Abtei Maria Laach

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Koordinaten: 50°24′17″ N 7°15′18″ E Die Abtei der Heiligen Maria zu Laach (lat. Abbatia Mariae Lacensis oder Abbatia Mariae ad Lacum) ist ein Benediktinerkloster und gehört seit 1892 zur Beuroner Benediktinerkongregation. Im Jahr 2007 zählte die Abtei 57 Mönche. Der Wahlspruch des Klosters lautet: Pax in virtute - Friede in deinen Mauern (Ps 122,7 EU). Die exemte Abtei auf dem Gebiet des Bistums Trier gehört zur Ortsgemeinde Glees im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz, Deutschland) und liegt 50 km südlich von Bonn und 30 km westlich von Koblenz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Abtei wurde 1093 vom Grafen Heinrich II. von Laach, Pfalzgraf der Rheinfranken, gegründet. Sie wurde zunächst mit Mönchen aus St. Maximin in Trier besiedelt, dann durch eine neue Gruppe aus Afflighem in Brabant. 1156 wurde die bis heute nur wenig veränderte Abteikirche geweiht. In den Anfängen lehnte sich das Kloster an die Abtei Cluny an und wurde 1474 Mitglied der Bursfelder Union, der sie bis zur Aufhebung 1802 angehörte.

Nach der Aufhebung wurde Maria Laach Privatbesitz. 1862 errichteten die Jesuiten hier ihr deutsches Collegium maximum, das auch nach der Vertreibung der Jesuiten von 1863 in ihrem Besitz verblieb (--> Zeitschrift Stimmen aus Maria Laach). 1892 wurde das Kloster von Benediktinern der Beuroner Kongregation erworben, mit Ausnahme der Kirche, die erst 1924 vom preußischen Staat zurückerstattet wurde. Zum ersten Abt nach der Wiederbesiedelung ernannte Erzabt Placidus Wolter den Beuroner Pater Wilibrord Benzler.

Tätigkeiten

Vor allem unter Abt Ildefons Herwegen wurde die Abtei zu einem Mittelpunkt der liturgischen Erneuerung und Forschung in Deutschland. Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit entwickelte das Kloster ein blühendes liturgisches Apostolat (Reihen: Ecclesia orans 1918-1939, Liturgische Volksbüchlein 1922-1925, Volksmeßbuch von Urbanus Bomm, Te Deum - Das Stundengebet im Alltag), das durch den Kunstverlag ars liturgica und die Kunstwerkstätten unterstützt wird.

Dem Kloster verbunden sind 55 Benediktineroblaten (Zahl aus dem Jahr 2007).

Zum Besitz der Abtei gehört ein großer Gutsbetrieb mit Garten- und Obstbau, der von Mönchen und Angestellten bewirtschaftet wird. Die Mönche bieten eine vielgestaltige Zielgruppenseelsorge für Priester, Pädagogen, Soldaten und Schüler und ein ökumenisch ausgerichtetes Apostolat der Gastfreundschaft in Hotel und Gastflügel des Klosters.

Zu den Klosterbetrieben gehört u.a. eine Glockengiesserei. Die Bibliothek der Abtei umfasst rund 205 000 Bände.

Äbte

Seit der Wiederbesiedelung von Maria Laach:

  1. (42. nach der Gründung)
    Willibrord Benzler, 1893 -1901
    (seit 1892 Prior, 1901-1919 Bischof von Metz, 1919 - 1921 Titularerzbischof von Atalia)
    In verbo tuo - Auf dein Wort (Lk 5,5)
  2. (43. nach der Gründung)
    Fidelis Freiherr von Stotzingen, 1901-1913
    (1913 -1947 2. Abtprimas der Benediktinischen Konföderation und Abt von S. Anselmo)
    Sursum! - Empor!
  3. (44. nach der Gründung)
    Ildefons Herwegen, 1913 -1946
    Necessitas parit coronam - Gebundenheit erwirbt die Krone (RB)
  4. (45. nach der Gründung)
    Basilius Ebel, 1946-1966; gest. 1968
    In caritate radicati - In der Liebe fest verwurzelt (Eph 3,17)
  5. (46. nach der Gründung)
    Urbanus Bomm, 1966-1977
    (1964 Abtkoadjutor mit dem Recht der Nachfolge); gest. 1982
    Adeamus cum fiducia - Laßt uns voll Zuversicht hintreten (Hebr 4,16)
  6. (47. nach der Gründung)
    Adalbert Kurzeja, 1977-1990
    Confirma fratres tuos - Stärke deine Brüder (Lk 22,32)
  7. (48. nach der Gründung)
    Anno Schoenen, 1990-2002
    Honore invicem praeveniant - In Ehrfurcht einander zuvorkommen (Röm 12,10; RB 72,4)
  8. (49. nach der Gründung)
    Benedikt Müntnich, 2002-2014
  • P. Dr. Albert Sieger, Prior-Administrator (Oberer, nicht im Abtsrang, ab 2014)[1]

Anmerkungen

  1. Pressemitteilung der Abtei, 3. September 2014, abgerufen am 4. September 2014.

Weblinks

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