Sünde gegen den Heiligen Geist

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Die '''Sünde gegen den Heiligen Geist''' besteht in der [[Unbußfertigkeit]] bis zum Tode. Der [[Mensch]] verweigert sich der [[Gnade]] der göttlichen Vergebung definitiv. Dies ist nach den Worten Jesu die einzige Sünde, die weder in dieser [[Welt]] noch in der anderen vergeben werden kann (vgl. z.B. Lk 12,10: "Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.") '''Siehe auch:''' Mt 12,31 und Mk 3,28.
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Die '''Sünde gegen den Heiligen Geist''' besteht in der [[Unbußfertigkeit]] bis zum Tode. D.h. der Mensch verweigert sich der Gnade der göttlichen Vergebung definitiv.
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Es ist dies nach den Worten Jesu die einzige Sünde, die weder in dieser Welt noch in der anderen vergeben werden kann. Vgl. z.B. Lk 12,10: "Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben." Siehe auch Mt 12,31 und Mk 3,28.
  
Der Grund dafür liegt nicht in einer Erschöpfung oder [[Grenze]] der göttlichen Barmherzigkeit, sondern darin, dass der Sünder bis zum [[Tod|Lebensende]] definitiv nicht [[Reue|bereut]]. So gibt er auch [[Gott]], der die [[Freiheit]] des Menschen achtet, keine „Chance“, die Sünden zu vergeben.
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Der Grund dafür liegt nicht in einer Erschöpfung oder Grenze der göttlichen Barmherzigkeit, sondern darin, dass der Sünder bis zum Lebensende definitiv nicht bereut. So gibt er auch Gott, der die [[Freiheit]] des Menschen achtet, keine „Chance“, die Sünden zu vergeben.
  
Papst [[Johannes Paul II.]] äußerte sich in der [[Enzyklika]] "[[Dominum et vivificantem]]" über den Heiligen Geist, Nr. 46, wie folgt:
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"Die Lästerung gegen den Heiligen Geist besteht gerade in der radikalen Verweigerung der Annahme jener Vergebung, deren innerster Vermittler er ist und die eine echte Bekehrung voraussetzt, die von ihm im Gewissen gewirkt wird. Wenn Jesus sagt, dass die Lästerung gegen den Heiligen Geist weder in diesem noch im zukünftigen Leben vergeben wird, dann liegt der Grund darin, dass diese »Nicht-Vergebung« ursächlich mit der Unbußfertigkeit verbunden ist, das heißt mit der radikalen Weigerung, sich zu bekehren. Dies bedeutet eine Weigerung, sich den Quellen der Erlösung zu nähern, die jedoch in der Heilsordnung, in der sich die Sendung des Heiligen Geistes vollzieht, 'immer' geöffnet bleiben." - Johannes Paul II., Enzyklika "[[Dominum et vivificantem]]" über den Heiligen Geist, Nr. 46.
 
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"Die Lästerung gegen den Heiligen Geist besteht gerade in der radikalen Verweigerung der Annahme jener Vergebung, deren innerster Vermittler er ist und die eine echte Bekehrung voraussetzt, die von ihm im Gewissen gewirkt wird. Wenn Jesus sagt, dass die Lästerung gegen den Heiligen Geist weder in diesem noch im zukünftigen Leben vergeben wird, dann liegt der Grund darin, dass diese »Nicht-Vergebung« ursächlich mit der Unbußfertigkeit verbunden ist, das heißt mit der radikalen Weigerung, sich zu bekehren. Dies bedeutet eine Weigerung, sich den Quellen der Erlösung zu nähern, die jedoch in der Heilsordnung, in der sich die Sendung des Heiligen Geistes vollzieht, 'immer' geöffnet bleiben."
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==Einteilungen==
 
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Version vom 24. Juli 2009, 22:32 Uhr

Der Ausdruck Sünde gegen den Heiligen Geist geht auf jenes Ereignis zurück, das im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 12, Verse 22-32, beschrieben wird. Die Pharisäer behaupteten, Jesus würde die bösen Geister durch den Obersten der bösen Geister austreiben, anstatt durch den Heiligen Geist. Darauf sagte er zu ihnen: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben.

Inhaltsverzeichnis

Wesen

Die Sünde gegen den Heiligen Geist besteht in der Unbußfertigkeit bis zum Tode. D.h. der Mensch verweigert sich der Gnade der göttlichen Vergebung definitiv. Es ist dies nach den Worten Jesu die einzige Sünde, die weder in dieser Welt noch in der anderen vergeben werden kann. Vgl. z.B. Lk 12,10: "Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben." Siehe auch Mt 12,31 und Mk 3,28.

Der Grund dafür liegt nicht in einer Erschöpfung oder Grenze der göttlichen Barmherzigkeit, sondern darin, dass der Sünder bis zum Lebensende definitiv nicht bereut. So gibt er auch Gott, der die Freiheit des Menschen achtet, keine „Chance“, die Sünden zu vergeben.

"Die Lästerung gegen den Heiligen Geist besteht gerade in der radikalen Verweigerung der Annahme jener Vergebung, deren innerster Vermittler er ist und die eine echte Bekehrung voraussetzt, die von ihm im Gewissen gewirkt wird. Wenn Jesus sagt, dass die Lästerung gegen den Heiligen Geist weder in diesem noch im zukünftigen Leben vergeben wird, dann liegt der Grund darin, dass diese »Nicht-Vergebung« ursächlich mit der Unbußfertigkeit verbunden ist, das heißt mit der radikalen Weigerung, sich zu bekehren. Dies bedeutet eine Weigerung, sich den Quellen der Erlösung zu nähern, die jedoch in der Heilsordnung, in der sich die Sendung des Heiligen Geistes vollzieht, 'immer' geöffnet bleiben." - Johannes Paul II., Enzyklika "Dominum et vivificantem" über den Heiligen Geist, Nr. 46.

Einteilungen

Für gewöhnlich unterscheidet man sechs Gruppen von Sünden gegen den Heiligen Geist, insofern diese entweder direkt mit der Unbußfertigkeit bis zum Tod gleichzusetzen sind oder die innere Tendenz haben, diese herbeizuführen:

  • Verzweiflung am Heil (desperatio)
  • Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste (praesumptio)
  • Die erkannte Wahrheit zurückweisen (impugnatio veritatis christianae agnitae)
  • Neid auf die Gnadengabe eines anderen (invidentia fraternae gratiae)
  • Verstockung in den Sünden (obstinatio)
  • Unbußfertig bleiben bis zum Tod (impoenitentia)

Unterschied zur Todsünde

Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist als solche nicht identisch mit der Todsünde. Wird diese jedoch bis zum Tod nicht bereut (in Unbußfertigkeit), wird sie zur Sünde gegen den Heiligen Geist. Das Urteil darüber steht nur Gott zu, der die Herzen der Menschen kennt und ihr Richter ist.

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