmer beim "Marsch für das Leben", rbb, zuletzt gesehen am 17. September 2016.
  2. Erzbistum Berlin, Pressemeldung vom 15. September 2016.
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