Prälat

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Der Begriff Prälat (von lat. praelatus, bevorzugt) ist

a.) Oberbegriff für sämtliche höheren Amtsträger der römischen Kirche, insbesondere der Bischöfe,

b.) Titel eines nicht voll-bischöflichen Amtsträgers mit eigener Jurisdiktion über ein Territorium oder einen Personenverband (Apostolische Prälatur, Personalprälatur),

c.) Ehrentitel für verdiente Priester, die Päpstlicher Ehrenprälat werden können.

Prälaten im eigentlichen Sinne nach dem Kirchenrecht alle Welt- und Ordenskleriker, die im äußeren Bereich von Amts wegen Regierungsgewalt (Jurisdiktion) besitzen, und zwar haben die höheren Prälaten (Bischöfe, Metropoliten, Primaten und Patriarchen) bischöfliche und die niederen Prälaten (zu denen und auch die höheren Oberen in exempten Priestergenossenschaften, vom Provinzial aufwärts, gehören) gleichsam bischöfliche Jurisdiktion.

Wenn diese Jurisdiktion sich nicht nur auf die Ordensmitglieder, sondern auch auf ein bestimmtes Gebiet mit Klerus und Volk erstreckt, das aus dem Verband der Diözese herausgenommen ist, spricht man von "gefreiten" Prälaten bzw. Äbten (praelatus bzw. abbas nullius). Sie haben meistens (nicht immer) die Bischofsweihe. Die ersteren sind allerdings gewöhnlich keine Ordensleute. Daneben gibt es die Kurial-Prälaten, d.h. hohe Beamte an der römischen Kurie, und endlich die vom Papst ernannten Ehren-Prälaten ohne Jurisdiktion, zu denen die Apostolischen Pronotare, Ehrenprälaten und päpstlichen Kapläne ("Monsignore") gehören.

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