Sulpizianer

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Die Sulpizianer (Societas Sulpitiensis, Ordenskürzel SS) sind eine Gesellschaft apostolischen Lebens, 1642 gegründet von Jean-Jacques Olier zum Ziel der Priesterausbildung.

Ihren Namen erhalten sie von der Pariser Kirche St. Sulpice. 1641 hatte Olier außerhalb Paris ein Priesterseminar gegründet und es bei seiner Berufung als Pfarrer von St. Sulpice dorthin verlegt. Gleichzeitig lud er Priester ein, mit ihm ein religiöses Leben zu führen und gemeinsam in der Seminaristenausbildung tätig zu sein. Damit war die "Gesellschaft der Priester des Seminares von St. Sulpice" geboren. Bereits 1657, zum Tod des Gründers, hatte die Gesellschaft drei weitere Seminarien in Frankreich errichtet.

Ihre Lehrmethoden und vor allem ihre geistliche und asketische Ausbildung wirkten sich positiv auf die Kirche aus und prägten auf lange Sicht das Priesterbild in der katholischen Kirche. Zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten Frankreichs besuchten ihre Seminare, unter ihnen der Gründer der Oblaten-Missionare, der hl. Eugen von Mazenod.

Vor allem in Nordamerika breiteten die Sulpizianer sich nach dem Tode ihres Gründers aus. 1663 wurde ein Seminar in Montreal gegründet, 1791 folgte eines in Baltimore.

Noch heute wirken die Sulpizianer in diesen drei Ländern: Frankreich, Kanada und USA.

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