Max Thürkauf

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Heimgegangen ist er am Stephanstag dem 26. Dezember 1993 in Weil am Rhein.
 
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*1974 Mit der Eisenbahn durch den dialektischen Materialismus. Reiseskizzen aus der Sowjetunion  
 
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*1973 (1. Auflage; 1974 2. Auflage) Pandorabüchsen der Wissenschaft, Das Geschäft mit dem Energiehunger   
 
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*1992 (1. Auflage) Die Spatzen pfeifen lassen, Geistliches Tagebuch eines Physikers.
 
*1992 (1. Auflage) Die Spatzen pfeifen lassen, Geistliches Tagebuch eines Physikers.
  
== Kleinschriften == (ungefähr 40 Seiten, im Johannes Verlag Leutesdorf herausgegeben)
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(ungefähr 40 Seiten, im Johannes Verlag Leutesdorf herausgegeben)
 
*1985 (1. Auflage; 1987 3. Auflage ) Christus und die moderne Naturwissenschaft Gedanken im Spannungsfeld von Liebe Freiheit und Wertfreiheit
 
*1985 (1. Auflage; 1987 3. Auflage ) Christus und die moderne Naturwissenschaft Gedanken im Spannungsfeld von Liebe Freiheit und Wertfreiheit
 
*1985 (1987 3. Auflage Die moralische Verantwortung der Naturwissenschaftler gegenüber dem Leben Gedanken zu sogenannten Wertfreiheit der Wissenschaft  
 
*1985 (1987 3. Auflage Die moralische Verantwortung der Naturwissenschaftler gegenüber dem Leben Gedanken zu sogenannten Wertfreiheit der Wissenschaft  

Version vom 31. Dezember 2008, 01:26 Uhr

Max Thürkauf

Max Thürkauf (*21. Mai 1925 in Basel, Schweiz; † 26. Dezember 1993 in Weil am Rhein, Deutschland) war Naturwissenschaftler und Philosoph.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Max Thürkauf war Professor für physikalische Chemie und Leiter desselben Institutes an der Universität Basel. Während mehr als zehn Jahren war er auf dem Gebiet der Atomenergie in Forschung und Industrie tätig. Für Arbeiten im Bereich der Isotopentrennung und Massenspektroskopie wurde ihm 1963 für die Herstellung von schwerem Sauerstoff der Ruzicka-Preis verliehen. Weitere Arbeitsgebiete im Umfeld der physikalischen Chemie waren die Elektronenmikroskopie großer Moleküle sowie chemische Thermodynamik und Reaktionskinetik.

1959 beauftragte ihn eine Schweizer Firma, in Frankreich im Atomreaktorzentrum Saclay bei Paris den Bau einer Anlage zur Herstellung von schwerem Wasser zu leiten, welches für Atomkraftwerke wichtig ist, aber auch zur Herstellung von Plutoniumbomben verwendet werden kann. Im selben Jahr wurde die erste Plutoniumbombe in der französischen Sahara gezündet. Das war für Max Thürkauf ein Damaskus-Erlebnis. Er erkannte, dass es keine wertfrei Naturwissenschaft gibt und begann sich mit ethischen Fragen seiner Arbeit auseinanderzusetzen und nach Gott zu fragen, den er lange Jahre auf die Seite geschoben hatte.

Es kam zum offenen Konflikt mit der Universität. 1967 tritt er aus Gewissensgründen als Leiter des Institutes für physikalische zurück, behält jedoch seine akademische Lehrtätigkeit bei. Max Thürkauf legte in dieser Zeit einen langen Glaubensweg zurück. Er wandte sich zunächst der Anthroposophie zu, bis er in der römisch-katholischen Kirche, aus der er als Jugendlicher ausgetreten war, die Wahrheit erkannte. 1981 trat er gemeinsam mit seiner Gattin, der Schauspielerin Inge M. Hugenschmidt-Thürkauf, wieder in die Kirche ein. Bis zu seiner Emeritierung 1990 hielt er Vorlesungen über erkenntistheoretische, philosophische und religiöse Fragen der modernen Naturwissenschaft ohne dafür Honorar zu erhalten. Sein Brot verdiente er als Fluglehrer. Daneben entfalteteThürkauf eine schriftstellerische Tätigkeit, hielt Vorträge und begeisterte die akademische Öffentlichkeit im Rahmen des Studium generale durch seine Darlegungen über "Naturwissenschaft und Christentum". Er wandte sich gegen eine wertfreie materialistische und gottlose Betrachtungsweise der Wissenschft, die im Bereich der Materie wohlfeile Resultate der Technik hervorbringt. Er zeigte auf, dass Naturwissenschaft mit moralischer Verantwortung einhergehen muss.

Heimgegangen ist er am Stephanstag dem 26. Dezember 1993 in Weil am Rhein.

