Mirari vos (Wortlaut)

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Antrittsenzyklika
Mirari vos

von Papst
Gregor XVI.
an alle Patriarchen, Primaten, Erzbischöfe, Bischöfe des katholischen Erdkreises
über die Äußerungen zu den Verwirrungen in Kirche und Staat

15. August 1832

(Quelle : Die katholische Sozialdoktrin in ihrer geschichtlichen Entfaltung, Eine Sammlung päpstlicher (sozialer) Dokumente vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart, Originaltext mit Übersetzung, herausgegeben von Professor Dr. Arthur Utz OP und Dr. Birgitta Gräfin von Galen, Scientia humana Institut Aachen 1976, S. 137159, II 1-24, meist lateinischer und deutscher Text; Imprimatur Friburgi Helv., die 2 decembris 1975 Th. Perroud, V.G.; auch in: Emil Marmy (Hrsg.), Mensch und Gemeinschaft in christlicher Schau, Dokumente, Paulus Verlag Freiburg/Schweiz 1945, S. 16-31; Imprimatur Friburgi Helv., die 21. Augusti 1945 L. Clerc, censor)

Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Ehrwürdige Brüder,
Gruß und Apostolischen Segen !
Papst Gregor XVI.

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1 Ihr wundert Euch sicher, dass Wir seit Übernahme der Verwaltung der gesamten Kirche, die Unserer Schwachheit auferlegt wurde, noch kein Schreiben an Euch gerichtet haben, wie es sowohl der seit frühesten Zeiten bestehende Brauch als auch Unser Wohlwollen Euch gegenüber gefordert hätten. Es hätte durchaus Unseren Wünschen entsprochen, sogleich Unser Herz weit vor Euch zu öffnen und in Gemeinschaft des Geistes an Stelle desjenigen zu Euch zu sprechen, durch den Wir einst in der Person des hl. Petrus aufgefordert wurden, die Brüder zu stärken.[1] Ihr wisst aber nur zu gut, durch welchen Sturm von Übeln und Kümmernissen Wir gleich in den ersten Augenblicken Unseres Hirtenamtes auf eine so wild und hoch bewegte See geworfen wurden, dass Wir in ihr durch die böswillige Verschwörung der Gottlosen zugrunde gegangen wären, wenn nicht Gottes Hand Uns kraftvoll gerettet hätte. Es widerstrebt dem Geist, durch beklagende Aufzählungen so vieler Schläge alten Schmerz neu aufzuwühlen. Viel lieber danken Wir dem Vater allen Trostes, der alle Anstürme niederschlug und Uns aus gegenwärtiger Gefahr befreite, der den so heftigen Sturm stillte und Uns wieder frei von Furcht aufatmen ließ. Wir haben Uns gleich vorgenommen, sofort mit Euch gemeinsam zu beraten, wie Wir Israels Wunden heilen können. Aber die ungeheure Last von Sorgen, die Uns in der Wiederaufrichtung der öffentlichen Ordnung bedrückte, hat die Ausführung Unseres Willens verzögert.

II. Die Sorgen des Papstes angesichts des Niederganges der kirchlichen Gesinnung

2 Inzwischen kam ein neuer Grund des Schweigens hinzu, nämlich die Zügellosigkeit der Aufrührer, welche die Zeichen des Kampfes wieder bis in Unsere Nähe zu tragen wagten. Wir mussten schließlich die Hartnäckigkeit dieser Menschen, deren zügellose Wut durch die langandauernde Straflosigkeit und die Nachsicht Unserer langmütigen Güte nicht besänftigt, sondern eher gesteigert wurde, mit der Rute strafend zähmen.[2] Wir taten es kraft der Uns von Gott verliehenen obrigkeitlichen Gewalt, freilich mit großem inneren Schmerz. Daraus könnt Ihr schließen, in welchem Maße Unsere tägliche Sorgenlast zunahm.

3 Aber nachdem Wir nach Sitte und Recht Unserer Vorgänger in feierlicher Form den Pontifikat in der Lateranbasilika angetreten haben - was Wir aus ebendenselben Gründen verschoben hatten -, möchten Wir nicht länger zögern, sondern Uns unverzüglich an Euch, ehrwürdige Brüder, wenden. Zum Zeugnis Unserer wohlwollenden Gesinnung Euch gegenüber senden Wir Euch ein Schreiben an diesem freudvollen Tag, an dem wir den Triumph der in den Himmel aufgenommenen seligsten Jungfrau festlich feiern. Wir haben sie inmitten größter Bedrängnisse als Schützerin und Helferin erkannt. Sie möge Uns auch jetzt, da Wir Euch schreiben, fürbittend zur Seite stehen und Unsern Geist mit ihrem himmlischen Beistand zu jenen Ratschlüssen führen, die dem christlichen Volke in der wirksamsten Weise das Heil zu bringen vermögen.

