Nizänisches Glaubensbekenntnis

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Nizänische Glaubensbekenntnis wurde auf dem 1. Konzil von Nicäa im Jahr 325 formuliert (DH 125+126).

==Hintergrund Arius († 336) leugnete die Wesensgleidlheit der zweiten Person Gottes mit dem Vater: das Wort sei vor der Zeit frei vom Vater geschaffen worden. - Die Menschwerdung besteht nach Arius nicht in der Annahme einer vollen Menschennatur, mit Leib und Seele, durch das Wort, sondern in der Annahme nur eines Leibes. Arius wurde endgültig von der Allgemeinen I. KirchenversammIilng zu Nizäa (325) verurteilt.

Den wahren Glauben an die Wesenseinheit des Sohnes mit dem Vater faßte das Konzil in einem Glaubensbekenntnis zusammen, dem es die Verurteilung der wesentlichsten Irrtümer des Arius beifügte. Eine erklärende Erweiterung des Nizänischen Glaubellsbekenntnisses ist das Glaubensbekenntnis des Epiphanius.

Das Nizänische Glaubensbekenntnis

"Wir glauben an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge, und an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener gezeugt vom Vater, das heißt aus der Wesenheit des Vaters, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesenseins mit dem Vater, durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist, der um uns Menschen und um unserer Heiles willen herabgestiegen und Fleisch und Mensch geworden ist, gelitten hat und am dritten Tage auferstanden ist, aufgestiegen zu den Himmeln und kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten. Und an den Heiligen Geist.

Diejenigen aber, die da sagen, es habe eine Zeit gegeben, da der Sohn Gottes nicht wahr, und er sei nicht gewesen, bevor er gezeugt wurde, und er sei aus nichts geworden oder aus einer anderen Substanz oder Wesenheit, oder der Sohn Gottes sei wandelbar oder veränderlich, diese schließt die apostolische und katholische Kirche aus."

Quelle

  • Neuner-Roos: Hg. Karl Rahner und Karl-Heinz Weger: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung. Nr. 155+156 (10. Auflage; 604 Seiten; Imprimatur Regensburg 8. September 1971 Der Generalvikar, i. V. Lorenz Rosner, Domkapitular)
Meine Werkzeuge