Romuald

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Romuald (* um 951/952 in Ravenna; † 19. Juni 1027 in Val di Castro) verband die Ideale des alten ägyptischen Einsiedlertums mit der Regel des hl. Benedikt und gründete den Orden der Kamaldulenser (O.S.B. Cam.).

Sein Gedenktag ist der 19. Juni

Biografie

Bis er 20 war, führte der Adelige Romuald ein ausschweifendes Leben. Ein Schlüsselerlebnis, der Mord seines Vaters an einem nahen Verwandten, bei dem er anwesend war, veranlasste ihn schließlich dazu, sich 972 in das Benediktinerkloster in S. Appollinare in Classe bei Ravenna zurückzuziehen, in weiterer Folge auch dort zu bleiben und die Gelübde abzulegen. Da ihm das dortige Klosterleben nicht asketisch genug war, suchte er nach drei Jahren den berühmten Einsiedler Marinus in der Nähe Venedigs auf, einen strengen Mann, der die Geduld Romualds bis zum Äußersten prüfte. Später gründete er in den Pyrenäen eine Einsiedelei.

987/988 kehrte er nach Italien zurück. Hier gründete und reformierte er ab 999 zahlreiche Klöster. In Classe wurde er einstimmig zum Abt erwählt, jedoch auch bald wieder vertrieben, da die Brüder über seine strengen Regeln zu murren begannen. Schließlich errichtete er sich in Camáldoli, einer Ortschaft in der Toskana, eine kleine Zelle. Von dort aus entwickelte sich der Kamaldulenserorden, der Reformzweig des Benediktinerordens. Die sehr strengen Regeln der Kamaldulenser beinhalten das Wohnen in abgesonderten Zellen, Schweigen und Fasten. Der Heilige starb alleine in einer Klause in Val di Castro am 19. Juni 1027. Schon fünf Jahre nach seinem Tod wurde Romuald heilig gesprochen.

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