Notre charge apostolique

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In [[Notre charge apostolique (Wortlaut)|Notre charge apostolique]] verurteilt Papst [[Pius X.]] die französische [[Sillon-Bewegung]], die für eine Demokratie im christlichen Geiste wirken wollte. Die Verurteilung baut auf der Verwerfung von - der Philosophie des 18. Jahrhunderts, - der Revolution und - dem Liberalismus. Der Hl. Vater anerkennt die Beweggründe und die Erfolge des Sillon, konstatiert aber, daß dieser in die Irre ging, da es an „historischem Wissen, gesunder Philosophie, starker Theologie“ mangelte.
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In [[Notre charge apostolique (Wortlaut)|Notre charge apostolique]] verurteilt Papst [[Pius X.]] die französische [[Sillon-Bewegung]], die für eine Demokratie im christlichen Geiste wirken wollte. Die Verurteilung baut auf der Verwerfung von - der Philosophie des 18. Jahrhunderts, - der Revolution und - dem Liberalismus. Der Hl. Vater anerkennt die Beweggründe und die Erfolge des Sillon, konstatiert aber, dass dieser in die Irre ging, da es an „historischem Wissen, gesunder Philosophie, starker Theologie“ mangelte.
  
 
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4. eine falsch verstandene Liebe zu den Schwachen.
 
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[[Pius X.]] weist darauf hin, daß eine christlich zu nennende Demokratie auf der Verschiedenheit der sozialen Klassen beruhen müsse, „die mit Sicherheit das Kennzeichen jedes wohlgeordneten Staates ist“ und daß die Gesellschaft nach Gottes Regeln zu gestalten sei.
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[[Pius X.]] weist darauf hin, dass eine christlich zu nennende Demokratie auf der Verschiedenheit der sozialen Klassen beruhen müsse, „die mit Sicherheit das Kennzeichen jedes wohlgeordneten Staates ist“ und dass die Gesellschaft nach Gottes Regeln zu gestalten sei.
  
Es sei eine Entartung der Demokratie, wenn sie zur Volkssouveränität schreitet: „'''Wir brandmarken eine gewisse Demokratie, die in ihrer Perversität so weit ging, daß sie die Souveränität in der Gesellschaft dem Volke zuspricht und die Beseitigung und Einebnung aller sozialen Klassenunterschiede anstrebt.'''“ Es ist eine Entartung der Demokratie, wenn sie zur Nivellierung schreitet! Es ist dem Sillon vorzuwerfen, daß er die sozialen Grundsätze der Kirche verleugnet, daß er die Autorität ins Volk verlegt, daß er die Autorität leugnet, daß er die sozialen Klassen einebnen will.
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Es sei eine Entartung der Demokratie, wenn sie zur Volkssouveränität schreitet: „'''Wir brandmarken eine gewisse Demokratie, die in ihrer Perversität so weit ging, dass sie die Souveränität in der Gesellschaft dem Volke zuspricht und die Beseitigung und Einebnung aller sozialen Klassenunterschiede anstrebt.'''“ Es ist eine Entartung der Demokratie, wenn sie zur Nivellierung schreitet! Es ist dem Sillon vorzuwerfen, dass er die sozialen Grundsätze der Kirche verleugnet, dass er die Autorität ins Volk verlegt, dass er die Autorität leugnet, dass er die sozialen Klassen einebnen will.
  
 
Literaturverzeichnis:
 
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Version vom 22. Dezember 2008, 13:13 Uhr

In Notre charge apostolique verurteilt Papst Pius X. die französische Sillon-Bewegung, die für eine Demokratie im christlichen Geiste wirken wollte. Die Verurteilung baut auf der Verwerfung von - der Philosophie des 18. Jahrhunderts, - der Revolution und - dem Liberalismus. Der Hl. Vater anerkennt die Beweggründe und die Erfolge des Sillon, konstatiert aber, dass dieser in die Irre ging, da es an „historischem Wissen, gesunder Philosophie, starker Theologie“ mangelte.

Zu verurteilen seien

1. der Anspruch des Sillon, sich der kirchlichen Autorität zu entziehen,

2. die Manipulation des Evangelium in Richtung auf „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“,

3. die Predigt einen manipulierten und entstellten Christus, sowie

4. eine falsch verstandene Liebe zu den Schwachen.

Pius X. weist darauf hin, dass eine christlich zu nennende Demokratie auf der Verschiedenheit der sozialen Klassen beruhen müsse, „die mit Sicherheit das Kennzeichen jedes wohlgeordneten Staates ist“ und dass die Gesellschaft nach Gottes Regeln zu gestalten sei.

Es sei eine Entartung der Demokratie, wenn sie zur Volkssouveränität schreitet: „Wir brandmarken eine gewisse Demokratie, die in ihrer Perversität so weit ging, dass sie die Souveränität in der Gesellschaft dem Volke zuspricht und die Beseitigung und Einebnung aller sozialen Klassenunterschiede anstrebt.“ Es ist eine Entartung der Demokratie, wenn sie zur Nivellierung schreitet! Es ist dem Sillon vorzuwerfen, dass er die sozialen Grundsätze der Kirche verleugnet, dass er die Autorität ins Volk verlegt, dass er die Autorität leugnet, dass er die sozialen Klassen einebnen will.

Literaturverzeichnis:

Sangnier, Marc: L’ histoire et les idées du Sillon. Paris 1907

Sangnier, Marc: Le plus grand Sillon. Paris 1907

Barbier, E.: La descendance du Sillon. Paris 1908

Barbier, E. : Les démocrates chrétiens et le modernisme. Paris 1908

Charles, M.: Que penser du Sillon? Paris 1910

Ariès, N.: Le Sillon et le mouvement démocratique. Paris 1910

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