Paradigma

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Paradigma heißt griech. "Beispiel". Im Anschluss an das wissenschaftstheoretische Werk von Thomas S. Kuhn (1962) wurde es zum Modewort. Kuhn meint damit, dass in der Historie der Naturwissenschaft keine lineare Evelotion erfolgt, Wissen nicht schlicht kumulativ angesammelt wird, sondern bestimmte Phasen durch bestimmte Leitmodelle gekennzeichnet sind, die einander ablösen, so gen. "Paradigmenwechsel". Insbesondere durch Hans Küng wurde dieser Begriff (schon logisch unzulässig, weil ohne Relevanz für die Offenbarung), auch innerhalb der modernen Theologie popularisiert.

Das fundamentaltheologische Problem einer verständlichen Kommunikation des Dogmas in Verkündigung und Katechese wird so aber nicht gelöst. Gemeint ist bei Küng u.a. nämlich nur, unter Vernachlässigung der Eigenart wissenschaftlicher Theologie, eine Art von "Primat" des aktuellen "Paradigmas", mithin also der philosophische Naturalismus. Wie immer: verwendet Küng auch den wissenschaftstheoretischen Begriff Paradigma mit bewusster Ungenauigkeit; was aber seine massenhafte Verbreitung noch förderte, anstatt sie vernünftigerweise zu hemmen.

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