4 Trauernd und mit niedergedrücktem Gemüt kommen Wir zu Euch, die Wir, ob Eures Eifers für den Glauben, in großer Sorge wissen. Denn arg ist die Zeit für den Glauben. In Wahrheit dürften Wir sagen, dass "jetzt die Stunde für die Mächte der Finsternis sei, um die Kinder der Auserwählung zu sieben wie den Weizen".[3] "Wahrlich, es trauerte die Erde, und sie zerfloss in Tränen ... geschändet von ihren Bewohnern, da sie die Gesetze überschritten, das Recht beugten, das ewige Bündnis zerbrachen".[4]

5 Wir sprechen von Dingen, ehrwürdige Brüder, die Ihr mit eigenen Augen seht und die Wir gemeinsam beweinen. Unrecht, sich unverschämt gebärdende Wissenschaft, zügellose Freiheit feiern freche Siege. Verachtet wird die Heiligkeit gottgeweihter Dinge; die Hoheit der Gottesverehrung, die sonst so große Macht und so großen Einfluss besitzt, wird von nichtswürdigen Menschen geschmäht, geschändet, verhöhnt. Daher wird die rechte Lehre verdreht, und Irrtümer aller Art werden dreist verbreitet. Nichts ist sicher vor der Frechheit jener Leute, deren Mund nur Unrecht spricht: nicht Gesetze heiliger Dinge, nicht Rechte, nicht Einrichtungen, nicht uraltheiligste Gebote. In übler Weise ist Gegenstand der Anfeindung dieser des heiligen Petrus Bischofssitz in Rom, in den Christus den Grund seiner Kirche legte. Die Bande der Einheit werden von Tag zu Tag mehr gelockert und zerschnitten. Die göttliche Rechtshoheit der Kirche wird bekämpft, und nachdem man ihre Rechte gebrochen, wird sie irdischem Willkürrecht unterworfen; nachdem man sie in schmähliche Knechtschaft gebunden, wird sie in größter Ungerechtigkeit dem Hasse der Völker preisgegeben. Der den Bischöfen schuldige Gehorsam wird gekündigt, ihre Rechte werden mit Füßen getreten. In erschreckender Weise vernimmt man auf Hoch- und Mittelschulen das Echo von neuen ungeheuerlichen Irrtümern, durch die der katholische Glaube nicht mehr nur insgeheim und hinterrücks angegriffen, sondern auch offen und laut in schaudererregender und verwerflicher Weise angefeindet wird. Durch bestimmte Schulordnungen und durch das schlechte Beispiel der Lehrer wurde der Geist der Jugend verdorben, und so nahmen der Niedergang des Glaubens und die Verderbnis der Sitten in ungeheurem und erschreckendem Maße zu. In der Folge entledigte man sich ganz des Zügels des heiligen Glaubens, durch den die Reiche bestehen und jede Herrschaft ihre Kraft und Stärke erhält. Und jetzt sehen Wir den Untergang der öffentlichen Ordnung, den Verlust der Autorität, den Umsturz jeder gesetzlichen Macht näher und näher rücken. Diese Flut von Übeln ist in erster Linie der Verschwörerarbeit jener geheimen Gesellschaften zuzuschreiben, in die wie in einen Schmutzkanal alles zusammenströmte, was je in den Irrlehren und verderblichsten Sekten gottesräuberisch und gotteslästerlich war.

6 Diese Dinge, ehrwürdige Brüder, und noch viele andere, die vielleicht noch schwerwiegender sind, die hier aufzuzählen zu weit führen würde, die Ihr übrigens genau kennt, zwingen Uns zur Trauer, zu einer bitteren und unaufhörlichen Trauer, da Uns, die Wir den Lehrstuhl des Apostelfürsten innehaben, vor allen anderen der Eifer für das gesamte Haus Gottes verzehren muss. Wir erkennen aber auch, dass es der Pflicht Unserer Stellung nicht genügt, diese zahllosen Übel nur zu betrauern, sondern dass Wir nach Kräften Uns bemühen sollen, sie zu beseitigen. Darum nehmen Wir Zuflucht zu Euerer treuen Mitarbeit und rufen, ehrwürdige Brüder, Eure Sorge für das Wohl des katholischen Volkes an. Eure sittliche und religiöse Festigkeit sind Uns wohlbekannt, und Eure hervorragende Klugheit sowie Euer unermüdlicher Eifer sind uns eine Ermutigung, mehr noch, ein überaus erquickender Trost, der Uns, die Wir unter dem Druck schlimmer Zeiten leben, immer wieder aufrichtet. Es ist ja Unsere Pflicht, die Stimme laut zu erheben und alles zu wagen, auf dass nicht ein wilder Eber den Weinberg verwüste, auf dass nicht die Wölfe die Herde töten. Unsere Aufgabe ist es, die Schafe nur auf jene Weideplätze zu führen, die ihnen heilsam sind und in keiner Weise heimliche Verderbnis bergen. Möge es nicht geschehen, geliebte Brüder, dass angesichts solch drückender Übel und so vieler Gefahren die Hirten ihre Aufgabe vernachlässigen und, von Furcht getrieben, ihre Schafe im Stich lassen oder, ohne sich um die Herde zu kümmern, müssig und mutlos dahinleben. Arbeiten wir also in geistiger Geschlossenheit an unserer gemeinsamen - oder besser an Gottes - Sache und lasst uns für das Heil des ganzen Volkes gegen die gemeinsamen Feinde in voller Eintracht wachen und kämpfen.

