Innozenz VI.

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Papst Innozenz VI. (*als Étienne Aubert zwischen 1282 und 1292 in Les Monts bei Beyssac, Bistum Limoges, Frankreich; †12. September 1362 in Avignon) war einer der spätmittelalterlichen Inhaber des Stuhls Petri, die von Avignon in Südfrankreich aus regierten.

Étienne Aubert hatte zunächst weltliches Recht studiert und dozierte dieses Fach in Toulouse. Im Anschluss war er Großrichter im dortigen Distrikt tätig. Er wurde 1337 Bischof von Nismes, 1338 von Noyon und 1340 von Clermont. 1345 erfolgte die Ernennung zum Kardinal. Am 28. Dezember 1352 wurde er zum Papst gewählt, musste allerdings Zusagen an die ihn wählenden Kardinäle machen (eine sogen. Wahlkapitulation). Diese erklärte er jedoch im folgenden Jahr für nichtig. Er nahm den Namen Innozenz VI. an. Eine seiner wichtigsten Amtshandlungen war die Reform der päpstlichen Kurie: Er beschnitt die Kardinäle in ihrer Macht und senkte die Ausgaben des Hofstaats. Um die Rückkehr des Papstes nach Rom vorzubereiten, entsandte er Kardinal Albornoz als Legaten in den Kirchenstaat. 1355 ließ er den deutschen König Karl IV. in Rom zum Kaiser krönen, akzeptierte jedoch, dass in der 1356 verabschiedeten Goldenen Bulle das Bestätigungsrecht des Papstes bei der Wahl des deutschen Kaisers keinen Eingang fand. Er vermittelte erfolgreich im 100-jährigen Krieg zwischen Frankreich und England. Sein Nachfolger Urban V. setzte seinen Reformkurs fort.

Weblinks


Vorgänger
Klemens VI.
Papst
1352-1362
Nachfolger
Sel. Urban V.
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