Gregor IX.

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Gregor IX.; dessen Name "der Wachsame" bedeutet; (* um 1160 - 1170 in Anagni; † 22. August 1241 in Rom); Geboren als Graf Ugolino dei Conti di Segni war er der Neffe von Papst Innozenz III. Seit dem 19. März 1227 war er Papst. Ließ durch die Heilige Inquisition die Ketzer bekämpfen. Förderer der Orden der Dominikaner und der Franziskaner. Durch ihn auch die Reform der Kirchengesetze.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Nach Theologie- und Jurastudium in Paris und Bologna im Jahre 1196 wurde er Kardinaldiakon. 1198 als Kaplan an der Kurie, wurde er 1206 Kardinalbischof von Ostia und damit Dekan des Kardinalskollegiums. Seitdem wurde er mehrfach mit Legationen betraut, 12071209 nach Deutschland, 1217 - 1219 nach Mittelitalien und 1221 nach Oberitalien, die zur Vorbereitung des vom IV. Laterankonzil beschlossenen Kreuzzugs galten. Das ganze Pontifikat Gregor IX. überschattete die Kreuzzugsfrage. Neben dieser Frage betraf der Streit vor allem die vom Kaiser bestrittene Zugehörigkeit der Mark Ancona und des Herzogtums Spoletto zum Kirchenstaat. Sein Bemühen um die Eigenständigkeit des Kirchenstaates bracht ihn in feindlicher Beziehung zu Kaiser Friedrich II.

Pontifikat

Am 19. März 1227 wurde Gregor IX. zum Papst gewählt, zu diesem Zeitpunkt war er bereits im greisen Alter von etwa 60 Jahren. Gregor IX. ist vor allem als Förderer der neugegründeten Bettelorden hervorgetreten. Er hat maßgeblich an der Regel der Franziskaner mitgearbeitet und hat die Klarissen, den Dritten Orden, die Dominikaner sowie Kamaldulsener und den Deutschen Ritterorden unterstützt. Über seine Zeit hinaus weist sein Wirken als Gesetzgeber. Die auf seine Veranlassung von Raimund von Peñafort erstellte Dekretaliensammlung 1234 wurde durch Übersetzung an den Universitäten geltendes Kirchenrecht und bis 1917 gültig. Das als Liber Extra den zweiten Teil des später als Corpus Iuris Canonici bezeichneten kirchlichen Gesetzbuches bildete. Darin wurde unter anderem die Verfolgung der Ketzer im Kapitel X 5, 7, benannte De Hereticis strafrechtlich geregelt, die Gregor IX. im Anschluß an kaiserliches Vorbild, in Form der päpstlichen Inquisition organisierte und durch eigens Beauftragte Dominikaner 1231 durchführen ließ. Das Gesetzbuch wurde den Universitäten in Bologna und Paris mit der Maßgabe übersandt, es zur Grundlage von Wissenschaft und Lehre zu machen.

Werke

Weblinks


Vorgänger
Honorius III.
Papst
1227 - 1241
Nachfolger
Coelestin IV.
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