Weihbischöfe von Bamberg

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Die Reihe der Weihbischöfe des Erzbistums Bamberg beginnen im 13. Jahrhundert, welche aber nur zeitweilig eingesetzt waren um die Geschäfte des in kaiserlich-diplomatischen Diensten unterwegs seienden Bischöfe weiterzuführen. Erst im 15. Jahrhundert wurde das Weihbischofsamt als fester Bestandteil der Regierung in Bamberg eingesetzt.

Amtszeit Name Historische Notizen Bild
1255 Heinrich von Streitberg Bischof von Samland und Mitglied des Deutschen Ordens. Er weihte den St. Stephans Altar in der Sebaldus-Kirche zu Nürnberg. Auch als Weihbischof des Bistums Würzburg findet er sich
gen. 1280 & 1297 Incelerius Proditz ein Augustinereremit tritt auch als Bischof von Budua in Dalmatien auf und ist in Bamberg als Weihbischof belegt. In folgenden Bistümern tritt er als Weihbischof auf: Würzburg, Mainz, Konstanz, Cammin und Halberstadt
bis 1416 Johann von Heldritt Er verstarb als Weihbischof von Bamberg 1416 und wurde in der Dominikanerkirche St. Christoph bestattet. Sein Grabdenkmal ist in noch dort erhalten.
zw. 1417 und 1450 Hermann Weise in genannten Zeitraum nahm er bischöfliche Amtshandlungen vor. Des Weiteren ist er in den Diözesen Mainz und Würzburg als Weihbischof belegt
zw. 1417 und 1450 Peter Ulmer im gleichen Zeitraum wie der vorgenannte tritt auch der aus Schwäbisch-Gmünd stammende in Bamberg Weihbischofs-Aufgaben wahr, Als Suffragan Petrus de Gamundiain tritt er auch in den Bistümern Freising und Eichstätt auf.
1451-1475 Johann Goldener alias Rupp Einen Augistinereremiten verpflichtete Bischof Anton von Rotenhan als ersten festen Weihbischof für das Bistum Bamberg und zahlt ein Jahressalär von 200 Dukaten. Er gilt als der 1. Weihbischof von Bamberg und mit ihm beginnt die durchgängige Zählung. Diesen ernannte Papst Nikolaus V. am 1. Februar 1451 zum Bischof des Titularbistums Acre in Syrien. In den Jahren 1453-1461 war er als Administrator des Klosters Michaelsberg eingesetzt. Er starb am 25. April 1475.
1474-1503 . Hieronymus von Reitzenstein Den Zisterziensermönch von Reitzenstein aus dem Kloster Langheim ernannte Papst Sixtus IV. zum Bischof von Athyra am 16. November 1474 ernannt und er in Rom am 18. Dezember 1474 geweiht. Bischof Georg I. von Schaumberg teilte ihn die Erträgnisse aus er Pfarrei Altenkunstatt zu. Durch ein Bittgesuch des Bischof Heinrich III. Groß von Trockau 17. Oktober 1497 incorporierte Papst Alexander VI. (1492-1503) am 17.10.1497 die Pfarrei St. Martin für immer zum Amt des Bamberger Weihbischofs. Er starb am 16. Juli 1503
bis 1517 Kaspar Preyel der aus Kulmbach stammende wurde zum Bischof von Athyra durch Papst Julius II. ernannt; er starb am 28. Juli 1517.
1517-1542 Andreas Henlein Er wurde durch Papst Leo X. zum Bischof von Athyra durch ernannt. Er starb am 7. Februar 1542.
1542-1546 Johann Rüger den Dominikanerprior des Klosters in Bamberg ernannte Papst Paul III. zum Bischof von Athyra am 18. August 1542.
1546-1558 Peter Rauh ein Dominikanermönch wurde am 17. August 1546 von Papst Paul III. zum Bischof von Athyra ernannt. Er verstarb am 2. November 1558.
1560-1561 Paul Jäger ein Chorherr im Kollegiatstift St. Stephan in Bamberg wurde am 17. Juli 1560 zum Bischof von Athyra durch Papst Pius IV. ernannt. Er verstarb am 30. April 1561 ohne Empfang die Bischofsweihe empfangen zu haben
1562-1570 Friedrich Lichtenauer als Domprediger in Salzburg wurde er durch Papst Pius IV. zum Bischof von Athyra ernannt am 9. Januar 1562 und durch Weihbischof Georg Flach von Würzburg am 28. Juni 1562 geweiht. Er verstarb am 11. Dezember 1570.
1572-1572 Jakob Feucht vor seiner Ernennung war er Pfarrer an der Kirche zu Unserer lieben Frau in Ingolstadt. Am 16. Juni 1572 von Papst Gregor XIII. zum Bischof von Athyra ernannt. Er erhielt die Bischofsweihe Durch den Kardinal Otto Truchsess von Waldburg erhielt er die Bischofsweihe. Er wurde am 22. Juni 1572 zum Bischof von Augsburg ernannt und verstarb als solcher am 26. April 1580.
1581-1607 Johann Ertlin er stieg als Stiftsprdiger zu Forchheim durch die Ernennung durch Papst Gregor XIII. am 10. April 1581 zum Bischof von Athyra zum Weihbischof von Bamberg auf. Er starb am 26. März 1607.
1608-1612 Johann Schoner als Generalvikar in Bamberg wurde er am 28. Juli 1608 zum Bischof von Athyra durch Papst Paul V. ernannt. Er erhielt durch den Weihbischof Euchar Sang aus Würzburg die Bischofweihe. Er starb am 24. September 1651.
1612-1630 Friedrich Förner war Generalvikar in Bamberg und wurde durch Papst Paul V. zum Bischof von Hebron am 3. September 1612 ernannt. Seine Weihe erhielt er durch den Fürstbischof von Bamberg Johann Gottfried von Aschhausen. Während seiner Zeit erreichte der Hexenwahn im Hochstift Bamberg seinen Höhepunkt Er verstarb am 5. Dezember 1630.
1705-1723 . Johann Werner Schnatz war vor seiner Ernennung Dekan am Chorherrnstift St. Stephan in Bamberg und wurde von Papst Clemens XI. zum Bischof von Dragon am 16. November 1705 ernannt. Die Bischofsweihe in Mainz durch den Kurfürsten von Mainz, den Fürstbischof von Bamberg Lothar Franz von Schönborn am 21. Dezember 1705. Er starb am 25. Juli 1723
1723-1748 Franz Joseph Hahn Dieser wurde von Papst Clemens XII. zum Bischof von Arad am 27. März 1723 ernannt und durch den Bamberger Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn am 19. September 1734 zum Weihbischof geweiht. Er verstarb am 4. Juli 1748.
1749-1778 Heinrich Jospeh Nitschke Er war als Stiftsherr in Mainz und wurde von Papst Benedikt XIV. zum Bischof von Antipatrios ernannt, Er erhielt die Bischofsweihe am 23. März 1749 durch Fürstbischof von Bamberg Johann Philipp Anton von Franckenstein. Er starb am 23. Mai 1778.
1778-1805 Johann Adam Behr Dieser war Seminarregens und wurde zum Bischof von Hymerion durch Papst Pius VI. ernannt. Die Bischofsweihe erhielt er vom Bamberger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim am 28. Oktober 1778. Er starb am 5. November 1805. Sein Posten wurde erst wieder nach der Neubegründung des Bistums als Erzbistums 1818 im Jahr 1823 neu besetzt.
1823-1835 Johann Friedrich Oesterreicher war Domkapitular zu Bamberg'und wurde durch Papst Leo XII. zum Bischof von Dorila (Dorylaeum) am 24. November 1823 ernannt. Späterhin - am 12.5.1825 - wurde er zum Bischof von Eichstätt berufen. Als solcher verstarb er am 30. Januar 1835
1853-1856 Michael Deinlein war Generalvikar im Erzbistum Bamberg. Er wurde von Papst Pius IX. zum Bischof von Adramyttium am 27. Juni 1853 ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 20. November 1853 durch den Münchner Erzbischof Karl August von Reisach. Ernannt zum Bischof von Augsburg am 17. Januar 1856 und zum Erzbischof von Bamberg am 15. Juni 1858. Er starb in Bamberg am 4. Januar 1875
1912-1935 Adam Senger aus Döringstadt stammender Generalvikar des Erzbistums Bamberg wurde er von Papst Pius X. zum Bischof von Camona am 2. Dezember 1912 ernannt.

