Rerum ecclesiae (Wortlaut)

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Enzyklika
Rerum ecclesiae

von Papst
Pius XI.
an unsere Ehrwürdigen Mitbrüder, Patriarchen, Primaten, Erzbischöfe, Bischöfe
sowie an die sonstigen Ordinarien, welche in Frieden und Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhl stehen
über die Förderung der Missionen
28. Februar 1926

(Offizieller lateinischer Text AAS XVIII [1926] 65-83)

(Quelle: Päpstliche Rundschreiben über die Mission von Leo XIII. bis Johannes XXIII., Missionswissenschaftliches Seminar der Universität Würzburg, Herausgegeben von Josef Glazik MSC, Vier-Türme-Verlag 1961 Abtei Münsterschwarzach, S. 42-69, Ausgabe A: Latein und Deutsch. Die kirchliche Druckerlaubnis erteilte: Würzburg, 4.5.1981 Dr. Fuchs, Generalvikar).

Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Ehrwürdige Brüder !
Gruß und Apostolischen Segen!

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Wer die Geschichte des Wirkens der Kirche aufmerksam verfolgt, kann sich der Erkenntnis nicht verschließen, dass seit den ersten christlichen Zeiten der Päpste Sorge und Sinn besonders darauf gerichtet war, ganz unbeirrt durch Schwierigkeiten und Hemmungen das Licht der Lehre des Evangeliums und den Segen der christlichen Bildung den „in Finsternis und Todessmatten sitzenden" Völkern zukommen zu lassen. Dazu allein ist ja die Kirche geboren, das Reich Christi in aller Welt auszubreiten und so die gesamte Menschheit des Heiles der Erlösung teilhaftig zu machen. Wer immer aber auf Erden von Gott zum Statthalter Jesu, unseres obersten Hirten, bestellt wurde, der darf sich wahrlich nicht damit zufrieden geben, die seiner Leitung anvertraute Herde des Herrn nur zu schützen und zu bewahren. Im Gegenteil. Er würde eine Hauptpflicht seines Amtes vernachlässigen, wollte er es sich nicht mit allem Eifer angelegen sein lassen, die abseits und draußen Stehenden Christo zu gewinnen und anzugliedern.

2 Unsere Vorgänger wussten sich eben gebunden durch das göttliche Gebot, alle Völker zu lehren und zu taufen. Diesem Gebote sind sie, wie man weiß, zu jeder Zeit dadurch nachgekommen, dass sie geistliche Sendboten ausschickten, von denen die Kirche nicht wenige wegen ihres heiligen Lebens oder ihres großherzigen Martyriums öffentlich verehrt. Jene Missionare haben alsdann, freilich mit wechselndem Erfolge, gearbeitet, unserem Europa und der Reihe nach den kaum entdeckten und durchforschten, noch unbekannten Ländern das Licht unseres Glaubens zu bringen. Wir sagten: mit wechselndem Erfolge. Denn mehr als einmal mühten sich die Missionare fast ganz vergebens ab oder sie wurden gar getötet oder vertrieben. Und so musste es kommen, dass der Acker, den zu bebauen sie kaum angefangen hatten, nur sehr wenig von seiner rauen Unwirtlichkeit verlor. Oder aber er war bereits in einen blumenbepflanzten Garten umgewandelt worden und wurde, sich selbst überlassen, nach und nach wieder Dornengestrüpp und Dickicht. - Freuen dürfen wir uns indessen, dass gerade jetzt in den letzten Jahren jene Gesellschaften, die sich den heiligen Missionen bei den nichtchristlichen Völkerschaften widmen, mit ganz neuem Eifer ihre Mühen und Erfolge verdoppelten und dass den gesteigerten Arbeiten der Missionare aufseiten des christgläubigen Volkes eine gesteigerte reichliche Hilfe und Unterstützung das Gleichgewicht hielt. Zweifellos trug dazu wesentlich jenes Apostolische Schreiben bei, das Unser letzter Vorgänger seligen Angedenkens am 30. XI. 1919 „über die Ausbreitung des katholischen Glaubens in der Welt" an sämtliche Bischöfe richtete. Es wurde nämlich dadurch deren beharrlicher und geschickter Eifer zu helfen vom Papste erheblich angespornt. Und gleichzeitig wurden die Apostolischen Vikare und Präfekten in klugen Weisungen darauf aufmerksam gemacht, vor welchen Übelständen man auf der Hut sein müsse und was von den Missionaren zu leisten sei, damit sich ihre heilige Sendung um so fruchtbarer auswirke.

3 Was Uns angeht, so wisst ihr es recht gut, ehrwürdige Mitbrüder, wie Wir seit dem Beginn des Pontifikates entschlossen sind, gar alles zu versuchen, um durch die apostolischen Herolde des Glaubens das Licht der Wahrheit des Evangeliums immer weiter voraustragen zu lassen und dadurch den heidnischen Völkern den einzigen Weg zum Heile zu bahnen. Dabei stellte sich zweierlei als besonders wünschenswert heraus. Beides ist nicht nur zweckdienlich, sondern vielmehr geradezu notwendig. Und bei des hängt aufs engste miteinander zusammen. Zunächst einmal muss eine viel größere und in verschiedener Beziehung besser ausgebildete Zahl von Arbeitern in die unermesslichen, unbegrenzten Länder entsandt werden, die des Christentums noch nicht teilhaftig wurden. So dann sollte es den Gläubigen noch mehr zum Bewusstsein kommen, mit welch innerer Begeisterung, mit welch inständigem Beten zu Gott, mit welcher Freigebigkeit schließlich sie zu einem so heiligen und fruchtbringenden Werke einmütig mitarbeiten müssen. War das nicht auch Unsere Absicht, als Wir in Unserem Vatikanischen Palaste die öffentliche Ausstellung von Missionsgegenständen veranstalten ließen? Ja, Wir danken es dem gütigen Gotte, dass, wie Wir hören, angesichts eines solchen Schauspieles göttlicher Gnade und menschlichen Opfermutes und Edelsinnes manches jugendliche Herz den ersten Funken des katholischen Apostolatsgedankens in sich aufgenommen hat. Und wir dürfen heute schon im Voraus der sicheren Hoffnung sein, dass das bewundernde Staunen über die apostolischen Arbeiter, von dem die zahl reimen Besucher ergriffen wurden, nicht leer, nicht ganz fruchtlos bleiben werde. Die gewichtigen Lehren und Mahnungen, die die Missionsgegenstände -stumm und doch beredt - in sich schließen, sollten niemals vergessen und verloren werden. Darum haben Wir, was euch wohl nicht unbekannt ist, eine sorgfältige Auswahl von Missionsgegenständen in geeigneterer Aufstellung zu einem Museum in Unserem Lateranpalaste vereinigen lassen. Seitdem der Kirche der Friede geschenkt ward, haben ja von hier aus Unsere Vorgänger so viele apostolische, durch heiliges Leben und großen Glaubenseifer ausgezeichnete Männer der Reihe nach in die Gegenden entsandt, die offensichtlich schon "goldig reif zur Ernte" waren.

