Mutter der schönen Liebe

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Die Verehrung Marias als Mutter der schönen Liebe (frz.: Mère du bel amour, engl.: Mother of Fair Love, ital.: Madre del bell'amor) verbreitet sich erst in jüngerer Zeit stärker. Die Kirche hat diese Bezeichnung Mariens aus der Rede der Weisheit in Ecclesiasticus (Nova Vulgata) 24, 24 entlehnt: Ego mater pulchrae dilectionis et timoris et agnitionis et sanctae spei. ("Ich bin die Mutter der schönen Liebe und (Gottes-) Furcht und der Erkenntnis und heiligen Hoffnung"; Jesus Sirach 24,18; in der "Einheitsübersetzung" in eine Fußnote verlegt.)

Papst Benedikt XVI. sagte darüber zum Angelus am 8. Dezember 2007:

"Welch großes Geschenk ist es, die unbefleckt empfangene Maria zur Mutter zu haben! Eine Mutter, die in ihrer Schönheit erglänzt und die Liebe Gottes durchscheinen läßt. Ich denke an die jungen Menschen von heute, die in einem Umfeld aufgewachsen sind, das von Botschaften gesättigt ist, die falsche Modelle des Glücks vorbringen. Diese Jungen und Mädchen laufen Gefahr, die Hoffnung zu verlieren, da sie oft Waisen der wahren Liebe zu sein scheinen, die das Leben mit Freude und Sinn erfüllt. Dieses Thema lag meinem verehrten Vorgänger Johannes Paul II. sehr am Herzen, der so viele Male der Jugend unserer Zeit Maria als „Mutter der schönen Liebe“ vorgeschlagen hat*. Nicht wenige Erfahrungen sagen uns bedauerlicherweise, dass die Jugendlichen, die jungen Männer und Frauen und sogar die Kinder der Verderbnis der Liebe leicht zum Opfer fallen können, betrogen von skrupellosen Erwachsenen, die sich selbst und die jungen Menschen anlügen und sie so in die Sackgasse des Konsumismus hineinziehen. Auch die heiligsten Wirklichkeiten wie der Leib des Menschen, Tempel des Gottes der Liebe und des Lebens, werden so zu Gegenständen des Konsums – und das immer früher, schon in der Zeit vor der Pubertät. Wie traurig ist es doch, wenn die Jungen und Mädchen das Staunen, den Zauber der schönsten Gefühle, den Wert der Achtung für den Leib verlieren, die Manifestation der Person und ihres unergründlichen Geheimnisses sind!"

Im litauischen Wallfahrtsort Pazaislis wird ein Marienbild "Mutter der schönen Liebe" verehrt, Kamaldulenser Madonna genannt, das Papst Alexander VII. 1661 dem Stifter der dortigen Kirche schenkte. In Cañete (Peru) existiert ein Heiligtum Santuario Nuestra Señora Madre del Amor Hermoso, für das 1991 eine neue Kapelle geschaffen wurde. Das Gnadenbild schenkte 1965 der Hl. Josemaria Escrivá (vgl.: Der Weg, Nr. 504). Dort wird das Fest der Mutter der schönen Liebe am letzten Sonntag im Mai gefeiert.

Weblinks

Siehe auch: Marienfeste

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