III. Mahnung an die Oberhirten, über das Glaubensleben und die kirchliche Disziplin zu wachen

7 Dies werdet Ihr vor allem tun, wenn Ihr, gemäß der Pflicht Eures Amtes, über Euch selbst und über die Lehre wacht. Denn erwäget wohl, dass "durch jedwede Neuerung die ganze Kirche getroffen wird",[5] dass nach dem Wort des heiligen Papstes Agathe[6] "von dem, was ordnungsgemäß bestimmt worden ist, nichts vermindert, nichts geändert, nichts hinzugefügt werden darf, sondern alles nach Wort und Sinn unverletzt zu bewahren ist." Unerschüttert soll jene Einheit feststehen, die sich auf den Bischofsstuhl des hl. Petrus wie auf ihre Grundlage stützt, damit, wie von hier aus in alle Kirchen die Rechte der Glaubensgemeinschaft ausgehen, ebendort auch für alle sowohl eine Festungsmauer sei, als auch eine sichere Zuflucht, ein ruhiger Hafen und eine Schatzkammer unzähliger Güter.[7] Um also die freche Kühnheit jener zu brechen, die es wagen, die Rechte des Heiligen Stuhles zu bestreiten oder die Verbindung der Kirchen mit ihm zu lockern, auf die sie sich stützen und von der sie leben, müsst Ihr unerschütterliche Treue und aufrichtige Verehrung zu ihm Euren Gläubigen einflößen. Ihr könnt Euch dabei auf den hl. Cyprian berufen, der sagt: "Zu Unrecht glaubt in der Kirche zu sein, wer den Stuhl des hl. Petrus verlässt, auf den die Kirche gebaut ist".[8]

IV. Unterordnung unter das kirchliche Lehramt,im besonderen unter den Papst

8 Bemüht Euch also und wacht eifrig, das Erbgut des Glaubens zu wahren inmitten einer solchen von gottlosen Menschen angezettelten Verschwörung, die zu Unserem schweren Leid darauf gerichtet ist, gerade jenes Gut zu zerreißen und zu vernichten. Alle sollen sich bewusst sein, dass das Urteil über die echte Lehre, nach der die Völker zu unterweisen sind, dass die Verwaltung und Leitung der gesamten Kirche beim Römischen Papst liegt. Ihm wurde "von Christus, dem Herrn, die Fülle der Befugnis übergeben, die gesamte Kirche zu leiten und zu verwalten", wie die Väter der Kirchenversammlung zu Florenz treffend erklärten.[9] Es ist Pflicht der einzelnen Bischöfe, dem Stuhle Petri in größter Treue anzuhangen, das anvertraute Glaubensgut heilig und mit Gottesfurcht zu wahren, ihren Teil der Herde Gottes zu weiden. Die Priester aber seien den Bischöfen untertan, welche sie "als ihre geistlichen Väter betrachten sollen", wie der hl. Hieronymus mahnt.[10] Niemals mögen sie vergessen, dass ihnen schon ältere Bestimmungen verbieten, im übernommenen Amt irgendetwas zu tun oder die Aufgabe des Lehrens und Predigens sich anzumaßen "ohne Ermächtigung des Bischofs; denn dessen treuer Sorge ist das Volk anvertraut, und von ihm wird die Rechenschaft über die Seelen gefordert werden".[11] Als feste Richtschnur gelte: Wer etwas gegen diese Ordnung unternimmt, stört die Ruhe der Kirche.

9 Unrecht wäre es also und unvereinbar mit jener Ehrfurcht, mit der die Gesetze der Kirche aufzunehmen sind, wenn jemand aus dünkelhafter Meinungswillkür die Kirchenordnung ablehnend beurteilen wollte, in der die Spendung der Sakramente, das Sittengesetz, die Rechtsordnung für die Kirche und ihre Diener enthalten ist, oder wenn man sagte, sie widerspreche gewissen Grundsätzen des Naturrechts, sie sei mangelhaft und unvollkommen und gar der staatlichen Gewalt unterworfen.

