Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung

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Einen Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen organisieren die Vereine SOLWODI (= „Solidarität für Frauen in Not“) und "Armut und Gesundheit e.V." mit der "CAP INTL, um auf die zerstörerischen Folgen sexueller Ausbeutung für eine Gesellschaft aufmerksam zu machen und ein Umdenken zu bewirken.

Weltkongresse

  • 1. 1996 Stockholm - auf Initiative von ECPAT (»End Child Prostitution, Pornographie and Trafficking for Sexual Purposes«). Delegierte von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt diskutierten erstmals gemeinsam über wirksame Strategien zum Schutz der Kinder vor allen Formen kommerzieller sexueller Ausbeutung. Wichtigstes Ergebnis dieses Kongresses war die Verabschiedung eines Aktionsplanes, der umfangreiche Maßnahmen und Programme zum Schutz der Kinder fordert und verschiedene Handlungsansätze beschreibt. Die Regierungen wurden aufgefordert, bis zum Jahr 2000 entsprechende nationale Arbeitsprogramme vorzulegen und die UN-Kinderrechtskonvention zu ratifizieren.[1]
  • 2. 2001 „Yokohama Global Commitment“, Yokohama (Japan). ES gab Erfolge in der Aufklärungsarbeit und der staatlichen Gesetzgebung. Die Teilnehmenden verpflichteten sich in der Abschlusserklärung, auch in Zukunft alle gesellschaftlichen Kräfte zum Schutz der Kinder zu mobilisieren. Deutschland hat sich mit anderen Staaten zur Erstellung eines nationalen Aktionsplanes verpflichtet.11 Zu den zentralen Themen- und Aktions- bereichen gehören die Bekämpfung von Kindesmissbrauch, Kinderpornografie im Internet, Kinderhandel und Kinderprostitution.[2]
  • 3. 2. bis 5. April 2019 in der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Auf dem Weltkongress 2019 soll ein Gegenentwurf präsentiert werden. Die Veranstalter des Kongresses sehen die Lösung vor allem im Nordischen Modell. Dieses haben bereits mehrere Staaten verwirklicht wie Schweden, Frankreich und Kanada, Island, Norwegen, Nordirland, Republik Irland.[3] Hier werden nicht die Frauen bestraft, die Sex anbieten, sondern die Männer, die diese Dienste in Anspruch nehmen wollen. Prostituierte erhalten bei diesem Modell umfangreiche Hilfe. Darunter fallen betreutes Wohnen, alternative Beschäftigungen, Bildungsangebote und Therapien. Das Modell will zeigen, dass Frauen keine Ware sind.[4]

Weblinks

Anmerkungen

  1. ECPAT – ein internationales Bündnis abgerufen am 12. Februar 2019
  2. eBookMHSexAusbeutung.pdf
  3. Wenn Frauen zu Freiwild werden, abgerufen am 12. Februar 2019
  4. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung findet in Mainz statt, abgerufen am 12. Februar 2019
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