Vitus Huonder

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Monsignore Vitus Huonder
Wappen von Bischof Huonder

Vitus Huonder (* 21. April 1942 in Trun GR) ist emeritierter Bischof des Bistums Chur (Schweiz).

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Vitus Huonder besuchte das Gymnasium der Benediktinerschule Disentis. 1965 bis 1971 studierte er Philosophie und Theologie in Einsiedeln, Rom und Freiburg i. Ue.

Vitus Huonder wurde am 25.09.1971 von Bischof Johannes Vonderach zum Priester geweiht. Danach wirkte Huonder als Assistent in Freiburg und als Dozent für Altes Testament an der Theologischen Hochschule Chur. 1976 bis 1988 war er in der Seelsorge als Pfarrer von Kilchberg (Kanton Zürich), Sachseln (Kanton Obwalden) und Egg ZH. 1990 habilitierte Huonder in Liturgiewissenschaft und wurde im selben Jahre zum Generalvikar für Graubünden, Glarus und das Fürstentum Liechtenstein ernannt.

Bischof

Am 6. Juli 2007 wurde Vitus Huonder vom Domkapitel des Bistums Chur zum Diözesanbischof von Chur gewählt und vom Papst Benedikt XVI. am 8. Juli 2007 bestätigt. Die Bischofsweihe fand am 8. September 2007 in Einsiedeln statt, da die Kathedrale von Chur renoviert wurde. Die Bischofsweihe spendete ihm sein Vorgänger, Bischof Amédée Grab OSB; Mitkonsekratoren waren Erzbischof Francesco Canalini, Apostolischer Nuntius in der Schweiz, und Kurt Koch, Bischof von Basel. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet "Instaurare omnia in Christo" (Alles in Christus erneuern Eph 1,10 EU). Vitus Huonder ist seit dem 6. Januar 2011 Mitglied der Bischöflichen Kommission „Ecclesia celebrans“.[1]

Nachdem Bischof Huonder im Hinblick auf seinen 75. Geburtstag im April 2017 sein Rücktrittsgesuch eingereicht hatte, verlängerte Papst Franziskus Huonders Amtszeit um zwei Jahre.[2] Papst Franziskus hat am 20. Mai 2019 den Amtsverzicht von Bischof Vitus Huonder als Bischof von Chur angenommen. Die Nachfolge übernimmt einstweilen der von Papst Franziskus ernannte Apostolische Administrator des Bistums Chur Pierre Bürcher, emeritierter Bischof von Reykjavik.[3]

Vitus Huonder zog sich als emeritierter Bischof von Chur nach Wangs im Kanton Sankt Gallen zurück, in der die Piusbruderschaft eine Schule, das "Institut Sancta Maria" betreibt. Er soll für den Vatikan Kontakt mit der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. aufrechterhalten. Dazu wurde er von der Glaubenskongregation in Rom beauftragt. [4] In einer gemeinsamen Erklärung von Huonder und der Piusbruderschaft vom 20. Mai 2019 heißt es wörtlich: "Absicht und Zweck dieses Schrittes bestehen allein darin, sich dem Gebet und dem Schweigen zu widmen, ausschliesslich die traditionelle Messe zu feiern und für die Tradition zu wirken, worin er das einzige Mittel zur Erneuerung der Kirche erkennt."[5]

Weblinks


Vorgänger
Amédée Grab
† Bischof von Chur
ab 2007
Nachfolger

Anmerkungen

  1. Schweiz: Ernennung für Bischof Huonder, Radio Vatikan am 21. Februar 2011
  2. http://www.bistum-chur.ch/aktuelles/papst-franziskus-verlaengert-amtszeit-von-bischof-vitus-huonder/
  3. Rücktritt von Bischof Huonder angenommen! Kath.net am 20. Mai 2019
  4. Churer Bischof Huonder soll Kontakte zu Piusbrüdern halten Katholisch.de am 21. Januar 2019; Diskussion um künftige Aufgaben und Wohnort von Bischof Huonder Kath.net am 10. April 2019
  5. Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück Kath.net am 20. Mai 2019
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