Analogie

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Analogie (von griech. ἀναλογία analogía „Verhältnis, aus ἀνά aná „auf, an, entlang“ und λόγος lógos „Wort, Begriff“; lat. analogía „Entsprechung, Übereinstimmung, Ähnlichkeit“ [Duden], „Gleichartigkeit“ [Brockhaus]) bedeutet allgemein „jede (auch noch so unvollkommene) Ähnlichkeit durch Vergleich“. Analog als „nach demselben Logos“ bedeutet keine Wesensgleichheit, sondern eine „Verhältnisgleichheit“. Die Vaterschaft Gottes und die menschliche Vaterschaft sind beispielsweise so ungleich wie Göttliches (Ungeschaffenes) und Menschliches (Geschaffenes) ungleich sind; Gott als Vater verhält sich jedoch zu seinem Sohn und als Schöpfer zu den Menschen analog wie ein menschlicher Vater zu seinem Sohn und seinen Kindern.[1]

Man unterscheidet:

Ein Beispiel einer Analogie führt Papst Benedikt XVI. im Schreiben Verbum Domini, Nr. 19 an: "So wie das Wort Gottes im Schoß der Jungfrau Maria Fleisch geworden ist durch das Wirken des Heiligen Geistes, wird die Heilige Schrift durch das Wirken desselben Geistes im Schoß der Kirche geboren. Die Heilige Schrift ist »Gottes Rede, insofern sie unter dem Anhauch des Heiligen Geistes schriftlich aufgezeichnet wurde«."

Anmerkungen

  1. Gottlieb Söhngen: Art. "Analogie" in: Handbuch theologischer Grundbegriffe, Bd. 1, taschenbbguchausgabe, München 1970, S. 72f.