4 Wer immer, besonders von den Leitern der Missionen und, wenn Wir so sagen dürfen, von ihren gewöhnlichen Soldaten, dieses Museum besucht, sie alle werden dort die Eigenart der einzelnen Missionen untereinander vergleichen können und sich bei der vergleichenden Prüfung jeweils für das Bessere und Größere zu entschließen imstande sein. Diejenigen aber, die aus dem Volke hingehen, werden Unseres Ermessens die gleich starken Eindrücke mitnehmen wie die Besucher der Vatikanischen Ausstellung. Damit indessen das bei den Christgläubigen bereits stark geweckte Interesse für das Missionswerk noch stärker zum tätigen Handeln angefacht werde, rufen Wir euch, ehrwürdige Mitbrüder, laut um Beistand an. Eure Mitwirkung erbitten Wir Uns zur Hilfe und wollen Wir ausdrücklich herangezogen wissen. Und wenn ihr sonst je eure Mühewaltung einer Same geziemender- oder notwendigerweise geschenkt habt: wahrhaftig hier bei dieser Aufgabe dürft ihr euch beharrlich anhaltende, eifrige und fleißige Mitwirkung nicht versagen. Das verbietet euch die Verpflichtung eurer Würde; und dazu drängt euch auch schon eure Anhänglichkeit an Uns. Seid überzeugt, solange es Uns noch hienieden durch Gottes Ratschluss vergönnt ist, das Licht der Sonne zu schauen, solange wird Uns die Angst und Sorge um dieses Stück. des apostolischen Amtes nicht loslassen. Denn Wir erwägen sooft, dass die Zahl der Nichtchristen rund tausend Millionen beträgt. Da haben wir keine Ruhe im Geiste (2 Kor 7, 5), und es kommt Uns vor, als gälte auch Uns jenes erschütternde Wort: „O rufe laut! halt nicht an dich! Und der Posaune gleich erhebe deine Stimme!" (Is 58, 1)

Beweggründe des Missionseifers

5 Wenn diejenigen, die zum Schafstalle Christi gehören, sich gar nicht kümmern wollten um alle die andern, die außerhalb der Hürde unglücklich umherirren - wie wenig vertrüge sich das mit der Liebe, die wir Gott dem Herrn und allen Menschen schulden. Es ist wahrlich nicht notwendig, des längeren darüber zu reden. Es fordert ja unsere Pflicht der Gottesliebe, dass wir nach Kräften die Zahl derjenigen vergrößern, die ihn kennen und anbeten „in Geist und Wahrheit" (Joh 4, 24). Es fordert ja unsere Pflicht der Gottesliebe weiterhin, dass wir möglichst viele Menschen der Herrschaft unseres liebenden Erlösers zuführen, damit um so reicher der „Nutzen seines Blutes" werde (Ps 29, 10). Und dass wir immer mehr ihm zu Willen sind, ihm, dem gar nichts willkommener sein kann, als dass "alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen" (1 Tim 2, 4).

6 Christusselbst hat eben dies als das besondere und eigentliche bleibende Kennzeichen seiner Jünger hingestellt, dass sie einander lieben sollen (Joh 13, 35; 15, 12): können wir denn eine größere und schönere Liebe unsern Nächsten erweisen, als wenn wir Sorge tragen, sie der Finsternis des Unglaubens zu entreißen und mit dem rechten Glauben Christi vertraut zu machen? Vor allen übrigen Werken und Zeichen der Liebe hat dieses sicherlich ebenso sehr den Vorzug, wie die Seele höher steht als der Leib, der Himmel höher als die Erde, die Ewigkeit höher als die Zeit. Wer immer sich für dieses Liebeswerk nach Kräften tätig einsetzt, der zeigt, dass er das Geschenk des Glaubens nach Gebühr einzuschätzen weiß. Und der erweist sich zudem dankbar gegen Gottes Güte dadurch, dass er dieses allerkostbarste Geschenk, den Glauben, und was sonst noch damit verbunden ist, den armen Heiden zuteil werden läßt. Wenn sich einer solchen Pflicht schon keiner aus der Gemeinschaft der Gläubigen entziehen darf, sollte es der Klerus dürfen, dem Christus der Herr in wundersamer Gnadenwahl Anteil an seinem eigenen Priestertum und Apostolate schenkt: solltet ihr es dürfen, ehrwürdige Mitbrüder, die ihr, durch des Priestertums Fülle ausgezeichnet, je für euren Bezirk dem christlichen Klerus und Volke, von Gottes wegen, Vorsteher und Führer seid? Wir lesen doch, dass Jesus Christus nicht nur dem Petrus allein, dessen Lehrstuhl Wir innehaben, sondern allen Aposteln, deren Nachfolger ihr seid, den Befehl gab: "Geht hin in alle Welt und predigt allen Geschöpfen das Evangelium" (Mk 16, 15). Daraus ergibt sich klar, dass die Sorge für die Verbreitung des Glaubens freilich auch Uns angeht. Aber doch so, dass ihr ohne alles Zaudern die Arbeit mit Uns teilen und Uns in dieser Angelegenheit helfen müsst, soweit das nur eure besondere und eigene Amtspflicht zulässt. Lasst es euch deshalb nicht verdrießen, ehrwürdige Mitbrüder, Unserer väterlich herzlichen Ermahnung pflichtgetreu zu willfahren, in dem Gedanken, dass Gott der Herr einstens in dieser wahrhaft nicht unwichtigen Sache Rechenschaft verlangen wird.

Die Aufgaben der Bischöfe, Gebetsapostolat

7 Zunächst einmal suchet durch Wort und Schrift zu erreichen, dass ihr bei euren Gläubigen die fromme Gewohnheit einführt und allmählich verbreitet, „den Herrn der Ernte zu bitten, dass er Arbeiter in seine Ernte sende" (Mt 9, 38), sowie für die Ungläubigen die Hilfe himmlischen Lichtes und himmlischer Gnade im Gebete zu erflehen. Wir denken da an eine regelmäßige, ständige und dauernde Übung, denn jeder sieht, dass eine solch regelmäßige Übung viel mehr bei Gottes Barmherzigkeit gilt und vermag als die ein- oder mehrmal angeordneten Einzelgebete. Es mögen die Herolde des Evangeliums sich im Schweiße des Angesichtes abmühen und gar ihr Leben hingeben in der Arbeit, die Heiden zur katholischen Religion hinzuführen. Sie mögen Fleiß, Geschicklichkeit, menschliche Fertigkeiten aller Art daran setzen. Trotzdem werden sie in gar keiner Weise vorankommen, alles wird vielmehr fehlschlagen, wenn Gott der Herr nicht mit seiner Gnade das Herz der Ungläubigen rührt und weich macht und an sich zieht.

