Regina Willi

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Agnes Regina Willi (Prof. Dr.; * 1968, Schweiz; † 8. Juni 2019) war Professorin für Altes Testament und korrespondierendes Mitglied der Pontificia Academia Mariana Internationalis.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Regina Willi stammte aus Mels im Kanton St. Gallen (Schweiz). Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Fribourg und Innsbruck 1988-1994 trat sie als Schwester in die Gemeinschaft der Seligpreisungen ein.[1]Sie absolvierte sie ein Doktoratsstudium (1999-2004) in Toulouse, Rom und Lugano. An der Theologischen Fakultät Lugano wurde sie mit ihrer auf Französisch geschriebenen Arbeit zum Thema der Hoffnung in der Verkündigung des Propheten Jeremia zur Zeit des babylonischen Exils im Jahre promoviert (Mai 2004). Es folgten eine Tätigkeit als Dozentin für Altes Testament an der Theologischen Fakultät Lugano (2005-2007) sowie seit 2007 eine außerordentliche Professur für Altes Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Heiligenkreuz und seit 2010 als ordentliche Professorin. Seit 2013 wirkte sie als Assistentin im Fachbereich Theologie der Spiritualität an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Ihre Habilitationsschrift war im Sommer 2019 fast fertiggestellt. Am Samstag vor Pfingsten verstarb sie nach kurzer, schwerer Krankheit.[2] Das Requiem fand am 18. Juni 2019 in der Franziskanerkirche in Wien statt.[3]

Mitgliedschaften

Seit 2010 war sie Mitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie (DAM) und seit 2012 korrespondierendes Mitglied der „Pontificia Academia Mariana Internationalis“ (PAMI). Bei der Würzburger Tagung der DAM im Juni 2018 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zu den mariologischen Tagungen der DAM und der PAMI verfasste sie gründliche, insbesondere über die Grundlagen der Herz-Mariä-Verehrung in der Heiligen Schrift (2011), über die Deutung des Hohenliedes in der Geschichte der Bibelauslegung (2015), über die Kraft der Hoffnung in Maria gemäß der mittelalterlichen Exegese (2015) sowie über Maria als „Mutter der Einheit“ im Johannesevangelium (2018). Aus dem Italienischen übersetzte sie das grundlegende Werk des italienischen Exegeten Aristide Serra über „Die Frau des Bundes“ (2015). In einem theologisch-pastoralen Kommentar zum „Katechismus der Katholischen Kirche“, auf Italienisch herausgegeben von Rino Fischella (2017), verfasste sie den Teil über „Maria – Mutter Christi, Mutter der Kirche“.[4]

Seit 2015 engagierte sie sich in der "Edith Stein Gesellschaft Österreich" (ESGÖ) durch Publikationen, Vertiefungsveranstaltungen und durch die Mitorganisation der Edith Stein Sommerakademie. Sie war auch Mitglied des Vorstands der (ESGÖ).[5] Ebenfalls seit 2015 seit Mitglied des Vorstand im Rosenkranz-Sühnekreuzzug.[6]

Werke

Weblinks

Anmerkungen

  1. Nachruf der Edith Stein Gesellschaft, abgerufen am 12, März 2021
  2. Nekrolog der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie (DAM), Prof. Dr. Manfred Hauke, Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie, 12. Juni 2019, abgerufen am 12, März 2021
  3. Das Institut für Historische Theologie trauert um Dr. Regina Willi (1968-2019) - Jahresgedächtnis von Marianne Schlosser
  4. Nekrolog der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie (DAM), Prof. Dr. Manfred Hauke, Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie, 12. Juni 2019, abgerufen am 12, März 2021
  5. Nachruf der Edith Stein Gesellschaft, abgerufen am 12, März 2021
  6. RSK, abgerufen am 12. März 2021
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