SPD

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

SPD ist die Abkürzung für Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Anknüpfend an ihre ältere Tradition als Arbeiterpartei konnte die SPD, zunächst mit Sitz in Hannover, 1945 wieder gegründet werden. Ihr erster Vorsitzender, Kurt Schumacher, war ein deutschnationaler Patriot progressiver Prägung, der sich "historisch" zur Machtübernahme in Deutschland legitimiert sah. Diese wurde ihm in der westdeutschen Demokratie aber in freien Wahlen nicht zuerkannt und in der DDR durch die dortige, dem Gemeinwohl feindliche Diktatur vereitelt. Gegen Ende der 1950-er Jahre akzeptierte die dem Sozialismus nahestehende SPD zögernd einige Grundentscheidungen der Politik von Konrad Adenauer (CDU) (insb. Westbindung und Marktordnung), konnte aber erstmals seit 1930 erst 1969 mit Willy Brandt einen Regierungschef aufbieten.

Die SPD, der quantitativ geringer werdenden Bedeutung der Industrie-Arbeiterschaft entsprechend, wurde mehr und mehr zur politischen Organisation des öffentlichen Dienstes und bestimmter gesellschaftlicher Formationen des vorpolitischen Raums (z.B. einschließend Teile der EKD). Wegen der allmählichen Auflösung prägender konfessioneller Milieus konnten in jüngerer Zeir auch einige eher sozialliberale Politiker katholischer Herkunft Einfluss in der SPD gewinnen. Das progressive Image der Partei wurde zunächst in den 1980er-Jahren von den GRÜNEN überboten und ist seit der rot-grünen Regierung 1998-2005 einer harten Opposition von "links" ausgesetzt. Diese "LINKE" setzt sich zusammen aus staatsautoritären DDR-Nostalgikern und populistischen Interessenvertretern des (noch verbliebenen) "Industrieproletariats", zuzüglich einiger ideologisch motivierter Intellektueller.

Der derzeitige Vorsitzende ist Sigmar Gabriel.

Meine Werkzeuge