8 Das aber erkennt man leicht: wie jedermann die Fähigkeit zu beten hat, so hat es auch jeder mit in der Hand, auf diese Weise die Missionen zu schützen und zu unterhalten. Deshalb würdet ihr Unsern Wünschen entsprechend und dem Empfinden und Sinn des Volkes durchaus angemessen handeln, wenn ihr z. B. dem Marianischen Rosenkranz und sonstigen derartigen Gebeten in den Kathedralen und den übrigen Kirchen irgend ein besonderes Gebet für die Missionen und zur Bekehrung der Heiden anschließen und beifügen lasst. Für diesen selben Zweck möge man, ehrwürdige Mitbrüder, besonders die Kinder und die Schwestern heranholen und begeistern. Es ist nämlich unser Wunsch, dass in den Heimen, in den Waisenhäusern, in den Schulen und Kollegien für Kinder, desgleichen in allen Häusern oder Klöstern von Schwestern täglich das Gebet zum Himmel aufsteige und so auf die vielen unglücklichen Menschen, auf die zahlreichen Heidenvölker Gottes Erbarmung hernieder steige. Denn was könnte unschuldigen und rein lebenden Seelen der himmlische Vater abschlagen und verweigern? Und wenn die Kinder sich gleich beim ersten Aufblühen der Gottesliebe daran gewöhnen, für das ewige Heil der Ungläubigen zu beten, so dürfen wir anderseits auch zuversichtlich hoffen, dass in dem zarten kindlichen Herzen unter dem Walten der göttlichen Vorsehung leicht ein stilles Sehnen nach dem Apostolatsberufe wach wird. Wenn man das sorgfältig hegt und pflegt, so schenkt es uns vielleicht im Laufe der Zeit Arbeiter, die für das apostolische Amt recht wohl tauglich sind.

Förderung der Missionsberufe

9 Nur ganz kurz wollen Wir so dann hier etwas berühren, ehrwürdige Mitbrüder, was unbedingt eure sorgfältigste Beachtung und Aufmerksamkeit verdient. Jeder weiß wohl, dass das Werk der Glaubensverbreitung große Verluste durch den letzten Krieg erlitten hat. Von den Missionaren wurden die einen in die Heimat zurückberufen und sanken vielleicht dahin als Opfer der Wechselfälle jenes gewaltigen Ringens. Andere wurden aus ihrem Arbeitsfeld verdrängt und mussten ihre einzelnen Bezirke lange unbebaut liegen lassen. Da handelte und handelt es sich auch heute nicht so sehr nur um die Notwendigkeit, diese Verluste und Schäden zu ersetzen. Es ist vielmehr alles erst wieder von Grund aus neu aufzubauen, ja sogar über das Frühere hinaus voranzubringen und zu erweitern.

10 Mögen wir ferner auf die unendlichen Länderstrecken unsern Blick richten, die der christlichen Bildung noch verschlossen sind, oder auf die gewaltige Zahl derer, die des Segens der Erlösung bis auf den heutigen Tag entbehren müssen, oder schließlich auf die Nöten und Schwierigkeiten, die die Missionare bei ihrer geringen Anzahl hindern und hemmen, jedenfalls muss das einträchtige Bemühen der Bischöfe und aller Katholiken dahin gehen, dass die Zahl der Glaubensboten vermehrt und vervielfältigt werde. Wo sich also etwa in einem eurer Bistümer bei Jünglingen oder Klerikern oder Priestern der göttliche Beruf zu einem so herrlichen Apostolate zeigt, da möge ihnen bei ihren Lieblingsplänen und –neigungen eure freundliche und einflussreiche Förderung nicht fehlen. Erst recht möget ihr ihnen nicht auf irgend eine Weise im Wege sein. Ihr dürft freilich unbefangen „die Geister prüfen, ob sie aus Gott sind" (1 Joh 4, 1). Wenn ihr aber erkennt, dass es sich in dem Falle um einen heilsamen Vorsatz handelt, der unter Gottes Einfluss gefasst wurde und reif wird, alsdann möge euch kein Priestermangel und keine Notlage der Diözese den Atem rauben und von der Einwilligung zurückhalten. Sind doch eure Landsleute, die die Hilfsmittel des Heiles sozusagen zur Hand haben, weit weniger vom Heile fern als die Heiden, zumal die, die sonst ständig in ihrer Wildheit und Barbarei verbleiben. Wenn es in der Tat der Gang der Dinge so mit sich bringt, dann nehmet mit Gleichmut aus Liebe zu Christus und den Seelen den Verlust eines Geistlichen auf euch, wenn man das überhaupt einen Verlust nennen kann.

11 Wo ihr nämlich einen Helfer und Mitarbeiter verliert, da wird der göttliche Stifter der Kirche ganz gewiss für Ersatz sorgen: dadurch, dass der Strom von Gnaden sich reichlicher in das Bistum ergießt, oder dadurch, dass neue Berufe zum heiligen Dienste geweckt werden.

Errichtung des Priestermissionsbundes

12 Damit aber diese Angelegenheit sich in unsere sonstigen seelsorglichen Pflichten gut einfüge, lasst den Priestermissionsverein bei euch einrichten oder, wenn er schon besteht, regt ihn durch Rat, Aufmunterung, Förderung eurerseits zu immer eifrigerer Betätigung an. Dieser vor amt Jahren mit großem Weitblick gegründete Verein wurde von Unserem letzten Vorgänger mit vielen Ablässen bereichert und der heiligen Kongregation der Propaganda unterstellt. Inzwischen hat er sich gerade in den letzten Jahren auf sehr viele Bistümer der katholischen Welt ausgebreitet. Wir selbst haben ihm wiederholt das ehrende Zeugnis päpstlichen Wohlwollens geben können. Die ihm angehörenden Priester - und entsprechend auch die Theologiestudierenden - beten im Sinne des Vereines selbst, besonders bei der heiligen Messe, um das Geschenk des Glaubens für die ungezählte Menge von Heiden und suchen ebenso andere zu diesem Gebete zu veranlassen. Wann und wo immer es angeht, predigen sie dem Volke über die Förderung des Apostolates bei den Ungläubigen oder sorgen dafür, dass regelmäßig an bestimmten Tagen bei Versammlungen gemeinsam darüber ersprießlich verhandelt wird. Sie verbreiten sachgemäße Druckschriften unter den Leuten. Wo sie bei jemandem ein zu guter Hoffnung berechtigendes Samenkorn apostolischen Berufes wahrnehmen, da suchen sie dem Betreffenden den Zugang zu gehöriger Unterweisung und Ausbildung zu ermöglichen. Innerhalb ihres Bistums bemühen sie sich, das Werk von der Verbreitung des Glaubens und jene andern, die diesem gewissermaßen zur Aushilfe dienen, auf jede Art zu fördern.

13 Wie viel Geldalmosen aber bislang schon der Priestermissionsverein zur Unterstützung eben derselben Werke zusammenbrachte, und wie viel mehr er für später - wenn von Jahr zu Jahr die Freigebigkeit der Gläubigen wächst - noch erhoffen läßt das wisst ihr, ehrwürdige Mitbrüder, recht gut; ihr seid ja selbst meist in den einzelnen Gebieten Ehrenvorsitzende und besondere Gönner des Vereines. Es ist indes zu wünschen, dass es bald keinen Geistlichen mehr gibt, in dessen Herz nicht dieses Liebesfeuer brennt.