10 Die Kirche ist ja, um mit den Tridentinischen Vätern zu sprechen, "von Jesus Christus und seinen Aposteln unterrichtet worden und wird vom Heiligen Geiste, der sie stets in alle Wahrheit fortwährend einführt, belehrt".[12] Daher wäre es völlig unsinnig und für sie höchst beleidigend, von einer Erneuerung und Wiederbelebung zu sprechen, die nötig wäre, um ihren Bestand und ihr Wachstum sicherzustellen, als ob man sie dem Untergange, der Verdunkelung oder anderen derartigen Mängeln ausgesetzt glaubte. Mit solchen Bestrebungen zielen die Neuerer darauf hin, die Grundlagen zu einer neuen, rein menschlichen Einrichtung zu legen und eben das zu erreichen, was Cyprian verabscheut: nämlich die Kirche, die ein göttlich Ding ist, zu "einer menschlichen Sache"[13] werden zu lassen. Die solches planen, mögen erwägen, dass nach dem Zeugnis des hl. Leo dem Römischen Papst allein "die Bestimmung der kirchlichen Rechtsordnung zusteht", dass es nur ihm gegeben ist und nicht einem beliebigen Menschen, irgendetwas über "die von den Vätern überkommenen rechtlichen Einrichtungen" zu beschließen und, wie der hl. Gelasius[14] schreibt, "die Bestimmungen des Kirchenrechts abzuwägen und die tradierten Vorschriften nach reiflicher Überlegung abzuändern, um das, was entsprechend den Zeitumständen im Sinne der Erneuerung der Kirchen geändert werden muss, zu mildern".

V. Eheloses Priesterleben

11 Wir möchten auch Euren Glaubenseifer wachhalten für den Kampf mit der überaus schändlichen Verschwörung gegen die priesterliche Ehelosigkeit. Ihr wisst, dass sie immer gehässiger wird. Nicht wenige selbst aus dem geistlichen Stande machten darin gemeinsame Sache mit den verderblichsten Philosophen unserer Zeit. Würdelos und pflichtvergessen, hingerissen von den Lockungen der Weltlüste, gingen sie so weit, dass sie an einigen Orten es wagten, öffentlich und wiederholt Anträge an die Staatslenker zu richten, jene heilige Institution zu beseitigen. Aber es widerstrebt Uns, Euch mit einer langen Rede über diese schmählichen Versuche hinzuhalten. Wir stellen es lieber mit Vertrauen Eurem Glaubenseifer anheim, gemäß den Vorschriften der heiligen Kirche alle Kräfte aufzuwenden, damit dieses so wichtige Gesetz, gegen das sich von überallher die Pfeile der Lüsternen richten, unversehrt erhalten, beschützt und verteidigt werde.

VI. Die unauflösliche Ehe

12 Auch die ehrwürdige Einrichtung der christlichen Ehe, welche Paulus "ein großes Sakrament in Christus und der Kirche" genannt hat,[15] ruft eindringlich nach Unserer gemeinsamen Sorge, damit nichts Verkehrtes gegen ihre Heiligkeit und Unauflöslichkeit ersonnen oder zu unternehmen versucht werde. Nachdrücklich hat dies schon Unser Vorgänger seligen Angedenkens, Pius VIII., in einem Rundschreiben empfohlen. Aber immer noch erheben sich unheilvolle Anschläge gegen sie. Daher sollen die Völker eindringlich darüber belehrt werden, dass die einmal gültig geschlossene Ehe nicht mehr getrennt werden kann, dass Gott den durch das Eheband Geeinten dauernde Lebensgemeinschaft vorgeschrieben hat, dass dieser Lebensbund nur durch den Tod gelöst werden kann. Sie mögen sich bewusst werden, dass die Ehe zu den heiligen Dingen gehört und deshalb der Kirche untersteht. Sie mögen sich die kirchlichen Ehegesetze vor Augen halten und ihnen in heiligem Gehorsam korrekt nachkommen. Denn von ihrer Erfüllung hängt die Innigkeit, die Kraft und die echte Gemeinschaft des Ehelebens ab. Sie sollen sich davor hüten, aus irgendeinem Grund je etwas zuzulassen, was den Bestimmungen des heiligen Kirchenrechts und den Beschlüssen der Kirchenversammlungen widerspricht, wohl wissend, dass jene Ehen ein unglückliches Ende haben, die der kirchlichen Zucht zuwider oder ohne Anrufung Gottes oder aus bloßer Leidenschaft geschlossen werden, ohne dass die Brautleute in irgendeiner Weise an das Sakrament und die in ihm versinnbildeten Geheimnisse denken.

VII. Gleichgültigkeit im Glaubensleben

13 Nun kommen Wir zu einer weiteren mächtigen Ursache von Übeln, unter denen zu Unserem Schmerz die Kirche heute so schwer leidet. Wir meinen die Gleichgültigkeit, den Indifferentismus, jene verkehrte Ansicht, die durch die Hinterlist der Bösen überallhin verbreitet wurde, man könne durch jedes beliebige Glaubensbekenntnis das ewige Heil erlangen, wenn das sittliche Leben sich nur an der Norm von Korrektheit und Anständigkeit orientiere. Doch werdet Ihr mit Leichtigkeit in einer so klaren und eindeutigen Sache diesen äußerst verderblichen Irrtum von dem Eurer Sorge anvertrauten Volk fernhalten. Der Apostel[16] belehrt uns, dass es nur einen Gott, einen Glauben, eine Taufe gibt. Zurückschrecken sollen jene, die da behaupten, jedes Glaubensbekenntnis eröffne gleicherweise den Weg zur Pforte der Seligkeit, und sie sollen gemäß dem Zeugniswort des Erlösers bedenken, dass gegen Christus ist, wer nicht mit Christus ist,[17] dass unheilvoll zerstreut, wer nicht mit ihm sammelt, dass ohne Zweifel ewig verloren geht, wer nicht am katholischen Glauben festhält und ihn unversehrt und unverletzt bewahrt.[18] Mögen sie Hieronymus hören, der - wie er erzählt - zur Zeit, als die Kirche durch Glaubensspaltung in drei Teile zerrissen war, jedem, der ihn auf seine Seite bringen wollte, in fester Entschlossenheit unermüdlich zugerufen hat: "Wer mit dem Stuhle Petri verbunden ist, der ist mit mir.[19] Falsche Illusionen würde aber einer hegen, der sagte, auch er sei im Wasser wiedergeboren. Ihm würde das Wort des hl. Augustinus gelten: "Dasselbe Aussehen hat auch eine Rebe, die vom Weinstock abgeschnitten ist; aber was nützt ihr das Aussehen, wenn sie nicht von der Wurzel lebt?.[20]

