Wilhelm Krautwaschl

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Wilhelm Krautwaschl (2015)
Wappten von Bischofs

Wilhelm Krautwaschl (Dr. theol.; * 5. März 1963 in Gleisdorf, Oststeiermark, Österreich) ist 58. Bischof der Diözese Graz-Seckau.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Wilhelm Krautwaschl wurde als viertes Kind eines Bestatters geboren und am 17. März durch Kaplan Fuchs getauft. Er wuchs nahe der Stadtpfarrkirche in Gleisdorf auf. Er arbeitete zehn Jahre als Ministrant, als Jugendgruppenleiter und im Jugendchor in der dortigen Pfarre mit. Er absolvierte in Gleisdorf ab 1969 die Volksschule und ab 1973 das Gymnasium. Die Firmung empfing er am 22. Mai 1977 in Gleisdorf. Nach der Matura studierte er ab 1981 Theologie an der Universität Graz und trat zeitgleich in das Grazer Priesterseminar ein. 1986 erfolgte die Sponsion zum Magister der Theologie mit einer Arbeit im Fachbereich Altes Testament über Jos 10. Mehrere Jahre hindurch arbeitete er in der Katholischen Jungschar, im diözesanen Bildungsteam und bei Grundkursen mit. Vier Jahre war er Domzeremoniar. 1990 erlangte er das Doktorat mit einer Arbeit aus Moraltheologie zum Thema Asketik in der Zeit der Aufklärung. Auch sein Pastoralpraktikum 1989/90 absolvierte er in der Grazer Dompfarre. 

Am 17. Dezember 1989 empfing er die Diakonatsweihe und am 1. Juli 1990 folgte die Priesterweihe durch den damaligen Diözesanbischof Johann Weber. Als Wahlspruch nahm es sich das Bibelwort: "Ich lasse Dich nicht los, wenn Du mich nicht segnest" (Gen 32,27 EU).[1] Seine Kaplanszeit verbrachte Krautwaschl in Hartberg, ab 1993 war er im Pfarrverband Knittelfeld (mit Lind-Maßweg, Schönberg o.K.), ab 1995 auch in St. Margarethen/Knfd., Rachau, ab 1998-1999 in Bruck/Mur (St. Dionysen-Oberaich), wo er dann von 1999-2006 Pfarrer war; ab dem Jahre 2005 Pernegg dazu.

 Ab 2002 war er für vier Jahre Dechant des Dekanates Bruck an der Mur. Danach ging es zurück nach Graz. Seit September 2006 leitete Krautwaschl als Regens das Bischöfliche kleine Seminar in Graz und das "Augustinum", das 2009 von Bischof Egon Kapellari als diözesanes Zentrum für Bildung und Berufung eingerichtet wurde. Dort wohnte er in einer “Priester-WG” mit 4 Kollegen mit vielfältigen Aufgaben in der Diözese (Caritas-Seelsorge, Landeskrankenhaus, Spiritual, …).

Krautwaschl fungierte einige Jahre als geistlicher Assistent der Berufsgemeinschaft der Pfarrsekretärinnen und Pfarresekretäre. Ebenso war er Richter am Grazer Diözesangericht von 1993 bis 2003 und 2014-2015, sowie als Diözesandirektor des Canisiuswerkes, wo er für Berufungspastoral zuständig ist.

 Weiters war Krautwaschl Mitglied der Liturgiekommission und leitete die Sektion Liturgiepastoral. Er war seit Jahren Ansprechpartner für junge Priester und Mitarbeiter in der Berufsbegleitung in den ersten fünf Dienstjahren. Geistlich beheimatet ist Krautwaschl in der von Chiara Lubich gegründeten weltweiten Fokolar-Bewegung.

Bischof

Wilhelm Krautwaschl wurde am 16. April 2015 von Papst Franziskus zum Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau ernannt[2] und folgt damit Egon Kapellari nach. Seine Bischofsweihe und Amtsantritt fand am 14. Juni 2015 im Grazer Dom statt. Hauptkonsekrator war Erzbischof Franz Lackner mit den zwei Vorgängern Egon Kapellari und Johann Weber. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet "Gott ist die Liebe" (Deus caritas est - 1 Joh 4,16 EU).[3]

Werke

  • Jos 10: Untersuchungen zu Text, Einheitlichkeit, Struktur und theologischen Aussagen eines Eroberungsfeldzuges: Diplomarbeit im Fachbereich Exegese Altes Testment an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Graz, 1986.
  • Die Darstellung der Asketik in der “Ethica Christiana” des Maurus von Schenkl OSB (1749-1816): Dissertation im Fachbereich Moraltheolgie an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Graz, 1990
  • Kirchliche Internate und Tagesbetreuung in Österreich, in: VKIT Informationen 10(2014) Nr. 2, 3.
  • Violett – Kommunikation, in: Stenz, Udo: Leben im Bild der Farben, in: das prisma. Beiträge zu Pastoral , Katechese und Theologie, Jg. 26(2014) Nr.2, 57-58
  • Leben mit einem, der lebt. In: das prisma. Beiträge zu Pastoral, Katechese und Theologie, Jg. 25(2013) Nr.1, 59-64
  • Das Kleine Seminar heute. Gestaltung einer alten Einrichtung unter veränderten Rahmenbedingungen, Incisa Valdarno 2011
  • Das Internat – eine zeitgemäße Erziehungsstätte? in: politicum 110 (2010) 98-102.
  • Baudokumentation Augustinum – Bischöfliches Zentrum für Bildung und Berufung der Diözese Graz-Seckau, Graz 2009
  • Morgengedanken in den ORF-Regionalradios, 25. Februar – 3. März 2007
  • Internet-Gottesdienste: neue Form christlichen Feierns?, in: Schnider, Andreas: Erfahrungen mit Puzzle- und Glasperlenspielen im Cyberspace: Netburger – das Brötchen im Netz, Graz, 1999, 103ff.
  • Gewissenhaft leben – als Gottes Ebenbild, in: Windisch, Hubert (Hg.): Der Weltkatechismus in der Predigt – Graz ; Wien [u.a.], 1994. – S. 151ff.

Kleinere Beiträge, Stellungnahmen und Aufsätze

  • im Werkbrief der Katholischen Jungschar Steiermark „die Oase“ (1983-1990)
  • in diversen Pfarrblättern der Einsatzpfarren
  • im Sonntagsblatt für die Steiermark [1]
  • kirche:konkret – Mitarbeiterzeitschrift der Diözese Graz-Seckau
  • Jahresbericht des Bischöflichen Gymnasiums Graz
  • Zeitschrift „tangenten“, hg. vom Bischöflichen Seminar Graz
  • miteinander – Zeitschrift des Canisiuswerks

Weblinks


Vorgänger
Egon Kapellari
† Bischof von Graz-Seckau
Seit 2015
Nachfolger
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Anmerkungen

  1. Pressekonferenz mit Wilhelm Krautwaschl, designierter Bischof für die Diözese Graz-Seckau auf Kathtube
  2. Papst ernennt neue Bischöfe für Graz-Seckau und das Militär Kath.net am 16. April 2015
  3. Predigt zur Boschofsweihe; Grußwort von Krautwaschl zum Amtsantritt am 14. Juni 2015 Kath.net am 14. Juni 2015
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