Unterstützung der Päpstlichen Werke der Glaubensverbreitung

14 Denn das Werk der Glaubensverbreitung, von allen Missionswerken sicher das vorzüglichste, das Wir unbeschadet des Ruhmes seiner frommen Stifterin und des Ruhmes der Stadt Lyon neu ordneten, hierher übertrugen und gewissermaßen mit dem römischen Bürgerrecht beschenkten - dieses Werk der Glaubensverbreitung braucht dringend solche Unterstützung durch die Freigebigkeit des christlichen Volkes, dass es den Bedürfnissen der jetzigen und der noch hinzukommenden Missionen ganz gewachsen ist. Wahrhaftig, wie groß die Zahl und der Druck dieser Bedürfnisse, und wie groß meist die Not der Boten des Evangeliums ist, ersah man schon zur Genüge auf der Vatikanischen Ausstellung. Aber vielleicht war bei gar vielen das Auge durch die Menge, Neuheit und Schönheit der ausgestellten Gegenstände so geblendet, dass ihnen jene Not gar nicht zum Bewusstsein kam. Ehrwürdige Mitbrüder, schämt euch darum nicht und lasst es euch nicht leid werden, Bettler für Christus und für das Heil der Seelen zu sein, sowie in Schrift und in kernhaft herzlicher Beredsamkeit eure Landsleute zu drängen, den jährlichen Ertrag der Sammlungen des Werkes der Glaubensverbreitung durch ihre mildtätige Güte zu vervielfältigen und erheblich zu steigern. Es ist ja doch keiner so hilflos und nackt, keiner so krank und hungrig und durstig, als wer Gottes Erkenntnis und Gnade nicht hat. Darum kann auch sicherlich der von Gottes belohnender Barmherzigkeit nie im Stich gelassen werden, wer den allerärmsten Menschen Barmherzigkeit erweist.

15 Dem „Werke von der Glaubensverbreitung", das an erster Stelle steht, sind, wie Wir schon sagten, zwei andere angeschlossen. Und da der Apostolische Stuhl sich diese beiden Werke zu seinen eigenen gemacht hat, so mögen die Christgläubigen sie mehr als die übrigen Werke, die ein besonderes Ziel verfolgen, durch Sammlung oder Zuwendung von Geldbeiträgen unterstützen und in ihrem Bestande zu erhalten suchen.

16 Das eine ist der Verein der heiligen Kindheit, das andere das sogenannte Werk des Apostels Petrus. Das erste hat, wie die ganze Welt weiß, die Aufgabe, unsere Kinder heranzuziehen und sie zu gewöhnen, ihre Sparpfennige zumal für den Loskauf und die katholische Erziehung von Heidenkindern zurückzulegen, wo diese sonst wahrscheinlich ausgesetzt oder getötet würden. Das zweite aber hat die Aufgabe, durch Gebet und Geldsammlungen dafür zu sorgen, dass einheimische Heidenchristen, sorgfältig ausgewählt, in Seminarien gut ausgebildet und zu den heiligen Weihen gebracht werden können, damit ihre Stammes genossen im Verlaufe der Zeit um so leichter zu Christus hingeführt oder im Glauben bestärkt werden.

17 Ihr wisst, dass Wir diesem Petrusvereine die hl. Theresia vom Kinde Jesu vor kurzem zur himmlischen Patronin gegeben haben. Diese Heilige hat ja, während sie auf Erden ein Klosterleben führte, den einen oder andern Missionar gewissermaßen als ihr Adoptiv-Sorgenkind angenommen und pflegte dann für ihn ihre Gebete und freiwilligen oder vorgeschriebenen körperlichen Abtötungen und besonders die schweren Leiden der Krankheit, an der sie litt, dem göttlichen Bräutigam aufzuopfern. Ja, unter dem Schutze der Jungfrau von Lisieux versprechen wir Uns immer reichere Früchte dieser Vereinigung. Dabei ist es Uns eine große Freude, dass gar viele Bischöfe die Güte hatten, sich in die Zahl der ständigen Mitglieder des Werkes aufnehmen zu lassen, und dass Seminarien und andere Verbände katholischer Jünglinge den Unterhalt und die Ausbildung irgend eines bestimmten eingeborenen Klerikers auf ihre gemeinschaftliche Kosten übernommen haben. Diese bei den mit Recht so genannten Hilfswerke des Hauptwerkes wurden schon von Unserem Vorgänger seligen Angedenkens, Benedikt XV., durch das bereits erwähnte Apostolische Schreiben der tätigen Sorgfalt der Bischöfe anempfohlen, und auch Wir selbst hören nicht auf, sie euch zu empfehlen. Auf Grund dieses ständigen Zuredens erwarten Wir zuversichtlich, dass die Christgläubigen sich an Freigebigkeit unter keinen Umständen von den Akatholiken besiegen und übertreffen lassen, die die Verbreiter ihrer Irrtümer so freigebig unterstützen.

Aufgaben der Apostolischen Vikare und Präfekten

18 Und nun wenden Wir Uns an euch, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, an euch, die ihr wegen eurer langen, mühsamen und klugen Missionsarbeit unter den Heiden für würdig eramtet wurdet, durch apostolische Autorität an die Spitze der Vikariate und Präfekturen gestellt zu werden. Und das erste Wort an euch soll ein Wort des herzlichsten Glückwunsches sein für euch und für die Boten des Evangeliums, die ihr führt und leitet, des Glückwunsches zu dem großen Aufschwung, den, im ganzen genommen, die Missionen in den letzten Jahren genommen haben und den man eurer Liebe und tätigen Sorgfalt verdankt. Was in der Hauptsame an Pflichten euch obliegt und an Missständen bei ihrer Wahrnehmung für euch zu meiden ist, hat Unser unmittelbarer Vorgänger so klug und treffend dargelegt, dass darüber hinaus nichts mehr zu sagen war. Über einige Punkte möchten Wir indes euch, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, Unsere Auffassung mitteilen.

Sorge für den einheimischen Klerus

19 Zu allererst erinnern Wir euch an die so wichtige Aufgabe der Heranbildung eines einheimischen Klerus. Wenn ihr diese nicht mit aller Kraft durchsetzt, so wird nach Unserer festen Überzeugung einerseits euer apostolisches Arbeiten unfertig bleiben und anderseits die Begründung und Einrichtung der Kirche in jenen Ländern auf längere Zeit hingehalten und verzögert werden. Freilich wollen Wir es gerne gestehen und auch anerkennen, dass man schon hie und da angefangen hat, gegen diesen Notstand Vorkehrungen und Maßregeln zu treffen durch Gründung von Seminarien, in denen eingeborene, junge Leute, die zu guten Hoffungen berechtigen, für die Erlangung der priesterlichen Würde und für die Bekehrung ihrer Stammes angehörigen zum Christentum recht unterwiesen und herangebildet werden. Aber trotzdem sind wir von den Fortschritten, die hier nötig sind, noch allzu weit entfernt.

