Superpelliceum

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Der Name Superpelliceum kommt von den lateinischen Wörtern super pelliceum (=über dem Pelz). Als es in den Kirchen noch keine Heizung gab, trugen die Kleriker eine Pelztunika (pelliceum=Pelz). Über diesen Pelz wurde ein weites Chorgewand getragen, eben das Superpelliceum. Es wird auch Chorrock genannt.

Wie aus dem Namen hervorgeht, wurde das Superpelliceum über einem Pelzgewand, einer Pelztunika, getragen. Im Gegensatz zum Rochett ist das Superpelliceum ein Teil der Chorkleidung. Das Superpelliceum war nicht wie das Rochett auf bestimmte Kleriker beschränkt, sondern das Tragen war allen Klerikern erlaubt. Dementsprechend trugen bei Pontifikalämtern die ministri de baculo (=Stabträger) und die ministri de libro (=Buchträger) ein Superpelliceum mit oder ohne Pluviale, während die ministri de mitra (=Mitraträger) ein Superpelliceum mit Velum oder Pluviale trugen.

Das Superpelliceum hat etwa die Form einer erweiterten Albe. Ursprünglich reichte es auch bis zu den Füßen. Das Superpelliceum hat sehr viel weitere Ärmel als das Rochett und weist auch eine größere Weite auf, die mit der Entstehungsgeschichte desselben, also dem Tragen über dem Pelz (=super pelliceum), zusammenhängt. Das Superpelliceum wird trotz der großen Weite ungegürtet getragen. Es ist sehr faltenreich. Im Laufe der Zeit haben sich einige besondere Formen entwickelt, dergestalt etwa das Flügelsuperpelliceum, welches sehr weite Ärmel oder Ärmellappen hat, die wie Flügel aussehen und diesem seinen Namen geben, oder aber auch ärmellose Formen.

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