Bruno von Querfurt

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[[Bruno]] ist um 974 auf der Burg Querfurt bei Halle als Sohn der sächsischen Adeligen Brun und Ida geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Domschule von Magdeburg, wo er Domherr an St. Moritz wurde. Bruno kritisierte die Aufhebung seines Heimatbistums Merseburg durch Otto II. im Jahr 981, behielt aber gleichwohl ein gutes Verhältnis zu den Ottonen und wurde 996 Hofkaplan Ottos III, dessen Neffe er war. Zwei Jahre später trat er unter dem Eindruck des Märytrertodes Adalberts von Prags während einer Romreise mit Kaiser Otto in das [[Benediktiner]]kloster SS. Bonifacio e Alessio ein, zu dem auch Adalbert gehört hatte und erhielt dort 999 bei der Ablegung der ewigen Profess den Namen Bonifatius.  
 
[[Bruno]] ist um 974 auf der Burg Querfurt bei Halle als Sohn der sächsischen Adeligen Brun und Ida geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Domschule von Magdeburg, wo er Domherr an St. Moritz wurde. Bruno kritisierte die Aufhebung seines Heimatbistums Merseburg durch Otto II. im Jahr 981, behielt aber gleichwohl ein gutes Verhältnis zu den Ottonen und wurde 996 Hofkaplan Ottos III, dessen Neffe er war. Zwei Jahre später trat er unter dem Eindruck des Märytrertodes Adalberts von Prags während einer Romreise mit Kaiser Otto in das [[Benediktiner]]kloster SS. Bonifacio e Alessio ein, zu dem auch Adalbert gehört hatte und erhielt dort 999 bei der Ablegung der ewigen Profess den Namen Bonifatius.  
  
Sowohl Otto als auch Papst Sylvester beführworteten seinen Einsatz in der Polenmission. 1002 erhielt Bruno das Pallium und ging als Erzbischof der Stämme nach Polen. Den Krieg Heinrichs II. gegen Polen kritisierte Bruno scharf, weil er durch die militärischen Auseinandersetzungen seine missionarischen Erfolge gefährdet sah. 1007 missionierte Bruno unter den Petschenegen im heutigen Weissrussland, Anfang 1009 wurde er gemeinsam mit 18 Gefährten von Heiden überfallen und getötet.
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Sowohl Otto als auch Papst Sylvester befürworteten seinen Einsatz in der Polenmission. 1002 erhielt Bruno das Pallium und ging als Erzbischof der Stämme nach Polen. Den Krieg Heinrichs II. gegen Polen kritisierte Bruno scharf, weil er durch die militärischen Auseinandersetzungen seine missionarischen Erfolge gefährdet sah. 1007 missionierte Bruno unter den Petschenegen im heutigen Weißrussland, Anfang 1009 wurde er gemeinsam mit 18 Gefährten von Heiden überfallen und getötet.
  
 
[[Kategorie:Heilige Deutschland]]
 
[[Kategorie:Heilige Deutschland]]

Version vom 9. März 2017, 17:32 Uhr

Bruno von Querfurt war Missionar, Erzbischof von Magdeburg und Märtyrer.

Biografie

Bruno ist um 974 auf der Burg Querfurt bei Halle als Sohn der sächsischen Adeligen Brun und Ida geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Domschule von Magdeburg, wo er Domherr an St. Moritz wurde. Bruno kritisierte die Aufhebung seines Heimatbistums Merseburg durch Otto II. im Jahr 981, behielt aber gleichwohl ein gutes Verhältnis zu den Ottonen und wurde 996 Hofkaplan Ottos III, dessen Neffe er war. Zwei Jahre später trat er unter dem Eindruck des Märytrertodes Adalberts von Prags während einer Romreise mit Kaiser Otto in das Benediktinerkloster SS. Bonifacio e Alessio ein, zu dem auch Adalbert gehört hatte und erhielt dort 999 bei der Ablegung der ewigen Profess den Namen Bonifatius.

Sowohl Otto als auch Papst Sylvester befürworteten seinen Einsatz in der Polenmission. 1002 erhielt Bruno das Pallium und ging als Erzbischof der Stämme nach Polen. Den Krieg Heinrichs II. gegen Polen kritisierte Bruno scharf, weil er durch die militärischen Auseinandersetzungen seine missionarischen Erfolge gefährdet sah. 1007 missionierte Bruno unter den Petschenegen im heutigen Weißrussland, Anfang 1009 wurde er gemeinsam mit 18 Gefährten von Heiden überfallen und getötet.

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