Castor von Karden

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Castor von Karden

Castor von Karden (* im 4. Jahrhundert; † um 400) ist ein Heiliger aus dem Bistum Trier. Sein Gedenktag ist der 13. Februar.

Biografie

Castor stammte höchstwahrscheinlich aus Aquitanien und war um 345 ein Schüler des Bischofs Maximin von Trier. Nachdem Maximin ihn zum Priester geweiht hatte, lebte Castor vermutlich mit einigen Gefährten als Einsiedler in Cardena (heute Treis-Karden) und wirkte in einer bereits weitgehend christianisierten Umgebung an der Mosel. Wahrscheinlich gründete er mit dem ebenfalls aus Aquitanien stammenden Potentinus und dessen Söhnen Felicius und Simplicius eine frühe asketisch lebende Klostergemeinschaft, die bis zum Jahre 1802 bestand. Von dem Kollegiatstift an St. Castors Grab- und Wirkungsstätte in Karden bestehen noch einige romanische Gebäude wie das Haus Korbisch, der Stiftsherrenbau sowie die im 12. Jahrhundert erbaute Stiftskirche St. Castor.[1]

780 erhob Bischof Wiomad von Trier die Gebeine St. Castors und setzte sie in der Paulinus-Kirche von Karden bei. Im November 837 übertrug Erzbischof Hetti von Trier Castorreliquien in die neu erbaute Koblenzer St.-Castor-Kirche. Ein kleinerer Teil der Castorreliquien verblieb in Karden und wurde im aus dem 15. Jahrhundert stammenden Castorschrein verehrt. Dieser kunstvolle Holzschrein befindet sich nach wie vor in der Kardener Stiftskirche, die Reliquien sind seit dem Ende des 18. Jahrhundert jedoch verschollen. Anfang des 19. Jahrhunderts kehrten einige Reliquien St. Castors aus Koblenz nach Karden zurück und werden seither im historischen Castorschrein aufbewahrt.[2]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Stiftskirche St. Castor in Treis-Karden
  2. Reliquienschrein des St. Castor in Karden
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