Notburga von Eben

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die hl. Notburga von Eben, auch Notburga von Rattenberg, (* um 1265 in Rattenberg; † 14. September 1313 auf Schloss Rottenburg im Tirol) war eine Dienstmagd. Sie ist Patronin der Dienstmägde, der Bauern, des Feierabends, für eine glückliche Geburt, bei Viehkrankheiten, in allen Nöten der Landwirtschaft und des Feierabends. Sie ist Vorbild für den Arbeitseifer, der Treue, der opferbereiten Nächstenliebe und tiefer Frömmigkeit. Ihr Gedenktag ist der 14. September.

Biografie

Notburga wurde mit 18 Jahren Magd auf einem vornehmen Schloss. Ihre besondere Liebe galt den Armen, denen sie jeden Abend die Reste der Nahrungen brachte. Als ihre Herrin starb, begann für das Dienstmädchen eine schlimme Zeit, da die neue Schlossfrau den Gottesdienst und das Geben von Almosen verbat und sie, nachdem sie bemerkt hatte, dass Notburga ihr eigenes Essen zu den Armen trug, aus dem Haus warf.

Ihre neue Dienststelle war in Eben. Dort diente sie einem Bauern, mit dem sie vereinbart hatte, nach dem Feierabend in die kleine Rupertuskirche zum Gebet und zur heiligen Messe gehen zu dürfen. Eines Tages bei der Ernte, versuchte der Bauer, sie zu längerer Arbeit zu überreden. Notburga warf daraufhin ihre Siechel in die Luft und da diese über der Erde schwebte und nicht zu Boden fiel, zeigte sich, dass es nicht Gottes Wille war, länger als abgemacht zu arbeiten. Nach dem Tod der habgierigen Schlossherrin kehrte Notburga wieder auf das Schloss zurück, das unter ihr einen großen wirtschaftlichen Aufschwung zu verzeichnen hatte.

Sie starb am 14. September 1313 mit 47 Jahren und wurde von Ochsen in die Rupertuskirche gezogen, wo sie auch heute noch begraben liegt.

Am 19. Oktober wurden ihre Gebeine erhoben und im September 1738 in der neu erbauten Kirche in Eben im Glasschrein auf dem Hochaltar beigesetzt. Notburga als Volksheilige wurde im Jahre 1862 von Papst Pius IX. bestätigt. Sie wird dargestellt mit Milchkrug und Brot in der Schürze, mit einer Getreidegarbe und freiwerdender Sichel.

Meine Werkzeuge