20 Ihr wisst noch, wie Unser Vorgänger seligen Angedenkens, Benedikt XV., hierüber geklagt hat: "Leider gibt es Gegenden, wohin vor mehreren Jahrhunderten schon der christliche Glaube gebracht wurde und wo man trotzdem nur einen minderwertigen einheimischen Klerus findet. So gibt es auch Völker, denen schon frühzeitig das Licht des Evangeliums aufleuchtete, die aus dem Zustande der Barbarei bereits auf eine so hohe Stufe der Bildung gestiegen sind, dass sie in den bürgerlichen Künsten der verschiedensten Art hervorragende Männer besitzen, und die, obwohl schon viele Jahrhunderte mit der Heilskraft des Evangeliums und der Kirche begnadet, dennoch bislang keine Bischöfe hervorbringen konnten, die ihnen Führer wären, und keine Priester, die mit geistiger Überlegenheit über ihren Mitbürgern ständen." (Enzyklika Maximum illud)

21 Man hat vielleicht niemals gebührend durchdacht, auf welche Art und Weise ursprünglich das Evangelium verbreitet und die Kirche Gottes überall auf der Welt eingerichtet wurde. Als Wir das beim amtlichen Schluss der sogenannten Missionsausstellung leicht berührten, erinnerten Wir daran, was sich aus den ersten literarischen Denkmälern des christlichen Altertums ganz klar ergibt. Danach war der Klerus, den die Apostel über die einzelnen neuen Christengemeinden setzten, nicht anderswoher von auswärts eingeführt, sondern aus der eingeborenen Bevölkerung selbst ausgewählt und angenommen. Wenn aber euch und euren Gehilfen der Papst das apostolische Amt anvertraute, die christliche Wahrheit den heidnischen Völkern zu predigen, so glaubet deshalb nicht, einheimische Priester dürften ausschließlich dafür da sein, den Missionaren in weniger wichtigen Verrichtungen zur Seite zu stehen und deren Tätigkeit nur irgendwie zu ergänzen. Was ist, so fragen wir, der Zweck der Missionen, was anders, als dass durch sie in der großen, weiten Welt die Kirche Christi eingeführt und fest gegründet wird? Und woraus soll sich die Kirche bei den Heiden heutigentags anders zusammensetzen, als aus all den Urbestandteilen, aus denen sie bei uns einstens zusammengewachsen ist, nämlich in jedem Lande aus eigenem Volke und Klerus und aus eigenen Ordensmännern und Ordensfrauen? Weshalb sollte denn der eingeborene Klerus von der Bebauung des ihm zugehörigen und stammverwandten Ackers, das ist von der Leitung seines eigenen Volkes, ausgeschlossen werden? Damit ihr euch täglich mehr frei machen könnt für die Weiterarbeit an immer andern und andern Ungläubigen, um auch sie für Christus zu gewinnen, wird es da nicht von gewaltigem Nutzen sein, eingeborenen Priestern die Missionsstationen zur Obhut und zur ergiebigeren Bearbeitung zu überlassen? Ja, gerade sie werden bei der Ausbreitung des Reiches Christi ganz besonders und wirklich über alles Erwarten nützlich sein können. "Denn der eingeborene Priester - um mit dem Worte Unseres Vorgängers selbst zu sprechen -, der eingeborene Priester, der eben durch Abstammung, Veranlagung, Sinnesart und Neigung mit seinen Landsleuten innerlich zusammenhängt, ist in erstaunlicher Weise befähigt, ihren Geist für den Glauben zu öffnen. Er weiß es ja viel besser als jeder andere, auf welche Weise man ihnen eine Überzeugung nahe bringen kann. So kommt es oft, dass ihm dort leicht der Zutritt möglich ist, wohin ein ausländischer Priester den Fuß nicht setzen darf." (Enzyklika Maximum illud)

22 Was soll man ferner dazu sagen, wenn auswärtige Priester wegen des noch nicht abgeschlossenen Sprachstudiums zuweilen im Ausdruck ihrer Gedanken so behindert sind, dass ihre Predigt an Kraft und Wirksamkeit wesentlich verliert? Weiterhin können infolge anderer Umstände sicher auch sonst noch Unzuträglichkeiten hinzukommen, die wir billigerweise in Rechnung ziehen müssen, mag es auch den Anschein haben, als ob sie seltener zutreffen oder nicht allzu schwer behoben werden können. Nehmen wir den Fall, infolge eines Krieges oder anderer politischen Ereignisse trete in irgend einem Missionsgebiet eine neue Regierung an die Stelle der bisherigen, und man fordere oder beschließe nun die Abreise der auswärtigen Missionare einer bestimmten Nation. Nehmen wir auch den Fall - der freilich weniger leimt eintreten wird -, die Eingeborenen, die auf eine höhere Stufe der Bildung gekommen seien und eine gewisse staatliche Reife erlangt hätten, wollten, um selbständig zu werden, die Statthalter und Truppen und Missionare der auswärtigen Regierung aus ihrem Gebiete verjagen und könnten das nur mit Anwendung von Gewalt erreimen. Welches Verhängnis würde alsdann, fragen Wir, in jenen Gegenden der Kirche drohen, wenn nicht ein Netz von eingeborenen Priestern über das ganze Gebiet gezogen und so für die Bedürfnisse der an Christus angegliederten Bevölkerung vollständig gesorgt wäre?

23 Außerdem gilt auch für die Gegenwart noch in demselben Maße das Wort Christi: "Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind nur wenige" (Mt 9,37; Lk 10, 2). Selbst Europa, woher die meisten Missionare kommen, hat heute Priestermangel. Und der Priestermangel wird um so größer, je mehr daran liegt, mit Gottes Hilfe die getrennten Brüder zur Kirche zurückzuführen und die Nichtkatholiken aus ihren Irrtümern zu befreien. Und jedermann weiß: wenn auch die Zahl der Priester- oder Ordensberufe in der Gegenwart ebenso groß ist wie früher, so ist doch die Zahl der Jünglinge, die der göttlichen Anregung tatsächlich folgen, weit geringer.

Sorge um einheimische Seminare

24 Ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, aus dem, was Wir erwähnten, ergibt sich deutlich: es muss euren Missionsbezirken eine solche Zahl von eingeborenen Priestern zu Gebote stehen, dass diese ohne Rücksicht auf den fremdländischen Klerus allein für sich imstande sind, das Gebiet des Christentums auszubreiten und zudem die christlichen Gemeinden des eigenen Volkes zu leiten. Man hat zwar, wie Wir vorher andeuteten, hie und da angefangen, Seminare zur Aufnahme einheimischer Alumnen zu errichten; und man hat sie meist in die Mitte von benachbarten Missionen gelegt, die einer und derselben Ordensgesellschaft oder Kongregation anvertraut sind. Dahin schicken nun die einzelnen apostolischen Vikare und Präfekten sorgfältig ausgewählte junge Leute und zahlen selbst für ihren Unterhalt, um an ihnen einmal nach der Priesterweihe tüchtige Mitarbeiter in der Seelsorge zu haben. Das ist aber, Wir sagen nicht Unser Wunsch, sondern vielmehr Unser Wille und Befehl: was hie und da von einigen bereits begonnen ist, das ist von allen Missionsleitern in ähnlicher Weise ins Werk zu setzen, damit ihr keinen einzigen eingeborenen jungen Mann, der zu guter Hoffnung berechtigt, vom Priestertum und Apostolat zurückzuhalten braucht, vorausgesetzt freilich, dass er von Gott angeregt und berufen wurde.

