Sekretariat für die Nichtchristen

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Das Sekretariat für die Nichtchristen (lat.: Secretariatus pro non christianis) war ein Dikasterium der Römischen Kurie. Es suchte mit Billigung des Papstes zweckdienliche Begegnungen mit denen, die nicht zur christlichen Religion gehörten, aber doch irgendeine Religion bekennen oder religiöse Gesinnung und religiöses Empfinden haben. Ebenso förderte es darüber Studien. Es unterstand der Kongregation für die Evangelisierung der Völker. Es wurde an Pfingsten des Jahres 1964 durch Papst Paul VI. errichtet.

Aufgaben

Es war Anliegen und Aufgabe des Sekretariats, Methoden und Wege zur Eröffnung eines geeigneten Dialogs mit den Nicht-Christen zu suchen. Daher war es besorgt, dass die Nicht-Christen von den Christen richtig kennen gelernt und gerecht beurteilt werden und dass umgekehrt jene in gleicher Weise die christliche Lehre und das christliche Leben recht erkennen und beurteilen können. Es nahm die Wünsche der Oberhirten zur Erwägung entgegen, sorgte für besondere Bildung und Ausrüstung jener, die sich dem Dialog widmeten. Es schlug Unternehmungen vor, es prüfte und billigte das durch Erfahrung Gewonnene.

Leitung und Mitglieder

Das Sekretariat wurde von einem Kardinalpräsens geleitet, dem ein Sekretär und Untersekretär als Helfer zur Seite standen. Mitglieder des Sekretariats waren außer dem Kardinalpräfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker Personen, die vom Papst ausgewählt wurden, sowohl aus dem Kardinalskollegium als auch auf Vorschlag der Bischofskonferenzen der Missionsgebiete und anderer Gegenden, in denen sich aus irgendwelchem Grund eine größere Zahl von Nicht-Christen, sei es auch nur zeitweise, aufhalten. Beratung erteilt ein Kreis vom Papst anerkannter Sachkenner.

Dem Sekretariat war das das Amt zur Pflege der Beziehungen mit den Muslims angegliedert.

Päpstliche Schreiben

Paul VI.

Johannes Paul II.

siehe auch: Päpstlicher Rat für den interreligiösen Dialog

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