Jerusalem: Unterschied zwischen den Versionen

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Islamischer Anspruch als Pilgerstätte
 
 
Unabhängige Quellen für die Frühgeschichte des Islam gibt es nicht, einzig die islamischen Schriften. Danach gründet sich der isalmische Anspruch auf Jerusalem als wichtige "heilige Stätte" auf den Passus "zu einem fernen Ort", zu dem Mohammed während seiner weltlichen Herrschaft in Medina (622-630) eine sekundenschnelle Traumreise gemacht habe (Sure 17, Vers 1). Aufgrund der Begleitumstände ist es wahrscheinlicher, dass der berichtete Traum nicht das aus frühislamischer Sicht völlig bedeutungslose Jerusalem, sondern Mohammeds Herkunftsstadt Mekka und die dortig bereits bestehenden Anbetungsstätte für 360 Standbilder von Gottheiten und Götzen, die Kaaba meint. Er war einige Jahre zuvor mit seiner kleinen Schar Anhänger unblutig aus Mekka vertrieben worden, als er die vielen Götter durch seine Idee eines Monotheismus ablösen wollte und dadurch die Pilgereinnahmen für die mekkanischen Bevölkerung drastisch reduziert hätte.
 
 
Im Zuge der gewaltsamen Ausbreitung des Frühislam rückten die Einnahmequelle der jüdischen und christlichen Pilger in Jerusalem ins Blickfeld der islamischen Herrscher und es wurde 70 Jahre nach dem Tod des Träumers († 632) eine eigene islamische Pilgerstätte (Al-Aqsa-Moschee) errichtet, um auch Einnahmen aus Pilgerei zu generieren. Dazu wurde nun der Anspruch einer bedeutenden islamischen Stätte wegen des vermeintlichen Traumziels erfunden, welches es auch zwei Generationen nach dem Traumzeitpunkt noch nicht gab.
 
  
 
== Literatur zur Jerusalem ==
 
== Literatur zur Jerusalem ==

Version vom 3. April 2015, 19:39 Uhr

Koordinaten: <geo>31 46 43 N 35 13 47 E</geo>

Jerusalem, die Stadt Davids
Gottesmutter von Jerusalem

Jerusalem (hebräisch: Jeruschalajim, arabisch: al-Quds) ist neben Rom die für Christen wichtigste Stadt der Welt und befindet sich im Heiligen Land oder im Staat Israel. Jerusalem gilt auch für die Juden und für die Muslime als heilige Stadt.

Geschichte

In der Bibel wird die Stadt Jerusalem viele hunderte mal erwähnt.

Im Koran und in der islamischen Lebensgeschichte des Gründers des islamischen Glaubens Mohammed, -den Hadithen- wird Jerusalem kein einziges Mal erwähnt.


Jerusalem - Das Löwentor


Jerusalem vor Jesus Christus

Jerusalem wurde bereits im 14. Jahrhundert vor Christus außerbiblisch belegt. Das wichtigste geschichtliche Ereignis vor dem Auftreten Christi fand um ca. 1000 vor Christus mit dem Sieg von König David über die Jebusiter und die Einnahme der Burgfeste Zion statt. Das ganze wird im 2. Samuelbuch (Kapitel 5,6-10) beschrieben. Jerusalem wird seitdem auch als "Stadt Davids" oder "Zion" bezeichnet. Nach der Eroberung von Jerusalem wurde auch die Bundeslade in die heilige Stadt gebracht (Siehe 2. Sam 6,12-16)

Der weise König Salomon, der Nachfolger von König David war, ließ in Jerusalem den Tempel aufbauen. Seitdem ist die Stadt das Zentrum des Judentums.

586 vor Christus erfolgte unter König Jojakim die Eroberung und Zerstörung des Tempels durch den babylonische König Nebukadnezar II. Bekannte Propheten wie der Prophet Daniel oder der Prophet Ezechiel wurden ins Exil nach Babylon verschleppt.


Jerusalem zur Zeit von Jesus Christus

Jerusalem vom Dach des Österreichischen Hospizes

Jerusalem nach Jesus Christus

Jerusalem heute

Jerusalem ist heute ein Stadt, in der auf wenigen Metern verschiedenste Kulturen und Religionen sich befinden. Die Stadt gilt sowohl bei den Christen als auch bei den Muslimen und Juden als Heilige Stadt. "Wer die Stadt allein zu besitzen versuchte, hat sie schon immer verloren: die Jebusiter, die Hebräer, die Babylonier, die Assyrer, die Römer, Türken, das große England, Jordanien. Alle mußten Jerusalem wieder hergeben. Die Stadt scheint sich auf geheimnisvolle Weise dem Besitzdenken immer wieder zu entziehen. Sie scheint nur gemeinsam, geteilt, auf eine unbekannte neue Weise bewohnt werden zu können." (Paul Badde)[1]


Schulklasse auf dem Weg zur Klagemauer

Die prophetische Bedeutung von Jerusalem

Jerusalem ist für Christen nicht nur eine Stadt der Geschichte und die Stadt, wo Christus gekreuzigt wurde. Jerusalem hat insbesonders auch eine geistige Dimension. Diese wird bereits im Alten Testament aber vor allem in der Offenbarung des hl. Johannes geschildert.

Die symbolische Bedeutung von Jerusalem

Jerusalem wird Jeruschalajim ausgesprochen; eigentlich Plural, denn der gläubige Jude denkt an das irdische und das Himmlische Jerusalem, die ineinander übergehen. Jerusalem ist der Ort, wo Himmel und Erde einander berühren. Der Zion soll angeblich identisch sein mit dem Berg Moriah, auf dem Abraham den Isaak opfern hätte sollen. Genau die Stelle des Altars soll die Stelle des Tempels sein. Daher hat auch der Tempel in Jerusalem für das Judentum so herausragende Bedeutung als Ort der Gottesbegegnung. An keinem anderen Ort als diesem, wo sich eben Himmel und Erde berühren, ist Opfer (im Judentum) möglich.

Das Wort enthält die Wortwurzel Shalom. Daher ist das "neue Jerusalem" das Symbol für das Kommen des Gottesreiches in diese Welt.

Pilgerstätten

Jerusalem ist naturgemäß Ort vieler christlicher Pilgerstätten:

Literatur zur Jerusalem

siehe: Himmlisches Jerusalem