Wolfgang Bretschneider

Aus Kathpedia
(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Link)
(Noteneditionen (Auswahl): Link)
Zeile 30: Zeile 30:
 
* Joseph Rheinberger. Das gesamte Orgelwerk. J. Butz Verlag, Sankt Augustin 1991.
 
* Joseph Rheinberger. Das gesamte Orgelwerk. J. Butz Verlag, Sankt Augustin 1991.
 
* 11 Bände: Orgelmusik für Gottesdienst und Konzert zu Festen des Kirchenjahres und besonderen Anlässen, Dr. J. Butz-Verlag, Bonn 1994 ff.
 
* 11 Bände: Orgelmusik für Gottesdienst und Konzert zu Festen des Kirchenjahres und besonderen Anlässen, Dr. J. Butz-Verlag, Bonn 1994 ff.
* ''Chorbuch Advent''. Carus Stuttgart 1998.
+
* ''Chorbuch Advent''. [[Carus-Verlag]], Stuttgart 1998.
* ''Chorbuch Ostern''. Carus Stuttgart 2002.
+
* ''Chorbuch Ostern''. Carus-Verlag, Stuttgart 2002.
  
 
=== Diskographie (Auswahl) ===
 
=== Diskographie (Auswahl) ===

Version vom 14. April 2014, 10:18 Uhr

Datei:Prof. Bretschneider.jpg
Msgr. Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider, Bonn 2008

Wolfgang Bretschneider (* 7. August 1941 in Dortmund) ist ein deutscher Professor, Organist, Musik- und Liturgiewissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Wolfgang Bretschneider studierte katholische Theologie, Philosophie, Musikwissenschaft und Pädagogik in Bonn und München. Orgelstudien betrieb er bei Franz Lehrndorfer (München), Jean Langlais (Frankreich) und Guy Bovet (Schweiz). Bereits als 13-jähriger spielte er 1954 erstmals auf der großen Orgel des Bonner Münsters. Vorlesungen hörte er u. a. beim damaligen Professor Joseph Ratzinger. 1967 wurde er von Kardinal Josef Frings im Kölner Dom zum Priester geweiht. Von 1967 bis 1969 wirkte er als Kaplan am Quirinus-Münster in Neuss und von 1969 bis 1997 als Repetent am Erzbischöflichen Collegium Albertinum in Bonn. Er promovierte im Fach Musikwissenschaft bei Prof. Dr. Günther Massenkeil mit einer hymnologischen Arbeit über das Kirchenlied der Aufklärungszeit.

1977 wurde er als Dozent für die Priesterausbildung des Erzbistums Köln berufen. Seit 1984 ist er Professor für Liturgik und Kirchenmusikgeschichte an der Robert-Schumann-Hochschule, der Musikhochschule in Düsseldorf, seit 1994 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und in gleicher Funktion auch am Pastoralseminar des Erzbistums Köln.

1985 wurde er in den Vorstand der Werkgemeinschaft Musik e.V. gewählt und ist als geistlicher Berater tätig. Für die Werkgemeinschaft organisierte er vor dem Mauerfall die Begegnungen mit den und Fortbildungen für die Kirchenmusiker der damaligen DDR.

Bretschneider ist Subsidiar und zweiter Organist an der Bonner Münsterbasilika. Ebenso leitet er seit über 25 Jahren die Schola des Bonner Münsters. Als Organist konzertiert er im In- und Ausland und ist bei zahlreichen Rundfunk und Fernsehübertragungen als Musiker tätig. Sein Schwerpunkt als Organist ist dabei die französische Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts. 1989 wurde Wolfgang Bretschneider zum Präsidenten des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes für Deutschland (ACV) berufen. Mit dem Tonträger „Laudatio sonanda“ widmete ihm der ACV zu seinem 70. Geburtstag eine klingende Festschrift als Dank für sein unermüdliches Wirken und seine Verdienste um die Kirchemusik.

Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz vertrat Bretschneider die Belange der Kirchenmusik in der Kommission zur Erarbeitung des neuen Gebet- und Gesangbuches für den deutschprachigen Raum (GGB). Als Herausgeber von Noteneditionen gab er unter anderem das gesamte Orgelwerk von Josef Gabriel Rheinberger heraus.[1]

Werk

Schriften (Auswahl)

