Toni Zweifel

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Toni Zweifel (* 15. Februar 1938 in Verona, † 24. November 1989) war ein schweizer Ingenieur sowie Mitgründer und Direktor der Limmat Stiftung. Zweifel war Mitglied des Opus Dei und ist ein Kandidat für die Seligsprechung.

Biografie

Toni Zweifel wurde als Sohn der Italienerin Antonia, geb. di Benedetto, und des Schweizer Textilfabrikanten Giusto Zweifel geboren. Er empfing am 26. Februar die Taufe. Die Kriegsjahre verbrachte er zeitweise mit der Mutter und der jüngeren Schwester Anna Rosa in der Schweiz, hauptsächlich im Kanton Glarus.1944 wurde er in San Giovanni Lupatoto bei Verona eingeschult.

Im Jahr 1948 empfing er sowohl die Erstkommunion (2.Mai) als auch die Firmung (31. Mai). Zwischen 1949 und 1957 besuchte er dann die Sekundar- und die Mittelschule in Verona. Anschließend ging er nach Zürich, um an der dortigen Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Maschineningenieur zu studieren.

Gegen Ende des Studiums kam er über Kommilitonen in Kontakt mit dem 1961 eröffneten Studentenheim Fluntern, für dessen christliche Orientierung das Opus Dei zuständig war. Dort zog er Anfang 1962 ein. Am 19. März desselben Jahres bat er um die Aufnahme in das Opus Dei. Im Juni schloss er das Studium ab und trat gleich anschließend seine erste Arbeitsstelle in der Privatindustrie an, ebenfalls in Zürich.

1964 wurde Toni wissenschaftlicher Mitarbeiter am ETH-Institut für Thermodynamik. Zwei Jahre später betraute man ihn zusätzlich mit der Leitung des Studentenheims. In dieser Funktion organisierte er alljährlich Einführungskurse in die beiden Zürcher Hochschulen für Mittelschulabgänger. Anlässlich einer Arbeitstagung in Rom im Jahr 1970 schloss er persönliche Bekanntschaft mit dem heiligen Josemaría Escrivá de Balaguer, dem Gründer des Opus Dei.

Das Jahr 1972 brachte eine berufliche Wende: Toni wurde Leiter der neu gegründeten Zürcher Limmat Stiftung. In den folgenden 17 Jahren bis zu seinem Tod sollte diese Stiftung Hunderte von Bildungs- und Sozialinitiativen in über 30 Ländern auf 4 Kontinenten mittragen.

1985 starben seine beiden Eltern, der Vater im Mai, die Mutter im August. Im Jahr darauf, am 19. Februar, erfuhr Toni Zweifel, dass er an Leukämie erkrankt war. Unmittelbar danach wurde er mit einer mehrwöchigen Chemotherapie behandelt. Nach einer vorübergehenden Heilung erlitt er im Februar 1988 einen ersten, im darauffolgenden November einen zweiten Rückfall. Im Juni 1989 musste er erneut ins Spital eingeliefert werden und unterzog sich einer neuerlichen, anderthalbmonatigen Chemotherapie. Ihre Wirkung endete nach drei Monaten.

Am 24. November 1989 erlag Toni Zweifel seinem Leiden. Er fand im Friedhof Fluntern in Zürich seine letzte Ruhestätte.

Seligsprechungsverfahren

Das Erhebungsverfahren für Toni Zweifel auf Bistumsebene wurde am 22. Februar 2001 im Beisein von Diözesanbischof Amédée Grab in Chur eröffnet. Ab diesem Datum sammelte man seine ganze schriftliche Hinterlassenschaft, insbesondere auch seine Korrespondenz, sowie die Angaben über sein Leben und sein Wirken aus den verschiedenen Archivquellen. Am 7. Oktober 2005 erteilte die römische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse das Nihil obstat, also die Erlaubnis, mit der Befragung der Zeugen zu beginnen.

Aus aller Welt treffen zahlreiche Zuschriften von Gebetserhörungen auf die Fürsprache von Toni Zweifel ein.

Weblinks

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