25 Gewiss, je mehr Alumnen ihr für die entsprechende Ausbildung auswählt – und es ist unbedingt nötig, sehr viele auszuwählen -, um so größer werden die Kosten, die ihr auf euch nehmen müsst. Aber lasst nicht allen Mut sinken. Vertraut auf die überreiche Liebe des Erlösers zu den Menschen. Seine Vorsehung wird die Freigebigkeit der katholischen Welt wachsen lassen, damit dem Apostolischen Stuhle die Mittel nicht fehlen, euch zur Durchführung dieses heilsamen Planes mit reimen Gaben helfen zu können. Aber wenn jeder von euch für eine möglichst hohe Zahl von eingeborenen Alumnen Sorge tragen muss, so bemüht euch außerdem, sie sorgfältig zur Heiligkeit eines echt priesterlichen Lebenswandels heranzubilden und zu erziehen. Und ferner auch zu einem apostolischen Geiste, der sich mit einem großen Eifer für das Seelenheil ihrer Brüder verbindet, so dass sie entschlossen sind, sogar das Leben einzusetzen für ihre Stammesgenossen oder Mitbürger. Es ist indes von größter Wichtigkeit, dass sie gleichzeitig in den weltlichen und in den geistlichen Wissenschaften unterrichtet werden. Aber sie sollen darin nicht einen ungeordneten und ungeregelten, nicht einen abgekürzten und nach Art eines dürftigen Auszuges gegebenen Unterricht bekommen; sondern sie sollen im Wege des üblichen Studienplanes eine gründliche und umfassende wissenschaftliche Ausbildung erhalten. Wenn ihr sie so in den schützenden Räumen des Seminars dahin gebracht habt, dass sie sich durch Lauterkeit des Lebens und durch Frömmigkeit geradezu auszeichnen, und dass sie als besonders tüchtige Arbeiter in der Seelsorge sowie als hervorragend kundige Lehrmeister des göttlichen Gesetzes wirken, dann werden sie bei den Ihrigen, auch bei den vornehmen und gebildeten Kreisen, in Ehren stehen. Nicht bloß das. Wenn Pfarreien und auch Bistümer endlich einmal, sobald es Gott dem Herrn gefällt, einzurichten sind, dann wird gar nichts im Wege sein, dass man ihnen mit den besten Aussichten die Leitung derselben anvertrauen kann.

26 Es ist überhaupt ganz verkehrt, diese Eingeborenen als Menschen geringerer Art und stumpfen Geistes einzuschätzen. Denn es steht lange erfahrungsgemäß fest, dass die Völker, die weit im äußersten Osten oder Süden wohnen, manchmal den unserigen, was Schärfe des Geistes angeht, nicht nachstehen, sondern sogar darin mit ihnen streiten und wetteifern können; wenn man bei tiefstehenden Wilden in der Regel großen Stumpfsinn findet, so ergibt sich das notwendig daraus, dass sich die Betätigung ihrer geistigen Fähigkeit auf die gewiss sehr bescheidenen täglichen Lebensbedürfnisse beschränkt. Dafür könnt ihr, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, selbst Zeuge sein. Aber auch Wir können dafür einen schlagenden Beweis erbringen. Die Eingeborenen nämlich, die unter Unseren Augen in den römischen Kollegien wissenschaftliche Studien jeglicher Art betreiben, sind den anderen Alumnen in Bezug auf Regsamkeit des Geistes und in Bezug auf den Erfolg des Studiums nicht nur gleich; vielfach überholen und übertreffen sie sie sogar. Das ist ein Grund mehr dafür, dass ihr die eingeborenen Priester nicht geringer einschätzen und nicht nur zu niedrigeren Dienstleistungen heranziehen lassen dürft, als besäßen sie nicht dieselbe Priesterwürde, und als wären sie nicht genau desselben apostolischen Berufes teilhaftig. Im Gegenteil, ihr müsst sie besonders lieb im Auge behalten, denn sie sollen einmal die Kirchen, die ihr mit Schweiß und Mühe gegründet habt, sowie die zukünftigen Christen Gemeinden leiten. Darum darf zwischen den europäischen und eingeborenen Missionaren gar kein Unterschied gemacht und gar kein Trennungsstrich gezogen werden, sondern die einen sollen mit den andern in Hochschätzung und Liebe innig verbunden sein.

Gründung einheimischer religiöser Genossenschaften

27 Oben erinnerten Wir bereits daran, dass zur ordentlichen Einrichtung der Kirche unter euren Völkerschaften notwendigerweise alle Bestandteile zu verwenden sind, aus denen sie sich durch Gottes Ratschluss sonst zusammensetzt. Daraus folgt, dass es mit zu den hauptsächlichsten Pflichten eures Amtes gehört, einheimische religiöse Genossenschaften beiderlei Geschlechtes ins Leben zu rufen. Denn wenn Gott der Herr die neuen Anhänger Christi mit dem Hauch der Gnade von oben rührt und zu höherer Vollkommenheit anregt, weshalb sollten sie da nicht die evangelischen Räte geloben dürfen? Möchte denn in diesem Punkte von den gerade auf eurem Acker arbeitenden Missionaren und Ordensschwestern niemanden die an sich sonst durchaus gute und rechte Liebe zur eigenen Genossenschaft über Gebühr so weit mit sich fortreißen, dass eine großzügigere Auffassung der Sachlage ihm unmöglich wird. Wo Eingeborene Mitglied der alten Genossenschaften zu werden wünschen und als tauglich befunden werden, deren Geist in sich aufzunehmen und einen nicht entarteten oder ungleichartigen Nachwuchs in ihre Heimat zu verpflanzen, soll es freilich Unrecht sein und bleiben, ihnen ihren Plan auszureden oder ihnen den Eintritt zu verwehren. Aber dennoch wollet ihr vorurteilsfrei und gewissenhaft erwägen, ob es sich nicht empfiehlt, lieber neue Genossenschaften zu gründen, die der Veranlagung und den Neigungen der Eingeborenen sowie der Eigenart der besondern Umstände und örtlichen Verhältnisse mehr entsprechen.

Vermehrung der Katechisten

Noch etwas muss betont werden, was für die Ausbreitung des Evangeliums von großer Bedeutung ist. Es ist von besonderem Nutzen, die Zahl der Katechisten - mag man sie aus den Europäern oder nod1 besser aus den Eingeborenen auswählen - zu vervielfältigen, damit sie den Missionaren mit Eifer zur Hand gehen können, indem sie besonders die Katechumenen unterrichten und zur Taufe vorbereiten. Wie diese Katechisten leben müssen, auf dass sie nicht nur durch ihr Wort, sondern mehr noch durch das Beispiel ihres Wandels die Ungläubigen zu Christus ziehen, braucht kaum gesagt zu werden. Aber bei euch, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, möge der Willensentschluss .bestimmt und entschieden feststehen, sie sorgfältig zu unterrichten, dass sie die katholische Lehre ordentlich kennen und sich bei ihrer Darlegung und Erklärung der Geistes- und Denkungsart ihrer Zuhörer anzupassen wissen. Das werden sie um so zweckentsprechender verstehen, je genauer ihnen ja die Naturveranlagung der Eingeborenen durch und durch bekannt ist.