VIII. Meinungs- und Pressefreiheit

14 Aus der Quelle dieser verderblichen Gleichgültigkeit fließt jene törichte und irrige Meinung, oder noch besser jener Wahnsinn, es sollte für jeden die "Freiheit des Gewissens" verkündet und erkämpft werden. Diesem seuchenartigen Irrtum bereitet jene absolute und maßlose Freiheit der Meinungen den Weg, welche sich zum Schaden der kirchlichen und bürgerlichen Sache weitherum verbreitet. Dabei gibt es manche, die mit größter Unverschämtheit behaupten, dass die Religion aus ihr gewisse Vorteile ziehe. "Aber was für einen schlimmeren Tod kann es für die Seele geben als die Freiheit des Irrtums? ", sagte Augustinus.[21] Denn wenn der Zügel zerrissen ist, mit dem die Menschen auf den Pfaden der Wahrheit gehalten werden, dann stürzt ihre ohnehin zum Bösen geneigte Natur rasend schnell in den Abgrund, und Wir sehen wahrhaftig den Höllenpfuhl offen, aus dem Johannes[22] den Rauch aufsteigen sah, der die Sonne verfinsterte, und aus dem Heuschrecken hervorgingen und sich über die ganze Erde verbreiteten. Denn aus jenem Irrtum kommt die geistige Labilität, aus ihm die immer größere Verderbnis der Jugend, aus ihm geht ins Volk die Verachtung der Heiligtümer, der heiligsten Dinge und Gesetze, aus ihm fließt mit einem Wort eine Seuche, die für das öffentliche Leben todbringender ist als jede andere. Die Erfahrung bezeugt es und seit uralter Zeit weiß man es: Staatswesen, die in Reichtum, Macht und Ruhm blühten, fielen durch dieses eine Übel erbärmlich zusammen, nämlich durch zügellose Meinungsfreiheit, Redefreiheit, Neuerungssucht.

15 Hierher gehört auch jene nie genug zu verurteilende und zu verabscheuende Freiheit der Presse, alle möglichen Schriften unter das Volk zu werfen, eine Freiheit, die viele mit äußerst verbrecherischem Eifer fordern und fördern. Mit Schaudern stellen Wir fest, ehrwürdige Brüder, mit welchen Ungeheuern von Lehren oder besser Ausgeburten von Irrtümern wir erdrückt werden, die überall verbreitet werden durch eine gewaltige Menge von Büchern, durch Broschüren und Schriften, an Gewicht zwar klein aber übergroß an Bosheit, aus denen Wir mit Schmerz den Fluch über die Erde ziehen sehen. Leider aber gibt es Leute, die in ihrer Vermessenheit so weit gehen, dass sie hartnäckig behaupten, diese aus der Pressefreiheit hervorgehende Flut von Irrtümern würde übergenug wettgemacht durch irgendein Buch, das inmitten dieses großen Sturmes von Schlechtigkeiten zur Verteidigung von Religion und Wahrheit herausgegeben wird. Es ist unrecht, es ist wider alles Recht, absichtlich eine offenkundige und größere Untat zu begehen, weil zu hoffen ist, dass daraus etwas Gutes entsteht. Welcher vernünftige Mensch wird je sagen, es dürfe Gift frei ausgestreut, öffentlich verkauft, mit sich getragen, ja, gebraucht werden, weil es wohl irgendein Heilmittel gibt, durch dessen Gebrauch man vor dem Tode bewahrt wird?

