Radiästhesie

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In der Radiästhesie geht es um Strahlengitternetze oder Wasseradern, die von „fühligen Personen“ mit dem Pendel oder der Wünschelrute festgestellt werden können.

Inhaltsverzeichnis

Radiästhesie und Naturwissenschaft:

Es gab einige wissenschaftliche Untersuchungen zB. Eine groß angelegte in München 1990 – kein einziger Radiästhet konnte im wissenschaftlichen Untersuchungsverfahren seine Fähigkeiten nachweisen.

Physikalisches Pendeln – mentales Pendeln?

Physikalisches Pendeln findet man zB bei der Pendeluhr; das kann man berechnen, physikalisch beobachten. Radiästhesie ist immer ein mentales Phänomen. Ein Pendel auf einer Aufhängung oberhalb einer Wasserader oder Strahlenzone pendelt nicht, es braucht dafür den Radiästheten. Es geschieht keine Wirkung der Strahlen auf die Physik des Pendels. Mentales Pendeln ist Einstieg in die Welt des medialen, und daher gefährlich. Der Radiästhet muss sich mental dafür öffnen und einstellen: sucht er Wasser, sucht er Erdstrahlen? … eine mentale Frage; man muss sich öffnen für Informationen, die auf dem herkömmlich sinnlichen Weg nicht zu erfahren sind.

Handelt es sich um eine „natürliche Gottesgabe“?

  • Es ist wissenschaftlich nicht nachzuweisen, dass es diese Gabe gibt – also darf man anzweifeln, dass es eine Gottesgabe ist.
  • Viele Radiästheten machen sich mit dem Pendel Zeichen aus: Zuerst wird das Wasser gesucht… nächste Frage: wie tief, wie viel Wasser ist da, welche Qualität hat das Wasser. Wie ausgemacht, schlägt das Pendel dann soundso oft aus. Das ist nicht mehr Physik sondern „ars noetica“ (Thomas von Aquin) = verbotene Art der Erkenntnisgewinnung.
  • Es gibt Pendeln nicht nur in der Natur, sondern auch auf der Landkarte – das ist Wahrsagerei! Der Radiästhet hat bereits aufgemacht für ein Wirken als Medium.
  • Wasseradern werden nicht nur aufgespürt, sondern auch „verschlagen“ – hier darf die Wissenschaftlichkeit stark angezweifelt werden.
  • Der Weg vieler Radiästheten: Viele Radiästheten sind dadurch psychisch belastet (Depressionen, Störungen), sie dürfen nicht zu viel damit arbeiten.
Ein Radiästhet, der sich abgewendet hat, sagt: man macht dabei die Seele für Kräfte auf, von denen man nicht weiß, welche Kräfte das sind, und man weiß nicht, ob man die Tür wieder zubekommt. Physik ist es nicht.

Aspekt der Psychohygiene

  • Radiästhesie auszuüben kann zu Depression und schweren psychischen Belastungen führen.
  • Strahlengefängnis sperrt Menschen ein, sie können nicht mehr in der Freiheit der Gotteskinder leben – Gebet macht von Strahlenfühligkeit frei.
  • In Klöstern, wo gependelt wird, gibt es geistliche Zerrüttung, das geistliche Leben trocknet aus. In den 40-er Jahren gab es bereits von Rom aus ein Schreiben, dass Pendeln und Wünschelrute für Priester und Ordenspersonen verboten ist, und die Wissenschaft forschen möge, da damals schon klar war, dass es ein vermischtes Gebiet ist.

Geobiologischer Aspekt

Störeinflüsse von Wasseradern oder sonstigen schädigenden Erdstrahlen, sind einigermaßen nachweisbar. Wenn eine Katze in einem leeren Raum sich stets auf derselben Stelle zur Ruhe legt, kann man davon ausgehen, dass an diesem Platz eine Störzone vorhanden ist, welche dem Menschen schadet. Genau umgekehrt verhält es sich bei einem Hund oder einer Kuh. Steht jedoch ein Bett in diesem Raum, kann die Katze oder der Hund auch aus einem anderen Grund dort ausruhen. Jedenfalls sollten Rutengänger, die diesen Liebesdienst für andere tun, kerngesund sein, am besten mit dem Segen des Bischofs, da die Erfahrung zeigt, dass es für den Ausübenden nicht unproblematisch ist.

