Théodore Guérin

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Theodora Guerin SP (* 2. Oktober 1798 in Étables-sur-Mer, Bretagne; † 14. Mai 1856 in Nemus, Indianapolis, USA). Sie gründete den Frauenorden der Vorsehungsschwestern von „Saint Mary of the Woods“ und ist eine Heilige. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 3. Oktober.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Theodora Guérin, welche mit bürerlichem Namen Anna Theresia (Anne-Thérèse) hieß, trat 25 Jahren bei den "Schestern der Göttlichen Vorsehug von Ruillé-sur-Loire" ein. 1825 wurde sie eingekleidet, 1831 band sie sich auf ewig an den Orden. Vor allem in Loulaines war sie Oberin und machte sich als charismatische und moderne Lehrerin einen Namen. Die Verleihung der Ehrenmedaille der "Akademie von Angers" anerkannnte ihr Wirken. Zudem bildete sie sich in Medizin weiter und wirkte als begnadete Therapeutin.

Mit anderen Schwestern folgte sie der Bitte des Bischofs der im amerikanischen Bundesstaat Indiana gelegenen Diozese Vincennes, sich als Missionarin um die dortigen Pioniersfamilien zu kümmern. Am 22. Oktober 1840 kamen sie nach einer langen und beschwerlichen Land- und Seereise an und eröffneten eine hölzerne Kapelle und ein Kloster mitten im Wald. Unbeschreiblichen Gefahren und Prüfungen sahen sich die Schwestern von Beginn ihres Wirkens an ausgesetzt. Alle aber vertrauten ihrer Oberin Theodora, die vor dem Allerheiligsten Sakrament die Mission der Gottesmutter weihte. Dies war der Anfang der Station "St. Mary-of-the-Woods" (Hl. Maria von den Wäldern).

Im Lauf der Jahre entwickelte sich das "zarte Pflänzlein" zu einer einflussreichen Missionsstation. 1841 wurde eine Mädchenschule eröffnet, weitere Schul-, Internats- und Waisenhausgründungen in ganz Indiana folgten. Die große Entfernung zum französischen Mutterkloster machte die Gründung einer neuen Kongregatio notwendig: die im 21. Jahrhundert 22 Staaten, unter anderen in Taiwan und China wirkenden "Vorsehungsschesern" von Saint Mary-of-the-Woods" (rund 450 Professsen).

Selig- und Heiligsprechung

Théodore Guérin wurde am 25. Oktober 1998 im Pontifikat Johannes Pauls II. seliggesprochen. Johannes Paul II. hatte insbesondere großen Mut dieser Frau hervorgehoben, die mit ihren Gefährtinnen Frankreich den Rücken kehren musste, um ihren Dienst, einen vorbildlichen Liebesdienst an Waisenkindern und mittellosen Kindern in Schulen und Heimen, weiterführen zu können.

Weil sie der göttlichen Vorsehung großes Vertrauen schenkte, gelang es Mutter Theodora, zahlreiche Herausforderungen zu überwinden und in der Arbeit auszuharren, zu der sie der Herr berufen hatte", erklärte Benedikt XVI. am Sonntag den 15. Oktober 2006 zu ihrer Heiligsprechung.

Literatur

Weblinks

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