Martin von Tours: Unterschied zwischen den Versionen

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*Wilhelm Hünermann, Sankt Martin, Der Reiter der Barmherzigkeit, Martin Verlag Buxheim/Allgäu 1962 (1. Auflage)
 
*Wilhelm Hünermann, Sankt Martin, Der Reiter der Barmherzigkeit, Martin Verlag Buxheim/Allgäu 1962 (1. Auflage)
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* Ambrosius Eßer: Martin von Tours, ein unbekannter Heiliger. [[Kanisius Verlag]] Freiburg/Schweiz, [[Kanisiuswerk]] Konstanz 1992 (32 Seiten; ISBN 3857643595; ISBN-13: 9783857643590).
  
 
== Weblinks ==
 
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Version vom 30. Juni 2010, 08:47 Uhr

Martin von Tours

Der heilige Martin von Tours (* 316, † 397) wurde in einer heidnischen Familie als Sohn eines Soldaten, der sich im heutigen Ungarn niedergelassen hatte, geboren. Das Christentum lernte er in Pavia, einer oberitalienischen Stadt, wo er seine Erziehung erhielt, kennen und so begehrte er schon früh, gegen den Willen seiner ungläubigen Eltern, die Taufe.

Obwohl es Martins größter Wunsch gewesen wäre, als Einsiedler zu leben, musste er in die Fußstapfen seines Vaters treten und den Soldatenberuf in der gallischen Armee ergreifen. Eines Tages, an einem kalten Winterabend, wurde er von einem Bettler um eine Gabe gebeten. Da Martin selbst nichts mehr hatte, teilte er seinen Mantel mit dem Schwert, nahm eine Hälfte für sich selbst und gab die andere dem Frierenden. In der folgenden Nacht erschien ihm Christus im Traum und sagte zu seinen Engeln: „Martin, der erst auf dem Weg zur Taufe ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“

Dieses Erlebnis veranlasste ihn dazu, den Soldatenberuf aufzugeben und die lang ersehnte Taufe zu empfangen. Er schloss sich dem späteren Bischof Hilarius an, der ihn im Glauben unterrichtete. Getrieben von der Sehnsucht, in seiner Heimat zu missionieren, verließ er Hilarius wieder und kehrte nach Pannonien zurück. Hier konnte er nicht lange bleiben, nach der Bekehrung seiner Mutter wurde er von den wütenden arianischen Bischöfen vertrieben. Enttäuscht zog er sich für die nächsten Jahre als Einsiedler auf die Insel Gallinara zurück.

Martin von Tours

Von Hilarius, der nun Bischof von Poitiers war, gerufen, ging Martin nach Frankreich, wo er das erste gallische Kloster in Ligugé errichtete, das sich zu einem religiösen und kulturellen Zentrum entwickelte. In diesem Kloster ereignete sich durch Martin folgendes Wunder: Ein Mitbewohner, der noch nicht getauft war, starb während Martin für einige Tage nicht im Kloster war. Nach seiner Rückkehr betete der Heilige am Totenbett, woraufhin der Mitbewohner wieder erwachte. Der junge Mann, der nach seiner Auferweckung getauft wurde und danach noch viele Jahre lang lebte, berichtete, er wäre, hätte Martin nicht für ihn gebetet, verdammt worden, da er das heilmachende Sakrament nicht empfangen hatte.

Gegen seinen Willen wurde Martin zum Bischof von Tours ernannt. Dreißig Jahre lang hatte er dieses Amt inne und er verstand seinen Auftrag als Vorsteher einer Diözese vor allem darin, allen Leuten das Evangelium zu bringen und das Heidentum zu vernichten. Während einer Seelsorgereise starb der Heilige am 8. November 397. Sein Gedenktag ist der 11. November, der Tag seiner Beerdigung, an der Tausende teilnahmen.

Patronat: Burgenland, Kanton Schwyz, Soldaten, Reiter, Hoteliers, Gastwirte; Pferde; der Reisenden, Armen, Gefangenen, Abstinenzler; gegen Ausschlag

Literatur

  • Wilhelm Hünermann, Sankt Martin, Der Reiter der Barmherzigkeit, Martin Verlag Buxheim/Allgäu 1962 (1. Auflage)
  • Ambrosius Eßer: Martin von Tours, ein unbekannter Heiliger. Kanisius Verlag Freiburg/Schweiz, Kanisiuswerk Konstanz 1992 (32 Seiten; ISBN 3857643595; ISBN-13: 9783857643590).

Weblinks

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.