Ulrika Nisch

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Ulrika Nisch

Ulrika Nisch SCSC (*18. September 1882 in Mittelbiberach-Oberdorf, Baden-Württemberg, Deutschland8. Mai 1913 in Hegne, Bodensee) war eine Schwester aus der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz (Ingenbohler Kreuzschwestern) im Provinzhaus Hegne (Provinz Baden / Hohenzollern) im Bistum Rottenburg-Stuttgart. Schwester Ulrika blieb unverwest. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 8. Mai.

Biografie

Franziska, mit bürgerlichem Namen, wurde als Kind der einfachen Bauerleute Ulrich Nisch und Klothilde Dettenrieder geboren. Sie empfing die heilige Taufe am 19. September in der Pfarrkirche von Mittelbiberach. 1889 bis 1894 besuchte sie die Volksschule in Unterstadion und vollendete sie in Oberdorf. Dann half sie ihrer Tante Gertrud in der Gaststätte "Zum grünen Baum" bis 1898. Am 21. April 1895 empfing sie die erste heilige Kommunion in Mittelbiberach Die heilige Firmung empfing sie durch Bischof Wilhelm Reiser. 1898 hatte sie eine Dienstelle bei ihrem Onkel in Sauggart und1899 in Biberach an der Riß. Im Oktober 1901 diente sie in Rohrschach (Schweiz) bei Familie Morger. Sie hatte mehrmals den Wunsch geäußert, in ein geschlossenes Kloster eintreten zu wollen. 1904 erkrankte sie schwer in Rohrschach. Am 17. Oktober trat sie als Kandidatin im Kloster Hegne ein und war im Mai 1905 in Zell-Weierbach bei Offenburg. Am 24. April 1906 wurde sie in Hegne eingekleidet und legte die heilige Profess genau ein Jahr später dort ab. Sie erhielt den Ordensnamen Ulrika ("die reich ist an geistlichem Erbgut"). Bis Herbst 1908 weilt sie im Spital in Bühl und wird dann nach Baden-Baden versetzt. wo sie im Vinzentiushaus zweite Küchenschwester wird. Im April/Mai 1912 bricht ihre todbringende Lungen- und Kehlkopftuberkolose aus. Sie kehrt im Juli nach Hegne zurück, wo sie dann im Krankenhaus St. Elisabeth in Hegne gebracht wird. In ihrer Klosterzeit reifte sie zur Mystikerin heran. Sie geht am 8. Mai 1913 heim.

Am 12. März 1952 wird sie in Gegenwart des Erzbischof Dr. Hermann Schäufele von Freiburg exhumiert. Schwester Ulrika blieb unverwest. Am 2. April 1952 wird sie durch den Bischof von Rottenburg auf dem Klosterfriedhof wieder beigesetzt und am 24. November der bischöfliche Informativprozess eröffnet. Am 10. Februar 1960 wurden durch die Heilige Ritenkongregation die Schriften Ulrikas approbiert. Sie und Sr. Blandine Merten wurden am Fest Allerheiligen 1987 durch Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Ulrika ist mit der 1995 seliggesprochenen Gründeroberin Maria Theresia Scherer (1825-1888) Patronen der Kreuzschwestern (von Ingenbohl am Vierwaldstättersee).

Literatur

  • Benedikt Baur: Kein Maß kennt die Liebe, Ulrika Nisch, Kreuzschwester von Hegne, Verlagsanstalt Merk & Co., Konstanz 1963 (240 Seiten; 2. Auflage; Kirchliche Druckerlaubnis 6. Juni 1963 Erzb. Ordinariat Freiburg i. Br.)
  • Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der Katholischen Kirche, Christiana Verlag Stein am Rhein 1992, Band 2, S. 202-207 (1. Auflage; Von Papst Johannes Paul II. kanonisierte Heilige, Band 2 von 1984 bis 1987: ISBN 3-7171-0950-2).
  • W. Bühlmann: Er hat auf meine Niedrigkeit geschaut. Der Weg der Schwester Ulrika Nidvh, Beuron 1987
  • Klaus Hemmerle: Die leise Stimme. Ulrika Nisch, ihr Weg und ihre Botschaft Freiburg 1987
  • P. Rothert: Ich will eine Liebe, die alles ist, Schwester Ulrika Nisch Beuron 1987

Weblinks

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