Maria Rosa Pellesi

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Maria Rosa Pellisi FMdC (* 11. November 1917 in Morano, Diözese Reggio Emilia; † 1. Dezember 1972) . Ihr liturgischer Gedenktag ist der 1. Dezember.

Biografie

Maria Rosa Pellisi, mit bürgerlichem Namen Bruna, war das letzte von neun Kindern einer gläubigen Familie. Zahlreichen Verehrern erteilte das hübsche Mädchen eine Absage, weil sie sich zum Ordensleben berufen fühlte. 1940.trat sie mit 22 Jahren den von der Dienerin Gottes Maria Theresia Zavagli († 191O) gegründeten »Terziarfranziskanerinnen von S. Onofrio« (heute: »Franziskanische Missionarinnen Christi«) bei, legte 1942 in Rimini ihre Profeß ab und wirkte in Sassuolo (Modena) und danach in Ferrara als Grundschullehrerin.

Im September 1945 begann der grausame Kreuzweg von Suor Maria Rosa di Gesù. Sie erkrankte an einer besonders schweren Form von Lungentuberkulose, von der sie sich nie mehr erholen sollte. In mehreren Sanatorien, zuletzt ab 1948 in Bologna, lebte sie als »Pflegefall« und konnte ihr Zimmer alleine nicht mehr verlassen. Sträubte sie sich anfangs gegen ihre Krankheit, so lernte sie es im Lauf der Jahre, ihr Leiden als »einzigartiges Geschenk« anzunehmen und zu ihrem missionarischen Auftrag werden zu lassen. Ihre Lunge hatte kaum die Kraft zu atmen, ihr Herz war sehr schwach. Aufgrund einer äußerst schmerzhaften Rippfellentzündung mußte der duldsamen Frau mehrmals am Tag eine Thoraxdrainage gelegt werden, um die zwischen Lunge und Rippenfell angesammelte Flüssigkeit, die sie als »unerschöpfliche Quelle« bezeichnete, abzusaugen. Als 1955 beim Legen der Drainage die Nadel, ihre »Lanze«, abbrach und 17 Jahre im· Körper verblieb, verschlimmerte sich ihr ohnehin grausames Leiden. Ärzte und Pfleger bestätigten und staunten, daß nicht einmal ein Wort der Klage und des Jammerns über ihre Lippen kam; im Gegenteil: stets lächelte sie und strahlte tiefe Freude aus.

Nach ihrem 27jährigen Leiden, das sie für ein enormes Briefapostolat nutzte und durch das sie »die ganze Welt umarmen« wollte, verstarb sie am 1. Dezember 1972 in Sassuolo. Sterbend rief sie aus: »Ich sende der ganzen Menschheit einen Kuß.« 

Seligsprechung

Maria Rosa Pellisi wurde im Pontifikat Papst Benedikt´s XVI. am 29. April 2007 in der Kathedrale zu Rimini in Italien seliggesprochen.

Quelle

Osservatore Romano 26. November 2010, verfasst von Stefan Wirth.

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