IX. Der kirchliche Index der verbotenen Bücher

16 Wahrhaftig ganz anders war das Vorgehen der Kirche, wenn es sich darum handelte, die Seuche schlechter Bücher zu bekämpfen, und das schon zu den Zeiten der Apostel, von denen wir lesen, dass sie einen großen Haufen von Büchern öffentlich verbrannten.[23] Es mag genügen, die Gesetze durchzulesen, welche die 5. Kirchenversammlung im Lateran in dieser Hinsicht erlassen hat, und die Bestimmung, welche dann Leo X., Unser Vorgänger seligen Angedenkens, herausgegeben hat, damit "das, was zur Vermehrung des Glaubens und zur Verbreitung der schönen Künste nutzbringend ersonnen wurde, nicht ins Gegenteil verkehrt werde und dem Heile der Christgläubigen zum Verderben sei.[24] Dasselbe war auch die brennende Sorge der Tridentinischen Väter, die als Heilmittel gegen ein derartiges Übel den äußerst heilsamen Beschluss fassten, ein Verzeichnis der Bücher herauszugeben, in denen schlechte Lehren enthalten sind.[25] "Mit aller Kraft soll man kämpfen", sagt Klemens XIII., Unser Vorgänger seligen Angedenkens, in seiner Enzyklika über das Verbot schädlicher Bücher,[26] "mit aller Entschiedenheit ist zu kämpfen, so wie die Sache selbst es erfordert, und nach Kräften ist das todbringende Unheil so vieler Bücher zu verhindern; denn nie wird das Gift des Irrtums vernichtet, wenn nicht die verderblichen Keime des Übels in Flammen aufgehen." Aus dieser ständigen Sorge aller Zeitalter, mit welcher dieser Heilige Apostolische Stuhl stets bestrebt war, verdächtige und schädliche Bücher zu verurteilen und den Händen der Menschen zu entwinden, geht klar hervor, wie falsch und vermessen, wie ungerecht gegen den Apostolischen Stuhl, wie ungeheuer verderbenbringend für das christliche Volk die Lehre jener ist, die eine Bücherzensur nicht nur als überaus drückend und lästig verwerfen, sondern in ihrer Bosheit so weit gehen, dass sie erklären, sie sei den Grundsätzen wahren Rechts zuwider, dass sie es wagen, der Kirche das Recht, ein Verzeichnis von zensurierten Büchern aufzustellen und zu besitzen, überhaupt abzusprechen.

X. Der bürgerliche Gehorsam

17 Wir haben erfahren, dass durch Schriften, die ins Volk geworfen werden, gewisse Lehren verbreitet werden, welche die den Fürsten geschuldete Treue und Gehorsamspflicht ins Wanken bringen und überall die Fackel des Aufruhrs anzünden. Es muss daher sehr darauf geachtet werden, dass die Völker nicht irregeführt werden und so vom rechten Wege abweichen. Alle mögen sich vor Augen halten, dass es nach den Mahnworten des Apostels "keine Gewalt gibt außer durch Gott; die aber bestehen, sind von Gott eingesetzt. Wer also der Obrigkeit widersteht, widersetzt sich Gottes Anordnung, und die so widerstehen, ziehen sich das Strafgericht zu".[27] Göttliche und menschliche Rechte erheben laut die Stimme gegen jene, die durch schmähliche Machenschaften des Aufruhrs und der Empörung die Treue gegen die Fürsten zu untergraben und diese selbst der Herrschaft zu berauben suchen.

18 Aus diesem Grunde wollten sich die ersten Christen nicht mit solcher Schmach beladen. Obwohl sie unter der Wut der Verfolgungen litten, haben sie sich doch bekannterweise um die Herrscher und den Bestand des Reiches sehr verdient gemacht; und sie haben dies nicht nur durch ihre Zuverlässigkeit, durch ihre sorgfältige und diensteifrige Erfüllung der Vorschriften, die nicht im Widerspruch zur Religion standen, in unzweifelhafter Weise bewiesen, sondern ebenso durch Ausdauer bis zum letzten, ja durch Vergießen des Blutes in der Schlacht. "Christliche Soldaten dienten dem heidnischen Kaiser", sagt der hl. Augustinus,[28] "sobald es aber um die Sache Christi ging, erkannten sie als Herrn nur jenen an, der im Himmel ist; sie unterschieden den ewigen Herrn vom zeitlichen, und doch waren sie eben wegen des ewigen Herrn auch dem zeitlichen untertan." Gerade dies hielt sich der hl. Mauritius, der unbesiegte Glaubenszeuge und Führer der Thebäischen Legion, vor Augen, als er nach dem Berichte des hl. Eucherius dem Kaiser folgende Antwort gab:[29] "Deine Soldaten sind wir, Kaiser, doch auch Gottes Knechte, wie wir frei bekennen ... Und jetzt treibt uns die äußerste Lebensnot keineswegs zum Aufstand: siehe, wir halten die Waffen und leisten keinen Widerstand, weil wir lieber sterben als töten wollen." Diese Treue der alten Christen gegenüber den Fürsten tritt um so glänzender hervor, wenn man mit Tertullian[30] bedenkt, dass es damals den Christen nicht an Zahl und Machtmitteln gebrach, falls sie ihre Feinde hätten unschädlich machen wollen. "Wir sind Auswärtige, sagt er, und doch haben wir all das Eurige gefüllt, Städte, Inseln, Festungsplätze, Dorfgemeinden, Weiler, selbst die Heereslager, staatliche Körperschaften, Gemeindeämter, den Palast, den Senat, das Forum ... Zu welchem kriegerischen Unternehmen wären wir nicht fähig und sofort bereit gewesen, selbst bei ungleichen Kräften? Wir würden uns im Krieg bereitwillig niedermachen lassen, wenn es nach dieser unserer Lehre nicht besser wäre, selbst getötet zu werden als zu töten ... ? Wenn wir, eine solche Masse von Menschen, uns von Euch getrennt und in irgend einen Winkel der Erde zurückgezogen hätten, dann hätte der Verlust so vieler und so guter Bürger Eure Herrschaft in Schande zerschmelzen lassen, ja, mit völliger Vernichtung gestraft. Ohne Zweifel wäret Ihr erschreckt ob Eurer Einsamkeit ... und hättet nach Untertanen gesucht; es wären Euch mehr Feinde als Bürger geblieben; jetzt aber habt Ihr ob der Menge der Christen weniger Feinde."