Bücher

(aus verschiedenen Verlagen)

  • 1974 Mit der Eisenbahn durch den dialektischen Materialismus. Reiseskizzen aus der Sowjetunion
  • 1973 (1. Auflage; 1974 2. Auflage) Pandorabüchsen der Wissenschaft, Das Geschäft mit dem Energiehunger
  • 1975 (1. Auflage; 1977 3. Auflage) Sackgasse Wissenschaftsgläubigkeit Zur Überbewertung der Exaktnaturwissenschaftlichen Betrachtungsweise durch die Erfolge der Technik
  • 1975 Die Chemiker oder die seltsame Flucht des Doktor Valentin Lauscher. Roman .
  • 1975 Die Tüchtigkeit des Jakob Meier : Szenen abendländischer Nächstenliebe
  • 1976 Aus Farbe wird Gestalt. Mit Hans Stocker im Atelier.
  • 1977 (1984) Wissenschaft und moralische Verantwortung. Vom Bildungswert des naturwissenschaftlichen Unterrichts
  • 1978 (1. Auflage) Die Tränen des Herrn Galilei, Ein Naturwissenschaftler denkt.
  • 1980 Die moderne Naturwissenschaft und ihre sozialen Heilslehre- der Marxismus. Das Fundament der Ideologie- der naturwissenschaftliche Materialismus- ist unhaltbar (das Buch ist vollständig enthalten in: Endzeit des Marxismus 1987 1. Auflage)
  • 1980 (2. Auflage) Technomanie - Die Todeskrankheit Des Materialismus - Ursachen und Konsequenzen der Technologischen Maßlosigkeiten unserer Zeit
  • 1981 König Nobels Hofstaat
  • 1982 Adams Äpfel. Giftige Früchte vom Baum der Wissenschaft
  • 1983 (1. Auflage; 1984 2. Auflage; 1987 3. Auflage).Christuswärts. Glaubenshilfe gegen den naturwissenschaftlichen Atheismus
  • 1984 (1. Auflage; 1989 2. Auflage)Die Gottesanbeterin, Zwei Naturwissenschaftler auf der Suche nach Gott
  • 1984 Wissenschaft schütz vor Torheit nicht
  • 1985 (1. Auflage) Franziskus im Atomzeitalter, Die alte Liebe rettet die neue Welt
  • 1987 (1. Auflage) Endzeit des Marxismus. Mit einem Nachwort von Anatolij Korjagin.
  • 1987 Das Fanal von Tschernobal
  • 1990 (1. Auflage) Unruhig ist unser Herz
  • 1992 (1. Auflage) Die Spatzen pfeifen lassen, Geistliches Tagebuch eines Physikers.

Kleinschriften

(ungefähr 40 Seiten, im Johannes Verlag Leutesdorf herausgegeben)

  • 1985 (1. Auflage; 1987 3. Auflage ) Christus und die moderne Naturwissenschaft Gedanken im Spannungsfeld von Liebe Freiheit und Wertfreiheit
  • 1985 (1987 3. Auflage Die moralische Verantwortung der Naturwissenschaftler gegenüber dem Leben Gedanken zu sogenannten Wertfreiheit der Wissenschaft
  • 1985 (1. Auflage) Bestimmt zum Lob seiner Herrlichkeit, Durch das Leben aus dem Christus-Mysterium oder durch den Zen-Buddhismus
  • 1985 (1. Auflage; 1986 2. Auflage) Sein des Todes und Nichts des Materialismus
  • 1985 (1. Auflage; 1986 2. Auflage) Versöhnung der Kirche mit der Naturwissenschaft Zur Überwindung des „Galilei-Traumas
  • 1985 (1. Auflage; 1986 2. Auflage) Zurück zur Kirche ? Gedanken Zum Verhältnis Zwischen Kirche und Gnostizismus am Beispiel der Anthroposophie
  • 1986 (2. Auflage) Evolution Naturwissenschaft und Glaube
  • 1986 (1989 5. Auflage) Die Kräfte der Atome und die Kraft des Gebetes. Über die moderne Naturwissenschaft und die christliche Botschaft.
  • 1986 (1. Auflage) Nur der Gott der Liebe eint uns. Über die Verantwortung von Christen und Juden bei der Überwindung des neuzeitlichen Materialismus
  • 1988 (2. Auflage) Lebenskräfte zum Heil des Menschen
  • 1987 (1. Auflage) Liebe als Prüfstein Wurzel und Heilung von Aids
  • 1988 (1. Auflage) Die Schönste von allen , Vom Glauben als Fundament des Lebens
  • 1988 (1. Auflage) Glaube oder Aufklärung. Vom Licht des Evangeliums und der Finsternis der Aufklärung
  • 1988 (1. Auflage) Kostbare Zeichen. Gedanken zur Reliquienverehrung in der katholischen Kirche
  • 1989 (1. Auflage; 1994 2. Auflage) Erben des ewigen Lebens Philosophisch-naturwissenschaftliche Betrachtungen zum Begriff Vererbung
  • 1989 (1. Auflage) Mut zur Demut. Vom Verhältnis des Menschen zu Gott, seinem Schöpfer
  • 1990 Christentum und die ökologische Katastrophe, Von der Verantwortung der Christen in der Naturwissenschaft
  • 1991 (1. Auflage) Ein Vater unser für die Naturwissenschaftler
  • 1991 (2. Auflage) New Age und die moderne Naturwissenschaft , Die neue Gefahr für den christlichen Glauben
  • 1992 (1. Auflage) Liebe - Ohnmacht des Allmächtigen , Theodizee eines Physikers

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