Verkündigung des Herrn

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sei gegrüßt Maria, voll der Gnade, der HERR ist mit Dir !
Ave Maria, gratia plena, DOMINUS Tecum !

Am 25. März, neun Monate vor Weihnachten, gedenken Christen der Verkündigung des Herrn durch den Erzengel Gabriel an Maria in Nazareth. Das täglich dreimalige Gebetsgedenken wird Angelus genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Fest ist eines der älteren Feste, da es ursprünglich als reines Herrenfest gefeiert wurde. Im Orient war es seit 430 bekannt, im Okzident wurde es 692 durch Papst Sergius I. eingeführt. Seit der Liturgiereform 1969 hat es den Rang eines Hochfestes der katholischen Kirche. Das Fest wurde früher "Mariä Verkündigung", In Annuntiatione B.M.V (Beatae Mariae Virginis), Annuntiatio oder Conceptio Christi (Ankündigung oder Empfängnis Christi) genannt, es findet sich in älteren Texten auch die Bezeichnung Ancilla, dies bezieht sich auf die Antwort Marias: "Ecce ancilla Domini, fiat mihi secundum verbum tuum." (Sieh, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.)

Gemäß der Tradition ist der Ort der Verkündigung die Verkündigungsgrotte in der Verkündigungskirche in Nazareth. Im Mittelalter war an diesem Tag (25. März) der Beginn des bürgerlichen Jahres (Annuntiationsstil).

Biblische Überlieferung

Altes Testament

Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben. (Jes. 7, 14).

Neues Testament

Lukas 1, 26-38 26 Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret 27 zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. 28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. 29 Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. 30 Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. 31 Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. 32 Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. 33 Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. 34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? 35 Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. 36 Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. 37 Denn für Gott ist nichts unmöglich. 38 Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Bedeutung in der Kunst

Die Verkündigungsszene ist sehr oft in der christlichen Kunst dargestellt worden. Bekannt sind besonders Bilder von Fra Angelico, Leonardo da Vinci, Jan van Eyck, Mathis Grünewald, die die Begegnung Marias mit dem Erzengel Gabriel darstellen. Im Regensburger Dom ist die Verkündigung in Stein gemeißelt. An zwei gegenüberliegenden Pfeilern sind die Figuren aus dem 13. Jahrhundert; die Figur des Erzengels Gabriel (nach seinem Gesichtsausdruck bez. als der "lächelnde Engel") und im gegenüber Maria (nach dem Künstler als Erminoldmaria bezeichnet), angebracht. In der Nürnberger St. Lorenzkirche befindet sich die bekannte Verkündigungsgruppe des Veit Stoß.

Rezeption in der Musik

  • Jakob Arcadelt (1507-1568). Ave Maria. Für Chor (SATB) a cappella.
  • Franz Schubert (1797-1828). Ave Maria. Für Gesang-Solo und Klavier/Orgel. 1825.
  • Charles Gounod (1818-1893). Ave Maria. Für Gesang-Solo und Klavier/Orgel. 1852.
  • Ludger Stühlmeyer (* 1961). Ave Maria. Für Gesang-Solo und Klavier/Orgel. Sonat-Verlag Kleinmachnow 2016, ISMN 979-0-50254-085-2.
Meine Werkzeuge