Ottobeuren

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Die Abtei zu den heiligen Alexander und Theodor, ist eine Benediktinerabtei in Ottobeuren in der Diözese Augsburg.

Das Kloster Ottobeuren wurde 764 als Familienkloster der Grafen Silach gegründet und ist seitdem ununterbrochen von Mönchen bewohnt. Im 12. Jahrhundert führte der selige Abt Rupert die Hirsauer Reform ein und erneuerte das klösterliche Leben. Unter seinem Nachfolger blühte dann eine Schreibschule, deren bedeutende Buchmalereien heute leider nicht mehr am Ort zu sehen sind.

Eine zweite Blüte erlebte das Kloster im 16. Jahrhundert, als es ein Zentrum des süddeutschen Humanismus wurde und schon früh eine Druckerei betrieb. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem das Kloster schwer gelitten hatte, blühte es unter Abt Rupert II. Neß im 18. Jahrhundert gewaltig auf. Er förderte sowohl das religiöse, wie auch das soziale, wirtschaftliche und künstlerische Leben sowohl im Kloster, als auch im Stiftsgebiet. Sichtbares Zeichen dieser Jahre ist die mächtige barocke Klosteranlage mit ihrem Abschluß, der Klosterkirche, die eines der Hauptwerke des europäischen Barock darstellt. Am 1. Dezember 1802 als Reichsstift aufgehoben, wurde das Kloster am 16. Dezember 1834 von König Ludwig I. von Bayern wiedererrichtet und als Priorat mit der Abtei St. Stephan in Augsburg verbunden. Gelungen war dies weil sich die Mönche weder durch Drohungen noch durch Schikanen aus dem Kloster vertreiben ließen!

Am 2. Juli 1918 durch Papst Benedikt XV. zur Abtei erhoben, wurde Ottobeuren am 14. September 1919 vom Freistaat Bayern als selbständiges Kloster anerkannt. 1920 wurde Joseph Maria Einsiedler zum ersten Abt bestellt. 1926 wurde die Klosterkirche von Papst Pius XI. zur Päpstlichen Basilika minor erhoben.

Seit 1893 gehört Ottobeuren zur Bayerischen Benediktinerkongregation.

Die Abtei verfügt über ein eigenes Bildungshaus für Einzel- und Gruppenexerzitien und Kloster auf Zeit. Bedeutendste Eigenveranstaltung der Abtei ist die jährlich stattfindende Ottobeurer Studienwoche.

Der Konvent besteht aus 22 Mönchen. Abt ist seit 2002 Paulus Weigele OSB.

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