  • Pädagogische Bedeutung und Funktion des deutschen Kirchenliedes zwischen Aufklärung und Restauration, dargestellt am Werk des Kaspar Anton von Mastiaux (1766-1828). Hochschulschrift Bonn 1980.
  • Mehr als Worte sagt ein Lied. Herder 1990. ISBN 3-451-22040-7
  • Nützlich oder schädlich? Braucht die Liturgie eine Orgel. In: Musica sacra 119. Jg. Nr. 5, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1999, ISSN 0179-356-X.
  • Krzysztof Pendercki - Versuch einer Positionsbestimmung. Kirchenmusikalisches Jahrbuch, Regensburg 2000.
  • Mitherausgeber der liturgischen Reihe Morgenlob - Abendlob - Mit der Gemeinde feiern, 4 Bände, Planegg 2000 ff, Stuttgart 2009.
  • Vom Motuproprio Pius X. (1903) bis zur Instructio Musicam sacram (1967). Historische Anmerkungen zum Verhältnis zwischen Liturgie und Musik. In: Liturgie und Musik. Herausgegeben von Stefan Klöckner, Trier 2005.
  • " . . . wird die Musik zum Geschwätz". Über den Wert des Schweigens und der Stille. In: Ad maiorem Dei gloriam. Festschrift Walter Graf. St. Pölten 2006.
  • " . . . aus pastoralen Gründen". Die Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und praktischen Erfordernissen. In: Musik im Raum der Kirche. Fragen und Perspektiven. Herausgegeben von W. Bönig. W. Bretschneider u. a., Stuttgart 2007.
  • O Welt, ich muss dich lassen. J. Brahms: 2 Choralvorspiele für Orgel. In: Das Universum im Ohr, herausgegeben von D. Korsch u. a., Leipzig 2011.
  • Mitherausgeber der Enzyklopädie der Kirchenmsuik, Laaber 2011 ff.
  • Aufbrüche im frühen 20. Jahrhundert. In: Enzyklopädie der Kirchenmusik: Die Geschichte der Kirchenmusik, Bd. 3, Laaber 2012.

Noteneditionen (Auswahl)

  • Joseph Rheinberger. Das gesamte Orgelwerk. J. Butz Verlag, Sankt Augustin 1991.
  • 11 Bände: Orgelmusik für Gottesdienst und Konzert zu Festen des Kirchenjahres und besonderen Anlässen, Dr. J. Butz-Verlag, Bonn 1994 ff.
  • Chorbuch Advent. Carus-Verlag, Stuttgart 1998.
  • Chorbuch Ostern. Carus-Verlag, Stuttgart 2002.

Diskographie (Auswahl)

  • Josef Gabriel Rheinberger, Orgelsonaten Nr. 14 C-Dur op. 165 und 17 H-Dur op. 181, Miscellaneen op. 174. Wolfgang Bretschneider an der Walcker-Orgel in St. Jacobus, Ilmenau (Thüringen). Motette 12221.
  • Marcel Dupré, Le Chemin de la Croix op. 29. Wolfgang Bretschneider an der Klais-Orgel der Bonner Münsterbasilika. Motette 50691.
  • Mein Gebet und Was sind wir Menschen doch, Orgelimprovisationen von Wolfgang Bretschneider, Hanns Dieter Hüsch liest Psalmen, Gedichte und eigene Texte. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1997.

Auszeichnungen

Zitate

  • „Musik und Priestertum sind für mich eine Einheit, die ich nicht trennen kann und nicht trennen will. Für mich ist die Musik ein ideales Medium, Menschen näher zu kommen. Über sie erreichen wir die Herzen vieler, die wir im Gottesdienst oft nicht mehr sehen. Und gerade mit einer Musik, die sich aus geistigen und geistlichen Quellen speist, kann ich unendlich viel vermitteln, kann trösten und verkünden, was ich in Worten kaum auszudrücken vermag – und letztlich ist die Musik damit nicht nur ein Brückenschlag zu den Menschen, sondern auch zu Gott“.
  • „Ich kann Menschen nichts einreden und sie nicht überreden, aber ich kann ihnen beistehen und sie durch mein Tun zu überzeugen suchen, dass es jemanden gibt, der sie hält und zu ihnen steht, bei dem sie sich geborgen fühlen können. Die nie versiegende Faszination von Gott als einem unendlichen Geheimnis an andere weiter zu geben, gleichsam ein Spiegel zu sein, ist mit die schönste Berufung und bis heute beglückend. Auch nach so vielen Jahren bereitet es mir unendlich viel Freude, immer wieder in diesen Dienst genommen zu werden“.

Literatur

  • Stefan Klöckner/Matthias Kreuels/Günther Massenkeil (Hgg.): Brückenschlag. Wolfgang Bretschneider zum 60. Geburtstag. Bonn 2001.
  • Reiner Schuhenn/Emmanuela Kohlhaas: Ein Hüter der Flamme. ACV-Präsident Wolfgang Bretschneider zum 65. Geburtstag. In: Musica sacra 05/2006.

Weblinks

Siehe auch: Kirchenmusiker in Deutschland

Anmerkungen

  1. Literatur von und über Wolfgang Bretschneider auf der Seite von Musica sacra
Meine Werkzeuge