Elisabeth Achler

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Elisabeth Achler (Beta von Reute; Passionsblume Oberschwabens; Wundertäterin Schwabens) OSF (*25. November 1386 in Bad Waldsee, Deutschland † 25. November 1420 in Reute) ist ein stigmatisierte Selige unserer Mutter Kirche aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart. Ihr Gedenktag ist der 25. November.

Biografie

Elisabeth wurde als Tochter des Webermeisters Johann und Anna Achler im Kreis Ravensburg zwischen Bodensee. Alb und Iller geboren. Sie trat in früher Jugend, gegen den Willen ihrer Eltern in eine neu franziskanische Schwesterngemeinschaft als Terziarin und Klausnerin in ihrer Vaterstadt ein. Bald zog sie mit ihren Mitschwestern in ein kleines Klosters im nahen Dorf Reute. Ihre mystische Begabung prägte immer deutlicher ihr Leben und Leiden. Sie lernte, ihre alltäglichen Aufgaben und Dienste mit der Passion Christi zu vereinigen. Eines Tages empfing Beth, die ihre täglichen Pflichten erfüllte und sich fortwährend ins Leiden Christi versenkte, die Stigmata. Sie wurde mystisch verzückt, erlebte Visionen, sagte 1417 die Wahl eines neuen Papstes voraus und bedurfte zwölf Jahre nicht mehr leiblicher Nahrung oder Schlaf. Die Inzighofer Priorin Anna Schmid pflegte mit ihr einen geistlichen Gedankenaustausch. Ihr Seelenführer und Biograph war Probst Konrad Kügelin (1367 -1428).

Am Vorabend zum Katharinentag 1420 fühlte Beth ihre letzte Stunde nahen. Sie ließ ihren Beichtvater, der seit zwei Jahren in Waldsee Propst war, rufen und empfing aus seiner Hand die Sterbesakramente. Am folgenden Morgen, ihrem 34. Geburtstag, bat die Entkräftete den Konvent in ihre Zelle, ließ Kerzen anzünden und wollte nochmals die Leidensgeschichte hören. Nach dem Bericht über das Hinscheiden Jesu wünschte sie, die Johannisminne zu trinken: in Erinnerung an den Lieblingsjünger geweihten Wein. Sie nahm einen kleinen Schluck, legte die Hände zusammen und gab ihre Seele dem Schöpfer zurück. Schon nach ihrem Tod setzte die Verehrung der "Guten Beth" ein. Reute wurde ein Wallfahrtsort und es gibt ein eigenes Festlied. Selig wurde sie am 19. Juli 1766 durch Papst Klemens XIII. gesprochen.

Literatur

Meine Werkzeuge