Einführung beschaulicher Orden

28 Bislang redeten Wir von den Gehilfen, die ihr zur Mitarbeit herangezogen habt und weiter heranziehen sollt. Da wäre jetzt nur noch eines, was Wir eurem bereitwilligen Eifer nahe legen möchten; sollte sich das verwirklichen, so glauben Wir darin einen erheblichen Vorteil für die schnellere Verbreitung des Glaubens erblicken zu dürfen. Wie hoch Wir das sogenannte beschauliche Leben schätzen, das bezeugt genug und übergenug jene Apostolische Konstitution, in der Wir die von Anfang an päpstlich genehmigte Ordensregel der Kartäuser nach ihrer Angleichung an die Vorschriften des kirchlichen Gesetzbuches vor zwei Jahren mit besonderer Freude durch die Apostolische Gutheißung bekräftigt und bestätigt haben. Jene strengere Art des beschaulichen Lebens sollte in die Missionsgebiete durch Gründung von Klöstern eingeführt und dort immer weiter gefördert werden. Diese Mahnungen richten Wir mit aller Dringlichkeit an die obersten Leiter dieser Orden. Auch ihr, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, ihr sollt in derselben Art dafür Sorge tragen, indem ihr, ob gelegen oder ungelegen, immer wieder die Ordensleiter darum bittet. Denn diese Einsiedler werden in ganz wundersamer Weise die Fülle himmlischer Gnaden euch und euren Arbeitern vermitteln. Und man kann auch gar nicht zweifeln, dass solche Mönche bei euch eine geeignete Stätte finden werden, da die Bevölkerung, besonders in einigen Gegenden, obwohl größtenteils Heiden, von Natur aus zur Einsamkeit sowie zum Beten und besd1aulimen Betrachten hinneigt. In dieser Hinsicht schwebt Unserem Geiste jenes große Kloster vor, das die Trappisten im apostolischen Vikariate Peking gründeten. Hier suchen etwa hundert Mönche, meistens Chinesen, in der Übung vollkommenster Jugend, in beharrlichem Gebete, in hartem Leben und geduldiger Arbeit des allmächtigen Gottes Gnade und Versöhnung für sich und die Ungläubigen vom Himmel herabzuziehen und diese selbst durch die Wirksamkeit des guten Beispiels für Christus zu gewinnen. Daraus geht sonnenklar hervor, dass auch unsere Einsiedler ganz unbeschadet ihrer Regel sowie des Geistes ihres Stifters und ohne sich mit dem tätigen Leben abzugeben, doch ein gut Teil kräftiger Hilfe zu einem glücklicheren Erfolge der Arbeit unserer Glaubensboten täglich beisteuern können. Wollten nun die Leiter solcher Orden euren Bitten willfahren und, wo immer es nach gemeinsamer Überlegung angebracht erscheint, Niederlassungen gründen, so würden sie damit eine Tat vollbringen, die für das Seelenheil so zahlreicher Heiden hervorragenden Wert hat und Uns selbst über alles Ermessen hinaus erwünscht ist und dankenswert.

Organisation der Missionsarbeit

29 Nunmehr möchten Wir, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne auf einige Dinge übergehen, die mit einer besseren Organisation des Missionswesens in Beziehung stehen. Darüber hat freilich Unser letzter Vorgänger schon früher ähnliche Anweisungen und Mahnungen gegeben. Wir wollen sie doch wiederholen, deshalb, weil Wir mit vollem Rechte der Auffassung sind, dass sie zu fruchtbringender Ausübung des apostolischen Amtes eine große Hilfe sein werden. Weil der gute oder minder gute Ausgang des katholischen Apostolates unter den Heiden großenteils auf euch zurückfällt, deshalb wollen Wir die Verhältnisse von euch zweckmäßiger geordnet wissen, damit der Zugang zur Verbreitung der christlichen Weisheit leichter möglich sei und die Zahl derer sich steigere, denen das Licht des Christentums glückbringend aufleuchtet. Es sei euch deswegen Herzenssame, die Glaubensboten so zu verteilen, dass kein Teil des Missionsbezirkes ganz ohne Predigt des Evangeliums bleibe und auf eine spätere Zeit zur Bearbeitung aufgespart werde. Lasst also in Tagereisen weiter vorrücken und die Missionare an einem Platze wie an einem Mittelpunkt festen Fuß fassen; den Platz sollen dann kleinere Stationen rings umgeben, die wenigstens einem Katechisten anvertraut und mit einer Kapelle versehen sind. Diese kleinen Stationen mögen die Missionare von ihrem zentral gelegenen Standorte des öfteren, und zwar zu fest bestimmter Zeit, zum Zwecke der Seelsorge besuchen und nachsehen.

30 Inzwischen mögen sich die Herolde des Evangeliums erinnern, dass sie nicht anders an die Eingeborenen herangehen dürfen als wie unser göttlicher Lehrmeister hienieden mit dem Volke umging. Bevor dieser die Volksscharen unterrichtete, pflegte er die Kranken zu heilen: "Alle Kranken machte er gesund" (Mt 8, 16). "Viele folgten ihm nach, und er machte sie alle gesund" (Mt 12, 15); "Er fühlte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken" (Mt 14, 14). Eben dazu gab er auch den Aposteln Vollmacht und Befehl: "Und wenn ihr in eine Stadt kommt ... heilt die Kranken, die dort sind, und verkündet: das Reich Gottes hat sich euch genaht" (Lk 10, 8.9); "Sie machten sich auf den Weg und zogen von Ort zu Ort; sie verkündeten überall die frohe Botschaft und heilten die Kranken" (Lk 9, 6). Die Missionare mögen auch nicht vergessen, wie gütig und liebenswürdig sich Jesus gegen die Kleinen und Kinder zeigte. Als die Jünger die Leute hart anließen, befahl er, man solle es den Kindern nicht wehren, zu ihm zu kommen (Mt 19, 13-14). Dabei mag es gestattet sein, daran zu erinnern, was Wir bei einer andern Gelegenheit sagten: Die Missionare nämlich, die Gott den Herrn den Ungläubigen predigen, wissen ganz gut, dass auch in jenen Gegenden - wie überhaupt durch Liebesdienste das menschliche Herz leicht gewonnen wird - jeder, der für die Gesundheit des Volkes bemüht ist und den Kranken hilft, und jeder, der gegen die Kleinen und Kinder lieb ist, mit Sicherheit sich das Wohlwollen und die Zuneigung der Leute erwirbt.

