Verklärung des Herrn

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Ikone der Verklärung des Herrn

Das Fest Verklärung des Herrn (In transfiguratione Domini) ist ein kirchliches Fest, bei dem an die Verklärungsszene auf dem Berg Tabor erinnert wird. Jesus nimmt einen engeren Kreis von Jüngern mit sich auf den Berg. Sie schauen dort die zukünftige Herrlichkeit des Auferstandenen. Diese mystische Tatsache spricht der hl. Petrus im 2. Petrusbrief (1,16-19) noch einmal explizit an, um die historische Echtheit seiner Predigt zu betonen.

Biblische Grundlage

Grundlage für die Feier des Festes ist die Verklärungsszene auf dem Berg Tabor. Eine mystische Tatsache (so: Klaus Berger; vgl. 2 Petr 1,19; cum Ipso in monte), von der in den drei synoptischen Evangelien Matthäus (17, 1-9), Markus (9,2-10) und Lukas (9, 28-36) berichtet wird. Nur hier wird in den Evangelien das Antlitz Christi erwähnt.

Geschichte

Die Ursprünge gehen auf das 5. Jahrhundert zurück. Zuerst wurde das Fest im Osten, in der Liturgie der Ostsyrer gefeiert, ab dem 10. Jahrhundert dann auch im Westen.

Am 29. Juni 1456 gab Papst Kallistus III. ein Apostolisches Schreiben, das mit den Worten beginnt: "Cum his superioribus annis". Es war gerichtet an die christlichen Völker, die die fruchtbaren Gegenden an der Donau und die angrenzenden Gebiete bewohnten, denn es drohte die Gefahr der Vernichtung nicht allein der Menschen und ihres Besitzes, sondern auch des ererbten Glaubens, wenn nicht schon das Unheil selber hereingebrochen war: besonders über Ungarn und jene Länder, die heute Albanien, Bulgarien, Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien heißen; darüber hinaus spürten auch diejenigen, die in entfernteren Gegenden wohnten, zumal die Deutschen und Polen, den Ernst der Lage. Diese Gefahr erkennend, hielt es der unermüdliche Papst für seine Pflicht, die Hirten des katholischen Erdkreises und ihre Gläubigen väterlich zu ermahnen: sie sollten ihre Sünden bereuen, die christliche Lebensführung wiederherstellen und durch flehentliches inniges Gebet zu Gott dessen mächtige Hilfe erbitten.

Weiter bemühte er sich beharrlich, die Kinder der Kirche mit allen Mitteln vor dieser Gefahr zu bewahren, und er schrieb denn auch Gottes Hilfe den endlichen Sieg derjenigen zu, die, vom heiligen Johannes Capistranus angefeuert, unter Führung des tapferen Heerführers Johann Hunyady die Festung Belgrad beharrlich verteidigt hatten. Zur liturgischen Erinnerung an dieses Ereignis und zum Dank aller Christen gegenüber Gott setzte er das Fest der Verklärung Christi am 6. August für den ganzen Erdkreis ein (vgl. Pius XII. Dum maerenti animo vom 29. Juni 1956).

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