Bewertung aus christlicher Sicht

Radiästhesie, Pendeln, Wünschelrute und Mantik sind meistens abzulehnen, da:

  1. eine "schiefe Ebene" in den Mediumismus, die Wahrsagerei, "ars noetica"
  2. beim Ausübenden zu Depression oder schweren psychischen Belastungen führen kann
  3. eine dem geistlichen Leben oft entgegen gerichtete Wirkung beobachtet werden kann.

Bewertung durch die Katholische Kirche

Generell ist jede Art von Wahrsagerei, Okkultismus und Magie von der Katholischen Kirche verboten (KKK 2116f). Die Radiästhesie ist für Priester und Ordensleute verboten (siehe Dekret vom 26. März 1942). Weitere kirchliche Kriterien gibt Erzbischof DDr. Karl Berg im Vorwort zu einem von Buch Käthe Bachlers, in dem er das Dekret voraussetzt: "Frau Käthe Bachler, eine gläubige und praktizierende Katholikin, ist bemüht, das Evangelium im Alltag zu leben. Sie hat ein besonderes Charisma. ... Daher warnt die Kirche vor der Benützung dieser Instrumente zu okkulten Experimenten. Sie weist darauf hin, dass die Arbeit mit Rute und Pendel gefährlich werden kann, wenn Stolz, Neugierde, Unbeherrschtheit und Gewinnsucht ein Beweggrund sind. Wenn aber ein Christ ganz dem Willen Gottes tun will, sich bei der radiästethetischen Arbeit durch das Gebet schützt, wenn er diese Instrumente also nur im natürlichen Bereich - für Werke der Liebe -, z. B. zur Brunnensuche oder zur Wohnungsuntersuchung, verwendet, so ist diese Arbeit auch von der Kirche gutgeheißen."[1] Weitere Kriterien eines Bischofs können klugerweise sein: keine Person unter 30 Jahren; und Menschen, die an Geist, Seele und Körper stabil sind.

Fazit: Es liegt keine eindeutige, verbindliche Stellungnahme des Papstes zur Ausübung/Anwendung der Radiästhesie durch Laien zur Brunnensuche vor. Verboten ist dem Laien jedenfalls jede Anwendung in magischer, wahrsagerischer und okkulter Weise. Priestern und Ordenspersonen ist jegliche Ausübung von Radiästhesie verboten.

Päpstliches Schreiben

Literatur

  • Pater Dr. Clemens Pilar COp, "Eingangstore des Bösen im Alltag" - Parawissenschaften. - CD erhältlich bei der Jüngergemeinschaft
  • Käthe Bachler: Erfahrungen einer Rutengängerin. Geobiologische Einflüsse auf den Menschen, Mit einem Vorwort von DDr. Karl Berg, Veritas Verlag 1997 (15. Auflage; ISBN 3-85329-463-4).
  • Käthe Bachler: Der gute Platz. Eine große Hilfe für die Gesundheit an Körper, Seele und Geist Verits Verlag (112 Seiten).
  • Käthe Bachler: Direktsuche des Guten Platzes. Beweise und Belege, Verrats Verlag (128 Seiten; ISBN 3-7058-5022-9).
  • Pendeln - Soll ich - oder soll ich nicht?
 Ruhland Verlag Altötting (32 Seiten).
  • Rolshausen, Wilhelm Freiherr von:
  • Wilhelm Frhr. von Rolshausen: Neue Erfahrungen mit der Wünschelrute in Wald und Feld, im Haus und im Stall.Josef Habbel Verlag, um 1931 und um 1950 (103 Seiten).
  • Die Wünschelrute. Dreißigjährige Erfahrungen und Beobachtungen. Josef Habbel Verlag ca. 1930 (87 Seiten; Erstausgabe).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Siehe Vorwort von DDr. Karl Berg im Buch von Käthe Bachler, Erfahrungen einer Rutengängerin.
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