31 Wir kommen auf das zurück, was Wir eben berührten. Wenn auch an den Plätzen, wo ihr selbst, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, euren Wohnsitz aufgeschlagen habt, und wenn auch ebenso in den wegen der Einwohnerzahl bedeutenderen Stationen das Gotteshaus und die übrigen Missionsgebäude größere Räume haben müssen, so ist es doch zu vermeiden, prächtige und kostspielige Tempel oder Gebäude erstehen zu lassen, als wären es Kathedralen und bischöfliche Paläste, die für zukünftige Bistümer bestimmt sind. Das überlässt man besser seiner Zeit. Wisst ihr nicht, dass in bestimmten, schon längst kanonisch errichteten Bistümern solche Tempel und Paläste teils ganz vor kurzem gebaut wurden, teils erst jetzt gebaut werden? Es ist auch nicht richtig und vorsichtig, wenn in irgend einer Hauptstation oder an dem Platze, wo ihr wohnt, alle die Einrichtungen und Anstalten zusammengehäuft und gewissermaßen zusammengeballt werden, die dem Wohlergehen von Geist und Körper dienen. Denn wenn sie große Bedeutung haben und eine wirkliche Last bedeuten, da können sie eure und eurer Missionare Anwesenheit und Sorge bald so sehr in Anspruch nehmen, dass die im Interesse des Evangeliums so heilsame Bereisung des ganzen Bezirks allmählich nachlässt und schließlich ganz aufhört. Weil gerade dieser Anstalten Erwähnung geschieht: abgesehen von Hospitälern oder sonstigen Räumen für die Pflege der Kranken oder die Verteilung von Arzneimitteln, und abgesehen von Volksschulen - alle diese Einrichtungen werdet ihr nirgends fehlen lassen - empfiehlt es sich, diejenigen, die aus den Kinderjahren heraus sind und keinen Ackerbau anfangen wollen, auf eigens dafür von euch gegründeten Schulen in die höheren Wissenschaften oder besonders auch ins Handwerk zu bringen. Ferner ermahnen wir euch bei dieser Gelegenheit, die vornehmen Kreise des betreffenden Landes und deren Kinder nicht ganz zu vernachlässigen. Wir geben zu, dass die niedriger gestellten Leute aus dem Volke das Wort Gottes und seine Herolde leichter aufnehmen. Wir geben zu, dass Jesus Christus von sich bezeugte: "Der Geist des Herrn ... den Armen die frohe Botschaft zu bringen, sandte er mich." (Lk 4, 18) Wir müssen trotzdem auch das Wort Pauli vor Augen halten: "Gebildeten wie Ungebildeten bin ich Schuldner." (Röm 1, 14) Und wenn man einmal die höheren Stände zur Religion Christi hinübergeführt hat, treten die einfacheren. Leute aus dem Volke leicht in deren Fußstapfen; so lehrt uns Praxis und Erfahrung.

32 Was aber jetzt zum Schluss kommt, ehrwürdige Mitbrüder und geliebte Söhne, das ist das allerwichtigste. Wir kennen und wissen euren brennenden Eifer für die Religion und für das Seelenheil; nehmet es dementsprechend gewissenhaft an und stellt euch darauf ein, bereitwillig darin Folge zu leisten. Die Bezirke, deren Betreuung der Apostolische Stuhl eurer Tatkraft überwiesen hat, damit ihr sie Christo dem Herrn angliedert, sind in der Regel sehr umfangreich. Da kann es bisweilen vorkommen, dass die Zahl der Missionare aus eurem eigenen Institute weit geringer ist, als es die Not erfordert. In einem gehörig eingerichteten Bistum pflegen dem Bischofe Ordensleute aus dieser und jener geistlichen oder Laien-Genossenschaft, Schwestern aus dieser und jener Kongregation zur Seite zu stehen und Hilfe zu leisten. So tragt denn auch ihr keine Bedenken, zur Ausbreitung des christlichen Glaubens, zur Unterweisung der eingeborenen Jugend, zur Förderung von sonstigen ähnlichen guten Zwecken als Mitarbeiter auch solche Ordensleute und Missionare herbeizurufen und heranzuziehen, die nicht aus eurer Gesellschaft sind, mögen sie nun die Priesterweihe haben oder zu einem sogenannten Laien-Institut gehören. In heiliger Freude dürfen sich gewiss die Orden und religiösen Genossenschaften ihrer Sendung an die heidnischen Völker rühmen und ebenso der bis heute errungenen Gewinne für das Reich Christi. Aber sie mögen dabei bedenken, dass sie die Missionsbezirke nicht aus eigener und bleibender Machtvollkommenheit erhalten haben, sondern nur auf Wunsch und Wink des Apostolischen Stuhles besitzen, und dass der Apostolische Stuhl darum das Recht und die Pflicht hat, für ihre gute und volle Bebauung Vorsorge zu treffen. Der Papst würde deshalb auch dem apostolischen Amte nicht schon Genüge tun, wenn er sich darauf beschränkte, die Bezirke größeren und kleineren Umfanges zwischen diesen und jenen Genossenschaften zu verteilen. Sondern - worauf viel mehr ankommt - er muss zu jeder Zeit und mit aller Sorge Vorsichtsmaßregeln treffen, damit den Genossenschaften solche Gegenden anvertraut werden, und sie dann so viele Missionare dahin entsenden, dass diese reichlich genügen, den ganzen Bezirk in seiner gesamten Ausdehnung mit dem Lichte der christlichen Wahrheit zu erfüllen, und dass sie ferner dazu imstande sind, ihn wirksam zu betreuen.

33 Von Unserer Hand aber wird der göttliche Hirt einmal seine Herde zurückfordern. So oft es daher Unseres Erachtens nötig oder doch zweckentsprechender oder nützlicher ist, um die Grenzen der Kirche weiter auszudehnen, werden Wir, ohne irgendwie zu zögern, Missionsgebiete einerseits von der einen Genossenschaft auf eine andere übertragen, sie anderseits wieder und wieder teilen, sowie auch weiterhin dem eingeborenen Klerus oder andern Genossenschaften die neuen Vikariate und Präfekturen anvertrauen.

Schlusswort an alle Bischöfe

34 Jetzt bleibt nichts mehr übrig, als dass Wir euch alle, ehrwürdige Mitbrüder, die ihr durch die ganze katholische Welt des Seelsorgsamtes Sorgen und Tröstungen mit Uns teilt, von neuem ermahnen, den Missionen mit den von uns angegebenen Förderungs- und Schutzmitteln helfen zu wollen, damit sie neu gekräftigt für die Folgezeit noch viel reichere Ernte bringen. Den gemeinschaftlichen Unternehmungen aber sei in Güte gewogen und geneigt die heilige Königin der Apostel, Maria, die die gesamte Menschheit auf Kalvaria ihrem mütterlichen Schutze anempfohlen bekam, und die diejenigen, die von ihrer Erlösung durch Christus Jesus nichts wissen, ebenso herzlich und innig liebt, wie diejenigen, die die Wohltaten der Erlösung glücklich genießen. Als Unterpfand himmlischer Gaben und als Zeugen Unseres väterlichen Wohlwollens spenden Wir inzwischen euch, ehrwürdige Mitbrüder, und eurem Klerus und Volke in großer Liebe den Apostolischen Segen.

Gegeben zu Rom, bei St. Peter, am 28. Februar des Jahres 1926,
im fünften Jahre Unseres Pontifikates.
Pius XI. PP.

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