Altes Gesetz

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Das alte Gesetz (des Alten Bundes) ist das sittliche Gesetz, das Gott Mose, dem Führer des israelitischen Volkes, zur Vorbereitung auf das Kommen Jesu Christi geoffenbart hat, der in Person die Vollendung des Gesetzes ist (vgl. KKK 1961). Das Gesetz wird vervollständigt durch die Lehre der Weisheitsbücher und der Propheten, die es auf den Neuen Bund und das Himmelreich ausrichten (KKK 1964).

Inhaltsverzeichnis

Das alte Gesetz und das Natürliches Sittengesetz

Das alte Gesetz bringt mehrere Wahrheiten zum Ausdruck, die der Vernunft von Natur aus einsichtig sind, jedoch innerhalb des Heilsbundes bekanntgemacht und beglaubigt wurden (KKK 1961).

Inhalt: Die Zehn Gebote

Das alte Gesetz ist die erste Stufe des (durch Worte) geoffenbarten Gesetzes. Seine sittlichen Vorschriften sind in den zehn Geboten zusammengefasst. Die Gebote des Dekalogs legen die Grundlagen der Berufung des Menschen, der nach dem Bilde Gottes geschaffen ist. Sie untersagen, was gegen die Liebe zu Gott und zum Nächsten verstößt, und schreiben vor, was für sie wesentlich ist. Der Dekalog ist ein Licht für das Gewissen jedes Menschen, um ihn auf den Ruf und die Wege Gottes hinzuweisen und ihn vor dem Bösen zu schützen (KKK 1962).

Ein noch unvollkommenes Gesetz

Gemäß der christlichen Überlieferung ist das heilige (Vgl. Röm 7,12 EU), geistige (Vgl. Röm 7,14) und gute (Vgl. Röm 7,16) Gesetz noch unvollkommen. Wie ein Lehrmeister (Vgl. Gal 3,4) zeigt es uns, was zu tun ist, gibt aber nicht von sich aus die Kraft, die Gnade des Heiligen Geistes, zu seiner Erfüllung. Weil es die Sünde nicht wegnehmen kann, bleibt es ein Gesetz der Knechtschaft. Dem heiligen Paulus zufolge hat es insbesondere die Aufgabe, die Sünde anzuklagen und ans Licht zu bringen, die im Herzen des Menschen ein Gesetz der Begierlichkeit bildet (Vgl. Röm 7). Immerhin bleibt das Gesetz auf dem Weg zum Gottesreich die erste Stufe. Es bereitet das auserwählte Volk und jeden Christen auf die Bekehrung und den Glauben an den rettenden Gott vor. Es bietet eine Lehre, die – wie das Wort Gottes – für immer besteht (KKK 1963).

Zur Vorbereitung auf den Neuen Bund in Christus

Das alte Gesetz ist eine Vorbereitung auf "die Fleischwerdung des Sohnes" Gottes, [1] auf das Evangelium. „Das Gesetz war eine Pädagogik und eine Weissagung der zukünftigen Güter“ (Irenäus, hær. 4,15,1). Es kündigt das Werk der Befreiung von der Sünde an, das mit Christus vollendet wird; es liefert dem Neuen Testament die Bilder, „Typen“, Symbole, um das Leben nach dem Geiste zu veranschaulichen (KKK 1964).

Anmerkungen

  1. Internationale Theologische Kommission: Auf der Suche nach einer universalen Ethik: ein neuer Blick auf das natürliche Sittengesetz, 2009, Nr. 106.
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