Candida Cipitria

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Candida Cipitria

Die heilige Candida Cipitria y Barriola (Cándida María de Jesús; * 31. Mai 1845 Berrospe bei Andoáin, Region Gipuzkoa, Spanien; † 9. August 1912 in Salamanca, Spanien) war die Gründerin der Kongregation der Töchter Jesu. Ihr Gedenktag in der Liturgie ist der 9. August.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Candida Cipitria, hieß mit Taufnamen Juana Josefa Cipitria y Barriola. Als Johanna sieben Jahre alt war, zog die Weberfamilie in die Stadt Tolosa im Baskenland. In Burgos wurde sie Hausangestellte Joseph Sabates Noverges. Sie begeisterte sich schon als Kind für den heiligen Ignatius von Loyola und seine Spiritualität, insbesondere seine Exerzitien. Ihre geistliche Führung erfolgte durch den Jesuitenpater Raimund Sureda und Raphal San Juan. Ihr Leben kennzeichnete eine eucharistische und marianische Frömmigkeit, die besondere Liebe zu den Armen, Demut und Reue und ein bevorzugte Andacht zum Leiden des Herrn. Mit der Familie Sabater ließ sich Johanna 1868 in Valladolid nieder. Dort traf sie P. Michael de los Santos.

Gründung der Töchter Jesu

Am 2. April 1869 erfuhr Johanna auf übernatürliche Weise, dass sie eine religiöse Frauengemeinschaft, die sich der katholischen Schulerziehung widmen, den Namen "Töchter Jesu" haben, gründen solle. Pater Herranz bereite Johanna geistlich intensiv auf das Werk vor. Am 8. Dezember 1871, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis, gründete sie in Salamanca die Kongregation der Töchter Jesu (span.: Hijas de Jesus ([Jesuitinas]; lat.. Congregatio Filiarum Iesu), im Geiste der Ignatianischen Askese widmet. Knapp ein halbes Jahr später approbierte der Bischof von Salamanca die Kongregation. Am 8. Dezember 1873 legten Johanna und ihre ersten beiden Mitschestern die zeitlichen Gelübde ab und nannte sich von da an "Cándida María de Jesús". An Dreikönig des folgenden Jahres eröffnete die Gründerin und Generaloberin das erste Kolleg in Salamanca, sowie eine Sonntagsschule für Hausangestellte. Ihre Schulen waren offen für alle sozialen Schichten. 1892 approbierte der Bischof von Salamanca die überarbeiteten und schließlich geltenden Regeln der Kongregation. Von da an, verbreitete sich der Orden in Spanien. 1902 wurden die Konstitutionen, welche sie selbst in Rom vorstellte von Papst Leo XIII. anerkannt. Im Jahr 1911 wurden die ersten Schwestern nach Brasilien entsandt. Mutter Candida starb im Kreis ihrer Mitschwestern und wurde im Mutterhaus selbst bestattet, wo sie auch heute noch verehrt werden kann.

Die Kongregation der Töchter Iesu hat außer dem Generalat in Rom fünf Provinzen, sechs Vizeprovinzen und eine Delegation. Die über 1300 Schwestern arbeiten in 150 Niederlassungen in Spanien, Italien, China-Taiwan, Japan, Brasilien, Argentinien, Bolivien und anderen Ländern.

Selig- und Heiligsprechung

Papst Johannes Paul II. sprach Candida Cipitria am 12. Mai 1996 zusammen mit ihrer Mitschwester Maria Antonia Bandés y Elósegui selig, Papst Benedikt XVI. am 17. Oktober 2010 mit weiteren fünf Seligen heilig. In der Predigt auf dem Petersplatz sagte er von ihr: "Jene Frau einfacher Herkunft, mit einem Herzen, in das Gott sein Siegel eingeprägt hatte und das sie sehr bald unter der Anleitung der Jesuien, die ihre geistlichen Begleiter waren, zum festen Entschluss führte, ,nur für Got zu leben´. Eine Entscheidung, die sie treu eingehalten hat, wie sie selbst in Erinnerung ruft, als sie im Sterben lag. Sie lebte für Gott und das, was er am meisten fordert."

Weblinks

Literatur

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