Seine Weihe erhielt durch den Bamberger Erzbischof Jacobus von Hauck am 12. Januar 1913. Er starb am 17. März 1935. Seine Wahlspruch: "In Via Veritatis et Justitae"

1955-1943 Joseph Kolb als Domkapitular wurde er zum Bischof von Velicia am 10. August 1935 durch Papst Pius XI. ernannt. Durch den Bamberger Erzbischof Jacobus von Hauck erhielt er am 13. Oktober 1935 die Bischofsweihe. Wurde am 26. Januar 1943 zum Erzbischof von Bamberg ernannt. Er starb am 29. März 1955. Sein Wahlspruch: "Redemptori Redemptisque"
1943-1958 Artur Michael Landgraf Er wurde als Hochschulprofessor durch Papst Pius XII. zum Bischof von Eudocia am 17. Oktober 1943 ernannt. Die Bischofsweihe empfing am 21. November 1943 durch den Bamberger Erzbischof Joseph Otto Kolb. Er verstarb am 8. September 1958. Sein Wahlspruch: "Amorem tui solum"
1959-1966 Johannes Lenhardt Er Domdekan und wurde von Papst Johannes XXIII. zum Bischof von Carystus am 13. Juni 1959 ernannt. Er erhielt durch den Bamberger Erzbischof Joseph Schneider am 25. Juli 1959 die Bischofsweihe. Er verstarb im April 1966. Sein Wahlspruch: "Omnibus omnia Fieri"
1967-1985 Martin Wiesend Der am 28. April 1910 in Kulmain geborene wurde 1967 zum Titularbischof von Migirpa und Weihbischof von Bamberg und verstarb als solcher am 7. März 2003. Sein Wahlspruch: "In verbo tuo" (Auf Dein Wort hin)
1986-2013 Werner Radspieler Weihbischof von Bamberg und Titularbischof von Thugga. Er wurde 2013 emeritiert und starb am 7. März 2018.
2014- Herwig Gössl Weihbischof von Bamberg und Titularbischof von Balecium


Quellen

  • Heinrich Kist, Bischöfe zu Bamberg

Siehe auch

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