Säkularismus

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Der Säkularismus besteht in einer Sicht des Menschen in der Welt, die seine "Autonomie" behauptet, also von der Dimension des Geheimnisses absieht, sie vernachlässigt oder gar leugnet. Dieser Immanentismus ist eine Verkürzung der ganzheitlichen Sicht vom Menschen, die nicht zu seiner wahren Befreiung, sondern zu einem neuen Götzendienst führt bzw. zur Versklavung an Ideologien, zu einem Leben in Gestalt von Angst und oftmals auch der Unterdrückung, wie sie das 20. Jahrhundert kennzeichnet.
Hingegen bekräftigt das Zweite Vatikanische Konzil die berechtigte, relative Autonomie der zeitlichen Dinge (vgl. GS 36 und alibi). Deshalb muss man eine in gutem Sinne verstandene Säkularisierung annehmen (vgl. Bischofssynode, Schlussdokument 1985 Exeunte coetu saeculo II, A, 1).

Der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats Hilarion Alfeyev betont, dass der Einsatz gegen einen militanten Säkularismus den Schulterschluss mit Rom suche. Die Prozesse, zu denen es derzeit (um 2010) in Europa kommt erinnern in vielem an die Sojwetunion. Der Religion ist der militante Säkularismus genauso gefährlich wie der militante Atheismus.

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