Meinrad

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Meinrad

Meinrad OSB (* um 797 bei Rottenburg (Württemberg); † 21. Januar 861 bei Einsiedeln) war ein Eremit, auf den die Gründung des Klosters Einsiedeln zurückgeht.

Biografie

Meinrad wurde im Jahr 797, zur Zeit von Papst Leo III., als Sohn des Grafen Berthold von Sulgen bei Rottenburg geboren. Nach alter Überlieferung soll Berthold aus dem Geschlechte der Grafen von Zollern gewesen sein. Der Vater schickte den Sohn an die berühmte Schule des kurz vorher gestifteten Klosters Reichenau. Meinrad, der sich zunächst für den Weltpriesterstand entschied, vollendete seine Studien unter seinem Onkel Erlebald und legte, als dieser zum Abt von Reichenau erwählt wurde, in dessen Hände die Klostergelübde ab. Er wurde Vorsteher einer Zelle in Oberbolligen (bei Rapperswil) am Zürichsee, die mit einer Schule für Geistliche verbunden war.

Aus Sehnsucht nach einem gottgefälligen Leben und und gänzlicher Trennung von der Welt ersuchte er seine Oberen um Erlaubnis, ein Einsiedlerleben führen zu dürfen und zog sich auf einen kleinen Vorsprung des nahen Etzelberges zurück. Dort wurde er von einer gottesfürchtigen Witwe mit dem Wenigen versorgt, das er zum Leben benötigte.

Der Ruf seiner Frömmigkeit führte jedoch immer mehr Besucher zu ihm. Deshalb zog er sich tiefer in den "Finstern Wald" zurück. Hier baute ihm Hildegard, Urenkelin Karls des Großen, Stifterin und erste Äbtissin des Zürcher Frauenmünsters, eine Zelle und hölzerne Kapelle und schenkte ihm auch ein Bild der heiligen Jungfrau Maria. Zwei gezähmte Raben waren seine Gefährten. Im Jahr 861 (al. 863) erschlugen zwei Räuber den frommen Einsiedler, und die Sage erzählt, dass durch die beiden Raben, welche sogleich den Flug nach Zürich nahmen, die Tat entdeckt und an den Mördern gerächt worden sei (M. Steinegger, Scholastica stemmatographica idea vitae ac mortis S. Meinradi, Einsidl. 1681). Der hl. Meinrad wurde auf der Insel Reichenau beigesetzt und seine Reliquien wurden 1039 nach Einsiedeln überführt.

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