19 Diese herrlichen Beispiele unerschütterlicher Treue gegenüber den Fürsten, welche sich notwendig aus den heiligen Vorschriften der christlichen Religion ergaben, verurteilen die abscheuliche Frechheit und Bosheit jener, die leidenschaftlich in verworfener, zügelloser Gier nach ungehemmter Freiheit darauf ausgehen, alle Rechte der Obrigkeiten ins Wanken zu bringen und zu zerreißen, aber unter dem Schein der Freiheit den Völkern doch nur Knechtschaft bringen. Diesem Ziele dienten insgesamt die verbrecherischen Hirngespinste und Machenschaften der Waldenser, Begarden, der Anhänger Wiclefs und anderer Belialssöhne, die Schmutz- und Schandflecken des Menschengeschlechts waren und daher mit Recht vom Apostolischen Stuhl mit dem Bann bestraft wurden. Denn auf gar nichts anderes lenken diese verderblichen Menschen all ihre Kräfte, als dass sie mit Luther jubelnd sich beglückwünschen können, von allem frei zu sein. Und um dies leichter und schneller zu erreichen, greifen sie mit unüberbietbarer Kühnheit zu jedem verbrecherischen Mittel.

XI. Trennung von Kirche und Staat

20 Ebenso wenig Erfreuliches für Kirche und Staat können Wir von jenen erwarten, die Kirche und Staat trennen und das gegenseitige Einvernehmen zwischen weltlicher und geistlicher Obrigkeit zerstören möchten. Es ist ja bekannt, dass die Anhänger der schrankenlosen Freiheit diese Eintracht sehr fürchten, weil sie sowohl für die kirchliche als für die staatliche Sache stets glückbringend und heilsam war.

XII. Verderbliche Gesellschaften

21 Zu den übrigen bitteren Ursachen, die Uns Sorge machen und die Uns in der gemeinsamen Bedrängnis mit besonderem Schmerz bedrücken, kommen hinzu gewisse Gesellschaften und Zirkel, die im Verein mit Anhängern jedweden, auch falschen Glaubens und Bekenntnisses unter Vortäuschung der Ehrfurcht vor der Religion, in Wirklichkeit aber in der Absicht, überall Neuerungen und Aufruhr zu entfachen, Freiheiten aller Art predigen, jedoch nur Verwirrung im geistlichen und weltlichen Bereich stiften und die heilig zu haltende Autorität untergraben.

XIII. Schlusswort: Aufruf zum Gebet, Segen

22 In diesem Schmerz Unserer Seele, aber auch im Vertrauen auf jenen, der den Sturmwinden gebietet und Ruhe schafft, schreiben Wir Euch, Ehrwürdige Brüder, damit Ihr, angetan mit dem Schild des Glaubens, mutig die Schlachten des Herrn zu schlagen Euch bemüht. An Euch ist es ja vorzüglich, wie eine Mauer zu stehen gegen alle - und wären sie Legion -, die sich gegen Gottes Lehre erheben. Schwingt das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist, und wer hungert nach Gerechtigkeit, möge von Euch das Brot erhalten. Als kundige Arbeiter in den Weinberg des Herrn gerufen, sollt Ihr um das eine Euch mühen: einträchtig darauf hinarbeiten, dass jegliche Wurzel die bittere Frucht bringt, aus dem Euch anvertrauten Acker herausgerissen werde, dass jeder Same von Lastern vernichtet werde und so eine reiche Ernte von Tugenden heranreife. Besonders jene sollt Ihr mit väterlicher Liebe umsorgen, die ihren Geist in die heiligen Wissenschaften und in philosophische Fragen vertiefen. Mahnt und fördert sie, damit sie nicht, vermessentlich gestützt auf die Kräfte der bloßen Vernunft, unklug vom Pfad der Wahrheit auf den Weg der Gottlosen abirren. Sie sollen sich erinnern, dass Gott ein Gott der Weisheit ist und ein Prüfer der Weisen,[31] dass es unmöglich ist, ohne Gott Gott zu erkennen, der durch das Wort die Menschen das Wissen um Gott lehrt.[32] Zeichen eines hochmütigen, ja törichten Menschen ist es, die Geheimnisse des Glaubens, die alles geschöpfliche Begreifen übersteigen, nach menschlichen Maßen zu erforschen und auf die Erkenntniskraft unseres Geistes zu vertrauen, die dem Zustand der menschlichen Natur gemäß schwach und unzureichend ist.

