Vigil

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Vigil (von lateinisch vigilare: wachen), mit dem Plural Vigilien bzw. Vigiles, ist ursprünglich die mit Gebet und Lesungen zugebrachte Nacht vor Sonn- und Feiertagen. Sie schloss am Morgen mit der Feier der Heiligsten Eucharistie. Später ist die Vigil die Vorfeier vor bestimmten Festen und wird schließlich schon auf den Morgen des Vortages vorverlegt.

Eine Vigil in einem weiteren Sinn (Volksfrömmigkeit) ist auch ein besonderes Gebet am Abend, zum Beispiel Nightfever.

Geschichte

Man unterschied dem liturgischen Grade nach gewöhnliche und privilegierte Vigil. Zu den letzteren gehörten nach der Neuordnung der Rubriken vom 23. März 1955 außer der Ostervigil (Mutter aller Vigilien) nur noch die Vigil vor Weihnachten und Pfingsten, und zu den gewöhnlichen Vigilien nur noch die Vigil vor Christi Himmelfahrt, Mariä Himmelfahrt, Johannes der Täufer, Peter und Paul und Laurentius.

Durch die Liturgiereform 1970 wurden die gewöhnlichen Vigilien abgeschafft. Die privilegierten Vigilien finden sich noch offiziell im Stundengebet und in Messformalaren zum Vorabend.

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