Katholische Kirche in Südtirol

Aus Kathpedia
(Weitergeleitet von Südtirol)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Südtirol (Alto Adige, Sudtirolo; ladinisch Südtirol), amtlich Autonome Provinz Bozen– Südtirol, ist die nördlichste Provinz Italiens und bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol. Seit Inkrafttreten der erweiterten Autonomie im Jahr 1972 genießt Südtirol umfassende Selbstverwaltungsrechte und wird entsprechend als „autonome Provinz“ bzw. „Land“ bezeichnet. Das mitten in den Alpen gelegene Gebiet hat rund 520.000 Einwohner, seine Landeshauptstadt ist Bozen.[1]

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Südtirols ist römisch-katholisch getauft. Bereits aus der Spätantike sind frühchristliche Stätten im Gebiet archäologisch nachgewiesen;[2] Säben im Eisacktal entwickelte sich in dieser Zeit zu einem bedeutenden kirchlichen Zentrum, das erst im ausgehenden Frühmittelalter von Brixen als Bischofssitz abgelöst wurde. Das Territorium des heutigen Südtirol war über Jahrhunderte zwischen den Bistümern Brixen, Chur (bis 1808/1816) und Trient (bis 1964) aufgeteilt.[3] Unter Bezugnahme auf die modernen politischen Grenzen wurde 1964 das Bistum Brixen, das nach dem Ersten Weltkrieg seine umfangreichen Nord- und Osttiroler Gebiete verloren hatte, zur Diözese Bozen-Brixen erweitert, deren Ausdehnung nun mit jener der Provinz Bozen identisch ist. Geführt wurden die Gläubigen seither von den Bischöfen Joseph Gargitter (1964–1986), Wilhelm Egger (1986–2008), Karl Golser (2008–2011) und Ivo Muser (seit 2011). Die Diözese umfasst 28 Dekanate und 281 Pfarreien (Stand: 2014), ihre Bischofskirchen sind der Brixner Dom und der Bozner Dom. Als Diözesanpatrone werden Kassian und Vigilius verehrt. Wichtige Bezugspersonen in aktuellen Diskursen der lokalen katholischen Kirche sind der Heilige Josef Freinademetz und Josef Mayr-Nusser.[4]

Der Sender Radio Maria Südtirol besteht seit 16. Juli 1997. Er gehört zu den nationalen Sendern der "World Family of Radio Maria".

Päpstliches

Anmerkungen

  1. aus Wikipedia
  2. Leo Andergassen: Südtirol – Kunst vor Ort. Athesia, Bozen 2002, ISBN 88-8266-111-3, S. 7.
  3. Heinrich Kofler: Geschichte des Dekanats Schlanders von seiner Errichtung im Jahr 1811 bis zur freiwilligen Demission von Dekan Josef Schönauer 1989. In: Marktgemeinde Schlanders (Hrsg.): Schlanders und seine Geschichte. Band 2: Von 1815 bis zur Gegenwart. Tappeiner, Lana 2010, ISBN 978-88-7073-531-4, S. 11–186, insbesondere S. 11–15 (PDF-Datei)
  4. aus Wikipedia
Meine Werkzeuge