Vassula Rydén

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Vassula Rydén

Vassula Rydén (* 18. Januar 1942 in Ägypten) ist eine angebliche "Seherin", Buchautorin und gehört der griechisch-orthodoxen Kirche an.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Vassula Rydén wurde am 18. Januar 1942 in Ägypten geboren. Ihre griechisch-orthodoxer Eltern lebten bereits seit vier Generationen in Ägypten. Vassula Rydén war jahrelang eine international anerkannte Malerin, Tennis-Champion und auch als Mannequin für exklusive Kleidung. Seit 1985 meint die in der Schweiz wohnende Griechin Vassula Rydén, dass sie laut eigenen Angaben, die Gabe besitze, Jesus Christus innerlich zu hören und zu sehen. Vassula Rydén empfängt angeblich seit dieser Zeit Botschaften Gottes an die Menschheit. Diese wurde in den Büchern mit dem Titel "Das Wahre Leben in Gott" (WLIG, englisch: TLIG) und "Mein Engel Daniel" veröffentlicht. Vassula Rydén sah seit dieser Zeit immer wieder auch laut ihren Angaben ihren Schutzengel. Vassula Rydén lädt die Menschen ein, im Gebet eine ganz innige Beziehung der Liebe zu Gott, besonders zu Jesus, zu suchen und aus dieser heraus dann auch zu leben (ehrliche Umkehr). Ihr zweites Hauptanliegen ist die Einheit der Orthodoxen und der Katholischen Kirche. Ab dem Jahre 1988 ist Vassula Rydén zu Vorträgen in über 60 Ländern eingeladen worden und hat über 800 Treffen abgehalten. In den Jahren 1998 und 2001 wurde sie von einer Abteilung der Vereinten Nationen in New York, die sich auf der Basis des Weltfriedens besonders um das Einvernehmen zwischen Juden und Palästinensern bemühten zu einem Vortrag eingeladen. Im Jahre 2001 wurde sie zusammen mit anderen Rednern vom Internationalen Birgitten-Zentrum von Farfa (Italien) eingeladen, um über Ökumene und Spiritualität zu sprechen. Im Mai 2002 wurde Vassula Rydén zu einem interreligiösen Treffen eingeladen, dass Treffen fand in Dhaka statt, wobei die Eröffnungsrede von einem muslimischen Imam gehalten wurde.

Um sie herum bildeten sich kleinere Kreise, in welchen ihre "Offenbarungen" verbreitet werden. Obwohl Vassula Rydén griechisch-orthodox ist, sind ihre Anhänger vor allem in römisch-katholischen Kreisen zu finden. Für eine Neuoffenbarungsgruppe steht der Inhalt der "Offenbarungen" doch in relativ wenig Distanz zur Bibel, wenn es auch unübersehbare Spannungen gibt. In einigen deutschen Städten gibt es bereits Gebetsgruppen, diese sind durch Vortragsveranstaltungen aufgetreten und dabei hatte man versucht, auch kirchliche Räume anzumieten.

Urteil der Kirche

Römisch-Katholische Kirche

Die Glaubenskongregation stellte am 6. Oktober 1995 fest: "In Anbetracht dessen, dass, trotz einiger positiver Aspekte, die Aktivitäten von Vassula Rydén sich negativ auswirken, ersucht diese Kongregation, dass die Bischöfe einschreiten, ihre Gläubigen angemessen informieren und in ihren Diözesen keine Ausbreitung der Ryden´schen Ideen gestatten. Sie fordert schließlich alle Gläubigen auf, die Schriften und die Interventionen von Frau Vassula Ryden nicht als übernatürlich zu betrachten und den Glauben, den der Herr der Kirche anvertraut hat, rein zu bewahren." [1] Am 25. Januar 2007 bekräftigte Kardinal William Levada, Präfekt der Glaubenskongregation: "Der Bescheid von 1995 betreffend das Urteil der Kongregation über die untersuchten Schriften ist weiterhin gültig."

Patriarchat von Konstantinopel

Im Jahre 2011 wurde Vassula Rydén durch das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel wegen offenkundiger Häresien verurteilt.[2]

Literatur

  • Jacques Neirynck, "Das Rätsel Vassula", In direkter Kommunikation mit Gott?
  • René Laurentin, "Wenn Gott Zeichen gibt"
  • "Das Wahre Leben in Gott" , zurzeit Bände 1-10.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Die Glaubenskongregation zu Vassula Ryden am 6. Oktober 1995
  2. Die griechisch-orthodoxe 'Seherin' Vassula Rydén ist 'exkommuniziert, Kath.net am 16. April 2011
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