23 Diesen gemeinsamen Wünschen für das Wohl von Kirche und Staat mögen überdies die Regierenden, Unsere in Christo geliebten Söhne, tatkräftig entgegenkommen, und zwar kraft ihrer Machthoheit, welche sie, so mögen sie bedenken, nicht nur zur Leitung der Welt, sondern ganz besonders zum Schutz der Kirche erhalten haben. Möchten sie stets erkennen, dass für ihre Herrschaft und Ruhe getan wird, was immer für das Heil der Kirche gearbeitet wird. Ja, mögen sie überzeugt sein, dass die Sache des Glaubens für sie mehr gilt als jene ihres Reiches. Als etwas für sie Großes sollen sie es achten, so sprechen Wir mit dem heiligen Papst Leo, "wenn die Hand des Herrn zum Stirnreif ihrer Herrschaft noch die Krone des Glaubens hinzufügt". Zu Vätern und Schützern der Völker bestellt, sichern sie ihnen einen wahren, dauernden und ruhigen Wohlstand, wenn sie besonders dafür besorgt sind, dass die gläubige und kindlich fromme Gesinnung gegenüber Gott unversehrt sei, auf dessen Hüfte geschrieben steht: "König der Könige und Herrscher der Herrschenden".[33]

24 Damit aber all dies sich glücklich erfülle, lasst Uns Augen und Hände erheben zur heiligsten Jungfrau Maria, die allein alle Irrtümer besiegt, die auch Unsere größte Zuflucht, ja der wahre Grund Unserer Hoffnung ist.[34] Durch ihre Fürbitte erwirke sie in dieser großen Not der Herde des Herrn Unsern Bestrebungen, Planungen, Handlungen besten Erfolg. Auch vom Apostelfürsten Petrus und seinem Mitapostel Paulus erflehen Wir in demütigem Gebete, dass Ihr alle wie eine Schutzmauer dasteht, damit kein anderer Grund gelegt werde als der, welcher bereits gelegt ist. Auf diese freudige Hoffnung gestützt, vertrauen Wir, dass der Urheber und Vollender des Glaubens, Jesus Christus, uns alle endlich trösten werde inmitten der Trübsale, die Uns so sehr heimgesucht haben. Als Pfand himmlischen Schutzes erteilen Wir in großer Liebe Euch, ehrwürdige Brüder, und der Eurer Sorge anvertrauten Herde den Apostolischen Segen.

Gegeben zu Rom, bei S. Maria Maggiore, am 18. der Kalenden des September,
am Fest der Himmelfahrt der seligen Jungfrau Maria, im Jahr 1832 nach der Menschwerdung des Herrn,

im zweiten Jahr Unseres Pontifikats.

Gregor XVI. PP.

Anmerkungen

  1. Vgl. Lk 22,32 EU.
  2. Vgl. 1 Kor 4,21 EU.
  3. Lk 22,53 EU.
  4. Jes 24,4.5 EU.
  5. Papst Cœlestin I., Brief Apostolici verba præcepti an die Bischöfe Galliens, Mai 431.
  6. Agatho, ep. Brief Omnium bonorum spes ad Imperatores PL LXXXVII 1221, 27. März 680.
  7. Innozenz, ep. 11.
  8. Cyprian, De unitate Ecclesiae.
  9. Conc. Flor., sess. XXV, Mansi (Venet, 1798) vol. XXXI.
  10. Hieronymus, ep. LII ad Nepot, PL XXII 527.
  11. Ex can. apo 38, Labbe, I 38, Ed. Mansi.
  12. Conc. Trid., sess. XIII, decr. de Euch., prooem.
  13. Cyprian, ep. 52.
  14. Gelasius,ep. ad episc. Lucaniae, PL LlX 47.
  15. Eph 5,32 EU.
  16. Eph 4,5 EU.
  17. Lk 11,23 EU.
  18. Glaubensbekenntnis des hl. Athanasius.
  19. Hieronymus, ep. 57.
  20. Augustinus, in psalm., contra part. Donat. PL XLII 23.
  21. Augustinus, ep. 166, PL XXXIII 720.
  22. Offb 9,3 EU.
  23. Apg 19,19 EU.
  24. Act. Conc. Later. V, sess. X, const. Leonis X, Mansi XXXII 902.
  25. Conc. Trid. sess. XVIII und XXV, Mansi XXXIII 118, 194.
  26. Klemens XIII., Enzykl. Christianae, 25. November 1766.
  27. Röm 13,2 EU.
  28. Augustinus, in psalm. CXXIV 7, PL XXXVII 1653.
  29. Eucherius, Passio Agaunensium martyrum, CSEL XXXI pars I 165.
  30. Tertullianus, In apologet. c. 37, PL I 463.
  31. Weish 7,15 EU.
  32. Irenaeus, Adversus haereses IV 6, PG VII 986.
  33. Offb 19,16 EU.
  34. Bernhard, serm. de nato S. M. V. § 7, PL CLXXXIII 438.
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