Schöpfer

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Der Schöpfer des Unsichtbaren und Sichtbarem am Anfang der Schöpfung

Gott ist der Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Welt (vgl. Gen 1,1). Sein eigentliches Tun nennt man Schaffen. Im engen Sinne ist es nur Ihm eigen. Schaffen bedeutet, etwas aus dem Nichts ins Dasein bringen.

In den Glaubensbekenntnissen wird bekannt, dass Gott der Schöpfer ist Himmels und der Erde ist.

Hildegard von Bingen beschreibt das Tun Gottes am Anfang ihres Buches "Causa et curae": Gott war und ist ohne Anfang schon vor der Erschaffung der Welt. Er war und ist das helle Licht, und er war das Leben. Als Gott die Welt erschaffen wollte, schuf er sie aus dem Nichts, aber in seinem Willen lag die Materie der Welt. Denn als sich Gottes Willen offenbarte, um das Werk zu vollbringen, ging alsbald aus seinem Willen, wie Gott es wollte, die Materie als ein dunkler, noch ungeformter Klumpen hervor. Und es erscholl das Wort des Vaters: Es werde Licht! Und es entstanden das Licht und die leuchtenden Engel. Denn da er sagte: Es werde Licht! wurde außer den Lichtern am Himmel auch das Licht geschaffen, das die Engel sind. Als er aber sagte: Es werden die Lichter! ist damit das Licht am Himmel gemeint, das wir sehen.

Gen 1,2: „Die Erde war unbestimmt und leer, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über den Wassern.“

Die Schöpfungstage werden im Buch Genesis dann einzeln aufgezählt (1,3-31).

Literatur

  • F. W. Faber: Schöpfer und Geschöpf oder Der göttlichen Liebe Wunder Josef Habbel Verlag 1959 (435 Seiten).

Erschaffung und Wesensverwandlung