Römischer Ritus

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Als Römischer Ritus wird die Liturgie nach der Tradition der Lateinischen Kirche bezeichnet, in der Weise, wie dies der Papst als Bischof von Rom amtlich vorschreibt. Zentrale Ausdrucksform der Liturgie ist die Heilige Messe (siehe dort). Die ältesten Elemente des Ritus der römischen Messe gehen mutmaßlich auf die apostolische Zeit zurück.

Inhaltsverzeichnis

In moderner Zeit

Anlässlich der Reformation musste die Gültigkeit der Sakramente dringend gesichert werden. Bei Inkrafttreten des Missale Romanum i.d.F. von 1570, das im Anschluss an das Konzil von Trient neu geordnet wurde, blieben ältere örtliche Traditionen, die vom Römischen Ritus abweichen, zum Teil erhalten. In einem, erst 1917 mit dem Codex Iuris Canonici abgeschlossenen, Prozess der Vereinheitlichung setzte sich die römische Form der Eucharistie jedoch in Westeuropa und den Missionsländern allgemein durch. Zu dieser Zeit machte die Liturgische Bewegung jedoch bereits auf eine liturgische Krise aufmerksam, die durch Reformen überwunden werden sollte.

Jüngste Entwicklung

Angestoßen durch die Liturgiekonstitution Sacrosanctum, Concilium des II. Vatikanums wird der Römische Ritus heute gemäß den Vorgaben des Missale Romanum von 1970 resp. 2002 zelebriert (lateinisch oder in der Volkssprache). Die Reform des Römischen Messbuchs beruht auf der von Papst Paul VI. am 3. April 1969 veröffentlichten Apostolische Konstitution Missale romanum. Das Ergebnis dieser Reform wird von traditionsorientierter Seite herabsetzend auch als "Neue Messordnung", lateinisch Novus Ordo Missae, bezeichnet. Das Zweite Vatikanische Konzil hatte jedoch in Sacrosanctum Concilium Nr. 50 gefordert, die mit der Liturgiereform neu zu fassende Liturgie habe sich an der "Altehrwürdigen Norm der Väter", den ältesten römischen Traditionen des 1. Jahrtausends n.Chr. und mithin dem Typus der Römischen Messe (im Unterschied insbesondere zur orientalischen Liturgie; siehe Byzantinischer Ritus bzw. Ritus allgemein) zu orientieren. Papst Benedikt XVI. erklärte in einer Ansprache vor den Mitarbeitern der Kurie am 22. Dezember 2005, dass er eine Interpretation des letzten Konzils unter dem Leitbegriff der Diskontinuität, des „Bruchs“, ablehne. Die Kirche habe ihre wahre Natur und ihre Identität bewahrt und vertieft. Sie „war und ist vor und nach dem Konzil dieselbe eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“.

Ordentliche und außerordentliche Form des Römischen Ritus

Papst Benedikt XVI. hat mit seinem Motu Prorio "Summorum Pontificum" vom 7. Juli 2007 angeordnet, dass die Feier der Heiligen Messe (und der übrigen Sakramente) nach den liturgischen Büchern von vor 1969 (nämlich 1962) jederzeit erlaubt sei. Der Römische Ritus sei ein Ritus mit zwei Formen, jenen nach den liturgischen Büchern von 2002 als ordentliche und jene von 1962 als außerordentliche Form. Beide Formen sollen einander bereichern. Die jeweiligen Bischöfe sorgen für die Umsetzung.

Siehe auch: Römisch-Katholische Kirche, Ordo Missae.

Quelle

Papst Paul VI., Apostolische Konstitution Missale Romanum vom 3. April 1969.

Weblinks