Angela Merkel

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Aktuell 2009 ist die im August 1990 der [[DDR]]-[[CDU]] beigetretene Politikerin (seit  2000 Bundesvorsitzende) der wachsenden Kritik ausgesetzt, in ihrer "großen Volkspartei der Mitte" nicht deutlich genug für Soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung, transatlantische Partnerschaft, europäische Einigung und eine Politik im Interesse ganz Deutschlands einzutreten. Zur Merkel-"Papstschelte" vom 3. Februar 2009 vgl. nur den Brief [[La remissione]] (10. März 2009).
 
Aktuell 2009 ist die im August 1990 der [[DDR]]-[[CDU]] beigetretene Politikerin (seit  2000 Bundesvorsitzende) der wachsenden Kritik ausgesetzt, in ihrer "großen Volkspartei der Mitte" nicht deutlich genug für Soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung, transatlantische Partnerschaft, europäische Einigung und eine Politik im Interesse ganz Deutschlands einzutreten. Zur Merkel-"Papstschelte" vom 3. Februar 2009 vgl. nur den Brief [[La remissione]] (10. März 2009).
  
SPIEGEL online zitierte dazu aus einer Fernsehsendung: ''Die Kritik am Papst "war eine schwierige Entscheidung, aus meiner Sicht aber notwendig, weil ich als deutsches Staatsoberhaupt nach meiner Auffassung die Pflicht habe klarzumachen, dass die Leugnung des [[Holocaust]]" nicht im Raum stehen bleiben dürfe, sagte Merkel. (...) "Es war die Sorge, dass das Leugnen des Holocausts ohne Folgen bleiben könnte", ergänzte Merkel. "Dazu habe ich mich geäußert. Und das muss ich als deutsches Staatsoberhaupt oder besser gesagt als deutsche Bundeskanzlerin tun."'' Ein bekannter Professor soll in einem Hintergrundgespräch sinngemäß gesagt haben: ''Das war völlig emotional. Sie hasst den Papst.'' Manche Theologen meinen jedoch, dass der biographische Hintergrund ihr unmöglich mache, zumal als "Protestantin", das ''Wesen der Kirche'' überhaupt zu erkennen.
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SPIEGEL online zitierte dazu aus einer Fernsehsendung: ''Die Kritik am Papst "war eine schwierige Entscheidung, aus meiner Sicht aber notwendig, weil ich als deutsches Staatsoberhaupt nach meiner Auffassung die Pflicht habe klarzumachen, dass die Leugnung des [[Holocaust]]" nicht im Raum stehen bleiben dürfe, sagte Merkel. (...) "Es war die Sorge, dass das Leugnen des Holocausts ohne Folgen bleiben könnte", ergänzte Merkel. "Dazu habe ich mich geäußert. Und das muss ich als deutsches Staatsoberhaupt oder besser gesagt als deutsche Bundeskanzlerin tun."'' Ein bekannter Professor soll in einem Hintergrundgespräch sinngemäß gesagt haben: ''Das war völlig emotional. Sie hasst den Papst.'' Manche Theologen meinen jedoch, dass der biographische Hintergrund ihr unmöglich mache, zumal als "Protestantin", das ''Wesen der Kirche'' überhaupt zu erkennen. Übrigens: Schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung der Sozialenzyklika [[Caritas in veritate]] entsorgte "Staatsoberhaupt" Merkel dieselbe, indem sie das Schreiben mit der Note "Ermutigung" (= unverbindlich) versah. Weite Teile der deutschen Medien folgten der so vorgegebenen Linie. Der im Frühjahr 2009 inszenierte Konflikt wird sich, angesichts der marginalen Bedeutung des [[Katholizismus]] in Deutschland, eher noch weiter verschärfen.
  
 
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Version vom 8. Juli 2009, 08:21 Uhr

Angela Merkel geb. Kasner ist seit 2005 deutsche Bundeskanzlerin einer "Großen Koalition" von SPD und CDU/CSU. Auf ihrer Homepage schreibt sie u.a.:

Inhaltsverzeichnis

Mein Werdegang

1973-1989 Ausbildung und Beruf

"Am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren, habe ich den größten Teil meiner Jugend in Templin in Brandenburg verbracht. Zum Studium der Physik (1973-1978) zog ich nach Leipzig. Nachdem ich mein Studium dort abgeschlossen hatte, ging ich nach Berlin an das Zentralinstitut für Physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften. Dort habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin vor allem auf dem Gebiet der Quantenchemie geforscht. Mit einer Arbeit zur Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten von Reaktionen einfacher Kohlenwasserstoffe promovierte ich 1986 zur Dr. rer. nat."

1989-1990 Demokratischer Aufbruch

"Die deutsche Einheit gab mir die Chance, mich für meine Überzeugungen öffentlich einzusetzen: Ende 1989 bin ich dem Demokratischen Aufbruch beigetreten, dessen Pressesprecherin ich ab Februar 1990 war. Nach den ersten freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990 wurde ich zur stellvertretenden Regierungssprecherin der Regierung de Maizière ernannt." Von 1991-98 gehörte Merkel (ev., geschieden) der Regierung von Helmut Kohl an, zunächst als Frauen- und Jugendministerin, seit 1994 als Umweltministerin.

Würdigung

Aktuell 2009 ist die im August 1990 der DDR-CDU beigetretene Politikerin (seit 2000 Bundesvorsitzende) der wachsenden Kritik ausgesetzt, in ihrer "großen Volkspartei der Mitte" nicht deutlich genug für Soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung, transatlantische Partnerschaft, europäische Einigung und eine Politik im Interesse ganz Deutschlands einzutreten. Zur Merkel-"Papstschelte" vom 3. Februar 2009 vgl. nur den Brief La remissione (10. März 2009).

SPIEGEL online zitierte dazu aus einer Fernsehsendung: Die Kritik am Papst "war eine schwierige Entscheidung, aus meiner Sicht aber notwendig, weil ich als deutsches Staatsoberhaupt nach meiner Auffassung die Pflicht habe klarzumachen, dass die Leugnung des Holocaust" nicht im Raum stehen bleiben dürfe, sagte Merkel. (...) "Es war die Sorge, dass das Leugnen des Holocausts ohne Folgen bleiben könnte", ergänzte Merkel. "Dazu habe ich mich geäußert. Und das muss ich als deutsches Staatsoberhaupt oder besser gesagt als deutsche Bundeskanzlerin tun." Ein bekannter Professor soll in einem Hintergrundgespräch sinngemäß gesagt haben: Das war völlig emotional. Sie hasst den Papst. Manche Theologen meinen jedoch, dass der biographische Hintergrund ihr unmöglich mache, zumal als "Protestantin", das Wesen der Kirche überhaupt zu erkennen. Übrigens: Schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung der Sozialenzyklika Caritas in veritate entsorgte "Staatsoberhaupt" Merkel dieselbe, indem sie das Schreiben mit der Note "Ermutigung" (= unverbindlich) versah. Weite Teile der deutschen Medien folgten der so vorgegebenen Linie. Der im Frühjahr 2009 inszenierte Konflikt wird sich, angesichts der marginalen Bedeutung des Katholizismus in Deutschland, eher noch weiter verschärfen.

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